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BauindustrieBaubranche erleidet Auftragseinbruch – Tiefbau mit Minus von fast 15 Prozent

Die deutsche Baubranche steht unter Druck. Besonders im Tiefbau, der vor allem den Straßenbau umfasst, fehlen die Aufträge. 25.04.2025 - 09:46 Uhr
Arbeiter bauen an der Ortsumgehung der Bundesstraße B3 in Niedersachsen. Foto: dpa

Herber Rückschlag für die deutsche Baubranche: Nach einem kräftigen Zuwachs zu Jahresbeginn sind die Aufträge im Februar eingebrochen. Im Bauhauptgewerbe fielen die Bestellungen um 7,5 Prozent niedriger aus als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Im Januar hatte es noch einen Zuwachs von 5,2 Prozent gegeben. „Der deutliche Anstieg des Auftragseingangs im Januar war also nur ein Strohfeuer“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die Entwicklung.

Das Neugeschäft im Tiefbau, wozu der staatlich dominierte Straßenbau zählt, brach im Februar so stark ein wie seit über einem Jahr nicht mehr: Hier gab es einen Rückgang von 14,8 Prozent zum Vormonat. Dieser Bereich hatte im vergangenen Jahr von Großaufträgen profitiert, vor allem für die Autobahn-, Brücken- und Tunnelsanierung und für den Ausbau des Stromnetzes.

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Die geplanten Investitionen der künftigen Bundesregierung in die Infrastruktur dürften der Branche helfen. „Die Rückgänge sind vor allem auch auf die vorläufige Haushaltsführung zurückzuführen“, sagte Müller mit Blick auf die Bundesregierung. „Seit dem Ampel-Aus Ende 2024 dürfen keine neuen Projekte vergeben werden.“

Stimmung hellt sich auf

Der Hochbau, der überwiegend von der privaten Nachfrage abhängig ist, erhielt dagegen im Februar mehr Aufträge. Sie legten um 1,1 Prozent zum Vormonat zu und damit zum zweiten Mal in Folge. Der einzige Lichtblick sei der Wohnungsbau, wo es nach längerem Abwärtstrend aber kaum noch weniger hätte werden können, sagte Müller. Für die ersten zwei Monate werde hier ein reales Plus von 20 Prozent ausgewiesen.

Zugelegt hat der Umsatz im Bauhauptgewerbe. Er wuchs im Februar um 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 12,7 Milliarden Euro. Preisbereinigt, blieb davon ein reales Plus von 1,8 Prozent übrig. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen nahm zugleich um 0,9 Prozent zu.

Die Stimmung in den Chefetagen der Bauunternehmen hat sich im April deutlich aufgehellt. Das Barometer für das Geschäftsklima kletterte auf den höchsten Stand seit fast zwei Jahren, wie das Münchner Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand. Dies sei auf deutlich verbesserte Erwartungen zurückzuführen, während die aktuelle Geschäftslage etwas negativer eingeschätzt wurde.

„Die größte Hürde bleibt der Auftragsmangel – zumal es mit der Wirkung des Infrastrukturpakets noch dauern wird“, so die Ifo-Forscher.

rtr
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