1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Dienstleister
  4. Warren Buffett hört auf: „Wir haben eine Menge Geld gemacht“

Warren Buffett vor dem Rückzug„Wir haben eine Menge Geld gemacht“

Berkshire Hathaway ist das Konglomerat, das Warren Buffett zum Multimilliardär gemacht hat. Jetzt kündigt er den Rückzug als CEO an – mit 94 Jahren. 05.05.2025 - 09:39 Uhr aktualisiert
Warren Buffett im Mai 2019. Foto: AP

Die Investorenlegende Warren Buffett hat den Rücktritt als Chef seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway zum Jahresende angekündigt. Der Vize-Vorsitzende Greg Abel solle dann übernehmen, sagte der 94-Jährige am Samstag bei der Hauptversammlung.

„Ich denke, dass der Zeitpunkt gekommen ist, an dem Greg zum Jahresende die Leitung des Unternehmens übernehmen sollte“, sagte Buffett. Abel habe von seinen Plänen nichts gewusst, fügte Buffett hinzu. An seinen Anteilen an Berkshire wolle er festhalten.

Zuvor hatte Buffett die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump kritisiert und vor den Gefahren überhöhter Abgaben gewarnt. Zölle sollten nicht als Waffe eingesetzt werden, sagte er. Je wohlhabender andere Länder seien, desto wohlhabender würden die USA. „Ein ausgewogener Handel ist gut für die Welt“, sagte der 94-Jährige. „Ich denke nicht, dass es eine gute Idee ist, eine Welt zu schaffen, in der ein paar Länder sagen, ha ha ha, wir haben gewonnen.“

Die besten Vermögensverwalter

Welche Vermögens-Verwalter spitze sind – und wie sie jetzt investieren

von Heike Schwerdtfeger und Julia Groth

Bislang hat sich der Milliardär, der als legendärer Investor gilt, kaum zur US-Zollpolitik geäußert. Diese hatte viele Anleger verunsichert und zu Kurseinbrüchen an den Aktienmärkten geführt. Buffett rief dazu auf, sich dennoch nicht entmutigen zu lassen. Kritik an Politik und den Menschen, die sich machten, gehöre zum Tagesgeschäft. „Wir befinden uns immer in einem Prozess des Wandels. Ich würde mich nicht entmutigen lassen. Wir haben alle ziemlich viel Glück.“

Bei dem Treffen veröffentlichte Berkshire die Zahlen zum ersten Quartal. Der Betriebsgewinn fiel wegen der verheerenden Brände in Kalifornien im Januar um 14 Prozent auf 9,64 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn brach um 64 Prozent auf 4,6 Milliarden Dollar ein, was hauptsächlich auf nicht realisierte Verluste bei Aktien – wie beispielsweise Apple – zurückzuführen ist.

Das Barvermögen von Berkshire legte weiter zu - von 334,2 Milliarden Dollar zum Jahresende auf nunmehr 347,7 Milliarden Dollar. Sorgen bereite ihm das nicht, erklärte Buffett. Berkshire habe erst vor kurzem die Absicht gehabt, zehn Milliarden Dollar zu investieren. Kaufmöglichkeiten hielten sich aber nicht an Pläne. Sie sollten über einen Zeitraum von fünf Jahren getätigt werden, nicht unbedingt morgen. „Wir führen ein Unternehmen, das sehr, sehr opportunistisch ist“, sagte Buffett. „Wir haben eine Menge Geld gemacht, indem wir nicht immer voll investiert waren.“

Neben Apple gehören zu Berkshire Beteiligungen an der Eisenbahngesellschaft BNSF, dem Versicherer Geico, Energieunternehmen, große Immobilienmakler und Einzelhandelsmarken wie die Fruit of the Loom Unterwäsche.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick