Goldpreis: US-Budgetstreit treibt Gold auf Rekord – Anleger machen Kasse
Das Rätselraten um US-Haushaltsfragen hat dem Goldpreis zu einem frischen Allzeithoch verholfen. Das in Krisenzeiten als „sicherer Hafen“ angesehene gelbe Metall verteuerte sich am Dienstag um bis zu ein Prozent auf 3871,45 Dollar je Feinunze. Damit übertraf der Preis seine erst am Montag erreichte jüngste Bestmarke und steuerte auf das größte Monatsplus seit fast 16 Jahren zu. Gewinnmitnahmen drückten ihn daraufhin zurück auf rund 3803 Dollar.
„Die Marke von 4000 Dollar erscheint nun als realistisches Jahresendziel“, kommentierte Tim Waterer, Chefanalyst beim Broker KCM Trade. Sorgen über die Geld- und Geopolitik sowie die Auswirkungen der neuen US-Zölle haben den Goldpreis seit Jahresbeginn um fast 45 Prozent nach oben getrieben. „Der drohende Shutdown hat die Gewinne nun zusätzlich beschleunigt“, sagte Waterer. Der US-Senat hat bis Dienstag um Mitternacht Zeit, um eine Verlängerung der Staatsfinanzierung zu beschließen.
Wenn dies nicht gelingt, müssten zahlreiche Behörden ihre Arbeit einstellen. Dieser sogenannte Shutdown würde auch die Vorlage von Konjunkturdaten verhindern, die unter anderem für die Zinsentscheidungen der US-Notenbank Fed wichtig sind.
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