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AutoindustrieNissan streicht Tausende weitere Stellen

Nissan rutscht tiefer in die Krise – der Autobauer reagiert mit drastischen Maßnahmen und stellt die Weichen für einen harten Sparkurs. 13.05.2025 - 14:41 Uhr
Nissan-Schild am Nissan-Hauptsitz in Yokohama. Foto: Louise Delmotte/AP/dpa

Der japanische Autobauer Nissan streicht nach einem drastischen Gewinneinbruch Tausende Arbeitsplätze. Insgesamt gehe es um weitere 11.000 Stellen, sieben Werke fielen weg, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Der neue Nissan-Chef Ivan Espinosa sagte, die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres seien ein Weckruf. „Die Realität ist sehr klar. Unsere variablen Kosten steigen. Unsere Fixkosten sind zu hoch, als dass sie durch unseren derzeitigen Umsatz getragen werden können.“

Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März brach der Gewinn um 88 Prozent auf 69,8 Milliarden Yen (umgerechnet 424 Millionen Euro) ein. Das laufende Geschäftsjahr sei mit einem Verlust von 200 Milliarden Yen gestartet, sagte Finanzchef Jeremie Papin. Das Unternehmen leidet unter einer schwachen Nachfrage in den USA und in China, wo heimische Autobauer vor allem bei Elektroautos den ausländischen Herstellern massiv Konkurrenz machen.

Im laufenden Geschäftsjahr kommen die Zölle von US-Präsident Donald Trump dazu, welche eine Prognose erschweren. Espinosa strebt Einsparungen von etwa 500 Millionen Yen an. Zählt man einen schon vorher angekündigten Stellenabbau dazu, fallen 20.000 Arbeitsplätze weg. Unklar blieb zunächst, welche Werke geschlossen werden sollen.

Nissan steckt seit längerem in der Krise. Fusionsgespräche mit dem heimischen Rivalen Honda waren zuletzt gescheitert. Analysten zufolge zahlt Nissan auch den Preis dafür, dass der ehemalige Chef Carlos Ghosn sich zu lange auf den Absatz konzentriert und dabei auch hohe Rabatte in Kauf genommen hatte. Diese Strategie sei zu Lasten der Modellpalette gegangen.

rtr
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