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Innovationspreis 2015Alacris Theranostics schafft persönlichste Behandlung

Sieger in der Kategorie Mittelstand: Welches Medikament bei einem Patienten wirklich wirkt, ermittelt Alacris Theranostics mit einer einzigartigen Computersimulation.Susanne Kutter 29.04.2015 - 13:39 Uhr

Sieger der Kategorie Mittelstand: Bodo Lange (CEO), Bioninformatiker Christoph Wierling, Genanalytikerin Tatjana Borodina, Genomforscher Hans Lehrach (v.l.) setzen auf die digitale Modelle bei der Krebstherapie.

Foto: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche

Wer heute an Krebs leidet, bekommt meist nicht nur ein Medikament verschrieben, sondern einen ganzen Cocktail an Antitumorwirkstoffen. So hoffen die Ärzte, die tückische Krankheit zu stoppen. Ob der Patient allerdings eine Kombination erhält, die ihm wirklich hilft, die tödliche Krankheit zu bekämpfen, ist ziemlich ungewiss. Denn bisher kann kein Mediziner im Voraus sagen, welches Präparat für ihn das beste ist. Grund dafür ist, dass jeder Patient ebenso einzigartig ist wie seine Erbanlagen, die Gene. Zudem unterscheiden sich auch die Tumore genetisch, oft verändern sie sich sogar noch während der Behandlung mit einem Medikament oder während einer Bestrahlung.

Trotzdem könnte es ausgerechnet mithilfe der Gene in Zukunft gelingen, vorab die passenden Medikamente zu finden. Denn das Berliner Unternehmen Alacris Theranostics hat ein Computermodell entwickelt, das diese Prognosen ermöglicht.

Damit errechnen die Wissenschaftler, welche Wirkstoffkombination einem Patienten am besten hilft. Sie nutzen für ihren „ModCell“ genannten Simulator vor allem die genetischen Informationen des Kranken und seines Tumors, die sich heute für wenige 100 Euro bestimmen lassen. In das Modell sind Daten aus Genforschungsprojekten, Medikamentenstudien und eigene Erkenntnisse eingeflossen.

Der Bayerische Hof in München: Hier werden die Sieger beim Deutschen Innovationspreis 2015 gekürt.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender des Optikkonzern Carl Zeiss, berichtet auf dem Innovationsforum vor der Preisverleihung, wie er den Erfindergeist in seinem Unternehmen fördert.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Das Epoc des Unternehmens Emotiv kann zu Forschungszwecken Gehirnströme auslesen, Teilnehmer des Innovationsforums probierten es aus.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Der intelligente Roboter Roboy begleitete Innovationsforum und Preisgala mit seinen neunmalklugen Kommentaren.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Machen Läufer mit einer speziellen Sohle im Sportschuh schneller: Harald Habermann (Vice President BU Running & Outdoor, adidas), Jay Pollard (Senior Vice President Brand Operations, adidas), Martin Vallo (Head of Sales and Technical Service Footwear, BASF), Jürgen Ahlers (Consultant, BASF), Gerd Manz (Vice President Future, adidas), Finalist in der Kategorie Großunternehmen.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Ermöglichen Online-Einkäufe bar zu zahlen: Florian Swoboda (Geschäftsführer, Cash Payment Solutions), Sebastian Seifert (Geschäftsführer, Cash Payment Solutions), Finalisten in der Kategorie Start-up.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Schützen SAP-Systeme von Unternehmen vor Hackern: Thomas Meindl (Senior Consultant IT-Security, IT-Cube Systems), Boris Gehring (Head of Development agileSI, IT-Cube Systems), Christoph Aschauer (Head of Professional Services, IT-Cube Systems), Finalisten in der Kategorie Mittelstand.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Haben hochsensible Spürnasen für Medikamentenwirkstoffe entwickelt: Ulrich Rant (CEO, Dynamic Biosensors), Ralf Straßer (Head of Biochemistry, Dynamic Biosensors), Dirk Scholl (CFO, Dynamic Biosensors), Frank Fischer (Head of Engineering, Dynamic Biosensors), Andreas Langer (Application Scientist, Dynamic Biosensors), Sieger in der Kategorie Start-up.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Horst J. Kayser (Chief Strategy Officer, Siemens) und Begleiterin Claudia Gall-Kayser.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Peter Hofbauer (Mitglied des Vorstands, UniCredit Bank) und Begleiterin Gabriele Hofbauer.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Bieten einen kostengünstigen Dolmetscherdienst für Hörgeschädigte an: Florian Erfuth (Software-Entwicklung, VerbaVoice), Benjamin Ludwig (Software-Entwicklung, VerbaVoice), Michaela Nachtrab (Geschäftsführerin, VerbaVoice), Robin Ribback (Technischer Leiter, VerbaVoice), Finalisten in der Kategorie Mittelstand.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Robert Hanser (Geschäftsführer, Bosch Management Support GmbH) und Begleiterin Colette Hanser.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Durch ihre Flüssigkristalle sind Handy-Displays brillanter und akkuschonender: Walter Galinat (CEO Performance Materials, Merck), Bernd Reckmann (CEO Life Science & Performance Materials , Merck), Michael Heckmeier (Head of Business Unit Pigments & Functional Materials, Merck), Roman Maisch (Senior Vice President Marketing & Sales, Merck), Sanyu-Kyu Lee (Technical Marketing Manager, Merck), Harald Hirschmann (Associate Director Physics Research, Merck), Sieger in der Kategorie Großunternehmen.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Karl-Rudolf Rupprecht (Vorstand Operations, Lufthansa Cargo) und Begleiterin Birgit Rupprecht.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Produziert kostengünstig Silizium für Solarzellen: Jan Philipp Mai (CEO, JPM Silicon), Begleiterin Inka Dreßler, Finalist in der Kategorie Start-up.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Michael Weinhold (CTO Energy, Siemens) und Begleiterin Hiltrud Fenn.

Foto: WirtschaftsWoche

Rainer Zilz (Head of Management Operations, Nokia Solutions and Networks) und Carolin Zilz.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Werner Steinmüller (Head of Global Transaction Banking, Deutsche Bank) und Begleiterin Kirsten Schoder-Steinmüller.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Die Väter des leistungsstarken neuen Computertomografen Somatom von Siemens, Finalisten in der Kategorie Großunternehmen: Markus Koch (Project Manager, Siemens Healthcare), Walter Märzendorfer (CEO, Siemens Healthcare), Peter Aulbach (Product Manager, Siemens Healthcare), Thomas Flohr (Head of Physics & Applications , Siemens Healthcare), Matthias Senn (Product Definition, Siemens Healthcare), Martin Petersilka (Head of SOMATOM Force Physics, Siemens Healthcare).

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Wolfram Münch (Leiter Forschung und Innovation, EnBW) mit Begleitung Christine Münch.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Ralf Lenninger (Head of Strategy and Research Department, Continental Automotive) und Begleiterin Sabine Lenninger.

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Karoline Bader (Geschäftsführerin, Parkplatz-gesucht UG) mit Bruder Stefan Bader.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Michael Brandkamp (Managing Director, High-tech Gründerfonds Management) und Begleiterin Claudia Brandkamp; Frank Dopheide (Geschäftsführer, Verlagsgruppe Handelsblatt).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Nicole Fritsch-Nehring (Geschäftsführerin, Enercon GmbH) mit Begleitung Michael Strobel.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Herr Ralf Schneider (Group CIO, Allianz SE) mit Begleitung Claudia Schneider.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Günther Bessinger (Geschäftsführender Gesellschafter, MN Maschinenbau), Clemens Schmees (Geschäftsführender Gesellschafter, Edelstahlwerke Schmees GmbH) mit Begleitung Carla Schmees und Claudia Gugger-Bessinger, Andreas Wilkes (Geschäftsführer, Veranstaltungsforum Holtzbrinck Publishing Group).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Sebastian Wieczorek (Director Startup Engagement, SAP SE) mit Begleitung Olga Wieczorek.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Stefan Krotsch (Head of Innovation, Allianz Worldwide Partners SAS) mit Begleitung Jana Krotsch.

Foto: WirtschaftsWoche

Manfred Wittenstein (Aufsichtsratsvorsitzender, Wittenstein AG) und Sahin Albayrak (Geschäftsführender Direktor TU Berlin)

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Jörg Matthias Großmann (CFO, Freudenberg Chemical Specialities SE & Co. KG) mit Begleitung Andrea Großmann.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Catharina van Delden (CEO innosabi GmbH) mit Begleitung Moritz Wurfbaum.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Franz Häussler (Geschäftsführender Gesellschafter, Häussler Innovation GmbH) mit Begleitung Carolin Häussler und Frank Piller (Lehrstuhl für Innovationsmanagment, RWTH Aachen) mit Begleitung Andrea Zehetner.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Moderator Christian Sievers und Miriam Meckel (Chefredakteurin, WirtschaftsWoche).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Eröffnete die festliche Preisverleihung: Miriam Meckel (Chefredakteurin, Wirtschaftswoche).

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Rednerin Verena Pausder, (Gründerin, Fox and Sheep).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Blick in den Festsaal im Bayerischen Hof, München.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Laudator in der Kategorie Start-up: Klaus Engel (Vorsitzender des Vorstandes, Evonik).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Sieger in der Kategorie Start-up: Ulrich Rant (CEO, Dynamic Biosensors), Dirk Scholl (CFO, Dynamic Biosensors), Frank Fischer (Head of Engineering, Dynamic Biosensors), Andreas Langer (Application Scientist, Dynamic Biosensors), Ralf Straßer (Head of Biochemistry, Dynamic Biosensors), Laudator Klaus Engel (Vorsitzender des Vorstandes, Evonik).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Sieger in der Kategorie Start-up: Andreas Langer (Application Scientist, Dynamic Biosensors), Frank Fischer (Head of Engineering, Dynamic Biosensors), Ulrich Rant (CEO, Dynamic Biosensors), Dirk Scholl (CFO, Dynamic Biosensors), Frank Fischer (Head of Engineering, Dynamic Biosensors), Ralf Straßer (Head of Biochemistry, Dynamic Biosensors).

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Laudator in der Kategorie Mittelstand: Frank Mastiaux (Vorsitzender des Vorstandes, EnBW).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Sieger in der Kategorie Mittelstand: Hans Lehrach (Gründer Alacris Theranostics und Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin), Bodo Lange (CEO, Alacris Theranostics) und Laudator Frank Mastiaux (Vorsitzender des Vorstandes, EnBW).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Sieger in der Kategorie Mittelstand: Bodo Lange (CEO, Alacris Theranostics), Hans Lehrach (Gründer Alacris Theranostics und Direktor des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik in Berlin).

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Laudator Frank Riemensperger (Vorsitzender der Geschäftsführung, Accenture Deutschland) mit Roboter Roboy.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Laudator Frank Riemensperger (Vorsitzender der Geschäftsführung, Accenture Deutschland) und der Sieger in der Kategorie Großunternehmen Bernd Reckmann (CEO Life Science & Performance Materials, Merck).

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Sieger in der Kategorie Großunternehmen: Harald Hirschmann (Associate Director Physics Research, Merck), Michael Heckmeier (Head of Business Unit Pigments & Functional Materials, Merck), Sanyu-Kyu Lee (Technical Marketing Manager, Merck), Bernd Reckmann (CEO Life Science & Performance Materials, Merck), Roman Maisch (Senior Vice President Marketing & Sales, Merck), Walter Galinat (CEO Performance Materials, Merck).

Foto: Stefan Obermeier für WirtschaftsWoche

Großes Finale der Sieger, Finalisten und Ausrichter des Deutschen Innovationspreis 2015 im Bayerischen Hof, München.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

Max Kraft und Band.

Foto: Thorsten Jochim für WirtschaftsWoche

„Dies ist ein Beispiel, wie die jahrzehntelange Genforschung in eine lebensrettende praktische Anwendung übersetzt wird“, begeistert sich Innovationspreis-Juror Frank Mastiaux für die Alacris-Entwicklung. Der EnBW-Chef hält solch eine computergestützte Auswertung des aktuellen medizinischen Wissens für „einen ganz wesentlichen Zukunftstrend in der Medizin“. Die Jury erkor Alacris deshalb zum Sieger in der Kategorie Mittelstand.

Tatsächlich seien viele Krebsärzte sehr interessiert an einer solchen Vorhersagemöglichkeit, sagt Alacris-Geschäftsführer Bodo Lange. Immerhin könnte sie die Zahl der Menschen, die Krebs überleben, dramatisch erhöhen.

Heute sind viele moderne Tumormedikamente oft nur für eine bestimmte, genetisch genau charakterisierte Patientengruppe gedacht. Doch die Analyse aller Genfaktoren überfordert niedergelassene und Klinikärzte zunehmend. Und selbst wenn sich Ärzteteams in großen Kliniken extra zum Brainstorming zusammensetzten, könnten die Mediziner unmöglich all das Wissen im Kopf haben, das die 18-köpfige Alacris seit der Gründung 2008 in ihr virtuelles Patientenmodell gesteckt hat – und ständig noch neu hinzufüttert.

Klassische Medikamentenauswahl ähnelt deshalb eher Kaffeesatzleserei. Lange sagt: „Ärzte müssen anhand von bisherigen Erfahrungen und Wahrscheinlichkeiten aus veröffentlichten Studien Rückschlüsse auf Kranke ziehen. Wir dagegen können die individuellen molekularen Daten des Patienten und Tumors in unser Modell einspeisen und so maßgeschneiderte, personalisierte Vorhersagen treffen.“

Platz 30: Ensinger

Die 1966 gegründete Ensinger GmbH verarbeitet Kunststoffe zu Halbzeugen, Fertigteilen, Profilen oder Compounds. Neben dem Hauptsitz im baden-württembergischen Nufringen fertigt Ensinger an zwei weiteren Standorten in Deutschland. Das Familienunternehmen hat außerdem 14 Fabriken in aller Welt, darunter fünf in den USA und eine in China sowie zahlreiche Vertriebsniederlassungen – bis hin nach Indien.

Branche: Kunststoffe
Mitarbeiter 2012: 2181
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 100,00/350,20
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,35 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 876,2

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 29: Sennheiser electronic

Die Firma Sennheiser ist vor allem Audio-Fans ein Begriff. Der Mittelständler aus Wedemark-Wennebostel ist vor allem für seine Mikrofone und Kopfhörer bekannt. Im Profi-Bereich bietet das 1945 gegründete Unternehmen Broadcast-Technik, Luftfahrtkommunikationssysteme und Headsets für Callcenter an.

Branche: Audiotechnik
Mitarbeiter 2012: 2100
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 229,10/584,40
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 9,82 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 906,3

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 28: Adva Optical Networking

Der Glasfaser-Spezialist Adva Optical Networking wurde erst 1994 als kleines Start-up im thüringischen Meiningen und in München gegründet. Die Glasfaser-Übertragungstechnik von Adva wird weltweit von mehr als 10.000 Unternehmen eingesetzt. Produziert wird am Unternehmenssitz in Meiningen, die Verwaltung sitzt im bayerischen Martinsried.

Branche: Telekommunikation
Mitarbeiter 2012: 1378
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 88,06/330,10
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,13 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 907,3

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Screenshot

Platz 27: Schottel

Die Schottel Gruppe mit Sitz im rheinland-pfälzischen Spay am Rhein entwickelt, konstruiert, produziert und vertreibt steuerbare Schiffsantriebs- und Manövriersysteme sowie komplette Antriebsanlagen.

Branche: Schiffsmaschinenbau/Antriebstechnik
Mitarbeiter 2012: 1100
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 80,00/313,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,625 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 911,6.

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: PR

Platz 26: Pfeiffer Vacuum Technology

1890 in Wetzlar gegründet, entwickelte sich Pfeiffer schnell zum führenden Unternehmen für Vakuumtechnik. Die 1958 erfundene Turbopumpe macht noch heute in ihrer weiterentwickelten Form 40 Prozent des Konzernumsatzes aus. Der Maschinenbauer ist im TecDax gelistet.

Branche: Vakuumlösungen
Mitarbeiter 2012: 2270

Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 150,90/461,30
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,82 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 948,9

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 25: igus

Die 1964 in Köln gegründete Igus GmbH ist ein Spezialist für Spitzguss-Kunststoffteile. Alle Produkte, wie etwa Kunststoffgleitlager oder flexible Spezialleitungen werden in diesem Verfahren hergestellt. Igus ist der weltweit größte Hersteller von Energiekettensystemen mit Spezialleitungen, Steckern und Zubehör.

Branche: Kunststoff-Energieketten
Mitarbeiter 2012: 2175
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 117,00/399,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,05 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 961,7

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 24: Hansgrohe

Hansgrohe stellt Armaturen, Brausen, Thermostate, Abläufe und Badzubehör her. Das 1901 in Schiltach im Schwarzwald gegründete Unternehmen darf nicht mit der Firma Grohe, die ebenfalls Armaturen herstellt und von Hans Grohes Sohn Friedrich gegründet wurde, verwechselt werden. Die Familie des jüngsten Sohns des Firmengründers hält heute noch 32 Prozent des Unternehmens, 68 Prozent gehören der amerikanischen Masco Corporation.

Branche: Armaturen
Mitarbeiter 2012: 2178
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 360,50/805,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,37 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 992,6

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: REUTERS

Platz 23: Emka Beschlagteile

Die Emka Beschlagteile GmbH stellt Komponenten für industrielle Schränke und Gehäuse her. Heute fertigt das 1932 in Velbert bei Düsseldorf gegründete Unternehmen weltweit an acht Standorten.

Branche: Verschlusstechnik
Mitarbeiter 2012: 1400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 42,99/230,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 18,26 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1000,5

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 22: Bitzer

Bitzer aus dem schwäbischen Sindelfingen ist ein Spezialist für Klima- und Kältetechnik. Das Unternehmen ist mit über 40 Tochtergesellschaften international aufgestellt und fertigt unter anderem in Deutschland, Portugal, Südafrika, Australien, China und den USA Verdichter, Druckbehälter und Verflüssigungssätze.

Branche: Kältemaschinen
Mitarbeiter 2012: 3046
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 231,58/639,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,67 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1120,5

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 21: Pöschl Tabak

Pöschl gehört zu den weltweit größten Produzenten von Schnupftabak – in Deutschland hat das Unternehmen nach eigenen Angaben einen Marktanteil von 95 Prozent, weltweit noch von 50 Prozent. Pöschl Tabak hat seinen Sitz in Geisenhausen bei Landshut und befindet sich noch immer im Besitz der Familien Pöschl und Engels. Neben Schnupftabak stellt Pöschl auch Feinschnitt- und Pfeifentabak her.

Branche: Tabakwaren
Mitarbeiter 2012: 800
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 109,60/416,01
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,27 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1163,0

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 20: Mapal Dr. Kress

Mapal Dr. Kress zählt zu den international führenden Anbietern von Präzisionswerkzeugen für die Metallbearbeitung. Bei der Feinbearbeitung mit spanabhebenden Werkzeugen sieht sich das Unternehmen aus Aalen als weltweiten Technologieführer. Zu Mapal gehören noch zahlreiche weitere Unternehmen, die allesamt auf besondere Werkzeuge spezialisiert sind.

Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 4157
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 120,00/440,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,88 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1173,3

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 19: Maschinenfabrik Reinhausen

Die MR Maschinenfabrik Reinhausen GmbH, so der vollständige Name, fertigt Komponenten für Transformatoren. Bei der Produktion der sogenannten Laststufenschaltern zählt das 1868 im Regensburger Stadtteil Reinhausen gegründete Unternehmen zu den Weltmarktführern.

Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 2850
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 218,00/630,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,20 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1190,6

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 18: Viega

Die Viega GmbH & Co. KG stellt unter anderem Sanitär- und Heizungssysteme, Rohrleitungssysteme und Entwässerungstechnik her. Bei der Pressverbindungstechnik sieht sich das Unternehmen selbst als Weltmarktführer. Neben dem Stammhaus in Attendorn fertigt das Familienunternehmen in vier deutschen Zweigwerken in Deutschland und einem in den USA.

Branche: Heizung, Sanitär
Mitarbeiter 2012: 3500

Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 395,00/915,36
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,77 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1205,9

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 17: Manz

1987 im baden-württembergischen Reutlingen gegründet, begann die Manz Automation AG mit der automatisierten Produktion von kristallinen Solarzellen. Inzwischen firmiert das Unternehmen nur noch als Manz AG und hat neben den Solarzellen noch die Bereiche Displays (LCD, LED, OLED und Touchscreens) und Lithium-Ionen-Batterien aufgebaut.

Branche: Display- und Solarindustrie
Mitarbeiter 2012: 2000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 24,00/184,11
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 22,60 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1228,2

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 16: Norma Group

Die Norma Group ist auf Verbindungstechnik spezialisiert. Das Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt rund 35.000 Verbindungssysteme für industrielle Anwendungen. Die Kunden kommen unter anderem aus der Öl- und Gasbranche, der Autoindustrie, Luft- und Raumfahrt sowie Infrastruktur und Bewässerung.

Branche: Verbindungstechnik
Mitarbeiter 2012: 4485
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 197,60/604,60
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,83 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1245,3

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 15: Schenck Process

Die Schenck Process GmbH entstand aus der 1881 gegründeten Darmstädter Eisengießerei und Waagenfabrik von Carl Schenk. Heute gilt das Unternehmen als einer der Weltmarktführer im Bereich der Mess- und Verfahrenstechnik. Die Schenck Process GmbH beschäftigt  nach eigenen Angaben rund 3.400 Mitarbeiter an weltweit 33 Standorten.

Branche: Mess- und Regeltechnik
Mitarbeiter 2012: 3400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 240,00/680,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,98 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1246,7

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 14: KWS Saat

Das niedersächsische Pflanzenzüchtungs- und Biotechnologie-Unternehmen KWS Saat AG züchtet seit über 150 Jahren landwirtschaftliche Nutzpflanzen. Das Unternehmen ist in mehr als 70 Ländern präsent.

Branche: Saatgut
Mitarbeiter 2012: 3851
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 433,70/986,30
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,56 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1256,7

Bildquelle: KWS SAAT AG

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 13: Rimowa

Koffer aus Aluminium und Polycarbonat sind die Spezialität der Rimowa GmbH (kurz für „Richard Morszeck Warenzeichen“). Der Hersteller aus Köln ist bereits seit 1898 im Geschäft. Heute vertreibt Rimowa seine Koffer in 65 Ländern.

Branche: Koffer
Mitarbeiter 2012: 1300
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 25,00/206,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 22,54 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1266,0

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 12: Sick

Das 1946 gegründete Unternehmen Sick zählt zu den führenden Herstellern von Sensoren und Sensorlösungen für industrielle Anwendungen.

Branche: Sensortechnik
Mitarbeiter 2012: 6302
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 420,40/971,31
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 8,73 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1272,8

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 11: Rosenberger

Seit mehr als einem halben Jahrhundert entwickelt Rosenberger Verbindungslösungen in der Hochfrequenz- und Fiber-Optik-Technologie.

Branche: Hochfrequenztechnik
Mitarbeiter 2012: 5000

Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 126,50/483,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 14,34 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1361,2

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Screenshot

Platz 10: Brückner Technology Holding

Die Brückner-Gruppe aus Siegen gehört zu den führenden Unternehmen im Maschinen und Anlagenbau.

Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 1676
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 225,20/682,40
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,72 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1385,4

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Screenshot

Platz 9: Sirona Dental Systems

Sirona stellt Behandlungs- und Diagnosegeräten für Zahnarztpraxen, zahntechnische Laboratorien und Kliniken her. Das Unternehmen entstand 1997 aus der Dentalsparte der Siemens AG.

Branche: Dentalindustrie
Mitarbeiter 2012: 2979
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 284,00/814,56
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 11,11 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1521,7

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 8: Realtime Technology

Die 1999 gegründete Realtime Technology AG ist ein auf industrielle 3D-Visualisierung spezialisierter Software-Anbieter.

Branche: IT / Software
Mitarbeiter 2012: 689
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 3,35/73,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 36,22 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1547,7

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Screenshot

Platz 7: JF Hillebrand Group

Die Spedition J. F. Hillebrand ist der weltweit größte Wein- und Getränkespediteur. Das 1844 gegründete Unternehmen mit Sitz in Mainz transportiert in 83 Ländern weltweit.

Branche: Logistik
Mitarbeiter 2012: 2000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 335,24/934,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 10,8 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1671,4

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Screenshot

Platz 6: Beckhoff Automation

Die Beckhoff Automation GmbH & Co. KG ist ein führender Hersteller von Automatisierungstechnik. Das Unternehmen mit Sitz in Verl realisiert offene Automatisierungssysteme auf der Grundlage PC-basierter Steuerungstechnik. Mit einem durchschnittlichen jährlichen Umsatzplus von rund 18 Prozent in zehn Jahren ist Beckhoff Automation aus Westfalen der erfolgreichste Aufsteiger unter den wachstumsstärksten Weltmarktführern im deutschen Mittelstand.

Branche: Automatisierungstechnik
Mitarbeiter 2012: 2200
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 78,00/408,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 17,955 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1712,0

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: PR

Platz 5: Beumer Maschinenfabrik

Die Beumer Maschinenfabrik wurde 1935 als Maschinenfabrik für die Produktion von Förderanlagen gegründet. Erste Aufträge kamen aus der westfälischen Zement- und Kalkindustrie und vom Bergbau des Ruhrgebietes. Heute ist das Unternehmen weltweit tätig und kommt nach eigenen Angaben auf einen Auslandsanteil von mehr als 85 Prozent.

Branche: Maschinenbau
Mitarbeiter 2012: 3700
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 104,04/511,70
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 17,27 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 1996,3

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 4: Big Dutchman

Big Dutchman aus dem niedersächsischen Vechta vertreibt Fütterungsanlagen und Stalleinrichtungen für die Haltung von Geflügel und Schweinen.

Branche: Agrartechnik
Mitarbeiter 2012: 2432
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 250,00/858,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 13,12 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2083,9

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 3: Mobotix

Die Mobotix AG aus Rheinland-Pfalz entwickelt und vertreibt netzwerkbasierte Videoüberwachungsanlagen. Das Unternehmen zählt dabei zu den führenden Anbietern weltweit.

Branche: Sicherheitskameras
Mitarbeiter 2012: 336
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 3,00/81,60
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 39,14 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2137,9

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 2: Lürssen

Die Lürssen Werft GmbH & Co. KG ist eine deutsche Schiffswerft aus Bremen. Mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzplus von mehr als zwölf Prozent in zehn Jahren ist der Bremer Schiffbauer Lürssen der am zweitschnellsten wachsende Weltmarktführer im deutschen Mittelstand.

Branche: Schiffbau
Mitarbeiter 2012: 1400
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 300,00/984,90
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 12,6 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2248,5

Bildquelle: Klaus Jordan

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Presse

Platz 1: Hirschvogel Holding

Mit einem jährlichen durchschnittlichen Umsatzplus von rund 16 Prozent in zehn Jahren ist der Automobilzulieferer Hirschvogel aus dem bayerischen Denklingen Deutschlands wachstumsstärkster mittelständischer Weltmarktführer.

Branche: Automobilzulieferer
Mitarbeiter 2012: 4000
Umsatz im Geschäftsjahr 2002/2012 (in Mio. Euro): 179,90/780,00
durchschnittliches jährliches Wachstum über zehn Jahre: 15,80 Prozent
Birch-Index² (prozentuales mal absolutes Wachstum): 2601,9

Quellen: Bundesanzeiger, eigene Schätzungen, Datenbank Weltmarktführer

Foto: Andreas Chudowski für WirtschaftsWoche

Ein interessanter Nebeneffekt: Das Modell sucht aus seinem Wissensschatz an möglichen Medikamenten und ihren Wirkmechanismen im Körper mitunter auch Mittel heraus, die gegen Rheuma oder andere Erkrankungen zugelassen sind. „Wir stoßen so auf hochwirksame Präparate, die es schon gibt und die zugelassen sind – nur eben nicht für Krebs“, sagt Lange.

Denn das Modell sucht nach molekularen Schwachpunkten des Tumors und entsprechenden Wirkstoffen, die genau an diesen Stellen angreifen und den Krebs am Wachsen hindern können. Und das könnte eine Vielzahl moderner Biowirkstoffe sein, sagt Lange: „Dem Modell ist es egal, ob Krebs auf der Packung steht.“

Grundsätzlich lässt sich diese moderne und wissensbasierte Glaskugel nicht nur für Krebserkrankungen anwenden. Derzeit ist das Modell allerdings vor allem darauf ausgelegt. Es ließe sich aber auch auf beliebig viele andere Leiden ausweiten.

Die Idee zur Gründung stammt vom Erbgutforscher Hans Lehrach, der einst das deutsche Human-Genom-Projekt leitete. Aus seinem Berliner Max-Planck-Institut für molekulare Genetik gründete sich das Unternehmen aus – das heute in einem alten Klinikum in Institutsnähe residiert. Dabei hat Alacris zwei Ziele: Neben der individuellen Therapie soll die Simulation auch die Entwicklung von neuen Medikamenten beflügeln – nicht nur gegen Krebs.

Kopfschüttelnd beobachtet Genforscher Lehrach, nach welch vorsintflutlichen Methoden das immer noch abläuft. Die gängige Praxis folge noch immer der irrigen Vorstellung, dass alle Menschen medizinisch gesehen gleich seien und deshalb auch Pillen bei allen Patienten gleich wirken müssten. Auf diese Weise ließen sich aber nur Medikamente entwickeln, die weniger als 30 Prozent der Menschen helfen, wettert Lehrach – beim Rest schaden sie. Tausenden von Patienten testweise eine Substanz zu verabreichen und dann zu schauen, ob sie wirkt, „ist wie ein Crashtest mit menschlichen Dummys“, sagt Lehrach.

Viel schneller, preiswerter und effektiver ließen sich neue Medikamente dagegen per Computersimulation entwickeln, glauben Lehrach und Lange. Und so zählen Pharmakonzerne wie Bayer, die britische GlaxoSmithKline oder die US-amerikanische Eli Lilly inzwischen zu den Kooperationspartnern und Nutzern von ModCell, das Alacris seit 2012 vermarktet. Das Biotech-Unternehmen Qiagen aus Hilden stieg 2011direkt bei Alacris ein: Es ist selbst mit Gentests aktiv, könnte als strategischer Partner für Alacris also hilfreich werden.

Kliniken und Laborärztepraxen wiederum sind die idealen Kunden für den Einsatz am Patienten. Hier aber hakt es noch, weil die Erstattung durch die Kassen bisher nicht geregelt ist. Dabei könnten gerade die enorm Kosten sparen, wenn sie nur noch wirksame Medikamente bezahlen müssten, glaubt Lange: „All die Pillen, die Patienten nutzlos einnehmen, kosten unser Gesundheitssystem einen Haufen Geld.“

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