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„Ein Plus nach dem anderen“Auftragspolster der deutschen Industrie wächst zum vierten Mal in Folge

Die Auftragsbestände der deutschen Industrie wachsen. Das stützt die Auslastung, eine schnelle Belebung der Produktion bleibt aber unsicher. 20.01.2026 - 10:28 Uhr
Die positive Entwicklung geht wesentlich auf „Sonstiger Fahrzeugbau“ zurück, wozu auch Militärfahrzeuge gehören. Foto: imago/Hans Scherhaufer

Das Auftragspolster der deutschen Industrie ist im November den vierten Monat hintereinander gewachsen. Der Bestand an offenen Bestellungen kletterte um 1,8 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Schon von August bis Oktober hatte es Zuwächse gegeben. Die offenen Aufträge aus dem Inland legten diesmal um 3,6 Prozent zu, während die aus dem Ausland um 0,9 Prozent wuchsen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegt das Niveau um 5,9 Prozent höher.

„Der Auftragsbestand sammelt nahezu ein Plus nach dem anderen“, sagte der Chefvolkswirt der Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank, Alexander Krüger. „Eine dynamische Entwicklung liegt zwar nicht vor, dennoch füllt sich die Pipeline.“ Damit dürfte die Kapazitätsauslastung ihren Boden gefunden haben. Vom Fiskalpaket dürften weitere Auftragsimpulse ausgehen. „Die Standortbedingungen sprechen eher für eine langsame Auftragsübersetzung in Produktion“, sagte Krüger.

Die positive Entwicklung beim Auftragsbestand geht wesentlich auf den Anstieg im Bereich Sonstiger Fahrzeugbau mit plus 3,1 Prozent zurück, wozu neben Flugzeugen, Schiffen und Zügen auch Militärfahrzeuge gehören. Auch die Anstiege in der Autoindustrie (+3,0 Prozent) und im Maschinenbau (+1,1 Prozent) wirkten sich positiv auf das Gesamtergebnis aus.

Die Reichweite des Auftragsbestands in der deutschen Industrie stieg im Vergleich zum Oktober auf 8,0 Monate. Die Reichweite gibt an, wie viele Monate die Betriebe bei gleichbleibendem Umsatz ohne Neugeschäft theoretisch produzieren müssten, um vorhandene Bestellungen abzuarbeiten. Bei den Herstellern von Investitionsgütern wie Maschinen und Fahrzeugen stieg die Reichweite leicht auf 11,0 Monate. Bei den Herstellern von Vorleistungsgütern lag sie unverändert bei 4,3 Monaten, bei den Herstellern von Konsumgütern stieg sie auf 3,8 Monate.

rtr
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