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GebrauchtwagenkaufSieben Schritte zum perfekten Gebrauchtwagen

Ist der Neuwagen finanziell nicht drin, lässt sich auch auf dem zweiten Weg das Traumauto finden. Doch der Kauf eines Gebrauchtwagens ist immer mit Risiken verbunden. Worauf Sie achten müssen.Sebastian Schaal 08.05.2015 - 12:13 Uhr

Augen auf beim Gebrauchtwagenkauf. Oft sind nicht sichtbare Mängel ein unmittelbarer Wertverlust. Damit auch nach dem Kauf noch lange Freude am guten gebrauchten Auto bleibt, ein paar Tipps.

Foto: Getty Images

Die Deutschen kaufen wieder mehr Autos. 3.036.773 Fahrzeuge wurden im vergangenen Jahr zum ersten Mal zugelassen – laut dem Kraftfahrt-Bundesamt ein Plus von immerhin 2,9 Prozent. Die Hersteller freut’s.

Doch noch mehr als für Neuwagen interessierten sich die deutschen Autokäufer für Gebrauchte. Sieben Millionen Gebrauchtwagen haben 2014 den Besitzer gewechselt. Der Gesamtumsatz belief sich dabei auf fast 70 Milliarden Euro. Zum Vergleich: BMW setzte im selben Zeitraum 80,4 Milliarden Euro um – weltweit.

So informieren sich Gebrauchtwagenkäufer
...informieren sich über Anzeigen und Angebote im Internet.Quelle: DAT, Statista
...fragen Bekannte oder Kollegen über Erfahrungen mit Automarken und -modellen aus.
...besuchen verschiedene Händler, um an Infos zu kommen.
...suchen nach Kfz-Anzeigen oder lesen Testberichte in Printmedien.
...informieren sich mittels Testberichten im Internet über den perfekten Gebrauchtwagen.
...nehmen Infos von vertrauten Markenhändlern.
...greifen auf andere Informationen aus dem Internet zurück.
... informieren sich in Sozialen Netzwerken, Foren oder Blogs.
...gaben "Sonstiges" an.

Dabei vertrauen die Käufer vor allem auf Privatangebote und Markenhändler. Nach Angaben der Deutschen Automobil Treuhand (DAT) kauften 41 Prozent ihren Gebrauchten bei Privatleuten, Markenhändler wickelten 38 Prozent der Deals ab. Die Reihenfolge könnte sich aber bald ändern: Gegenüber 2013 verloren die Privatverkäufe zwei Prozentpunkte, die Markenhändler konnten hingegen fünf Prozentpunkte zulegen. Der freie Handel folgt rund jedem fünften Gebrauchtwagen etwas abgeschlagen.

So oder so: Gebrauchtwagen sind so teuer wie nie – im Schnitt 9.870 Euro. Vor zehn Jahren waren es noch nicht einmal 8.000 Euro. Da die Neuwagen immer teurer werden – im selben Zeitraum von 24.090 auf 28.330 Euro – haben auch die Gebrauchten ordentlich zugelegt.

Wir zeigen, wie Sie in sieben Schritten für möglichst wenig Geld Ihren gebrauchten Traumwagen finden.

Wie finde ich das richtige Modell?

Ob der preiswerte Kleinwagen für den Fahranfänger, der robuste Kombi für Beruf und Familie oder der als Neuwagen sündhaft teure Traum-Sportwagen: Die Motivationen für einen Gebrauchtwagenkauf sind höchst unterschiedlich. Wer sich bei der Suche nicht auf ein spezielles Modell festlegt, kann im besten Fall einige tausend Euro sparen. Wer zum Beispiel eine gute Luxuslimousine will und nicht an eine Marke gebunden ist, kann anstelle von A8, 7er oder S-Klasse einen Blick auf den VW Phaeton werfen. Für den Oberklasse-Volkswagen gibt es kaum Nachfrage, die Preise sind entsprechend niedrig.

Platz 10: Subaru

Wer sich einen Neuwagen kauft, sollte sich bereits vor der Unterschrift des Kaufvertrags Gedanken darüber machen, was das Auto in einigen Jahren wert sein wird. Der erzielbare Restwert hängt von vielen Faktoren ab, darunter das genaue Modell, der Motor, besondere Ausstattungsmerkmale sowie die Laufleistung und der Zustand des Gebrauchtwagens. Aber auch die Marke entscheidet darüber, für wie viel der Wagen nach einigen Jahren verkauft werden kann. Die Restwert-Spezialisten von Schwacke haben in einem aufwändigen Verfahren ein Markenranking erstellt, welche Autobauer die wertbeständigsten Pkws auf dem deutschen Markt anbieten.

Die Top Ten beginnen mit Subaru. Der japanische Hersteller kommt in der Schwacke-Liste auf 84,5 Prozent – was in dem Markenranking aber nicht mit einem Restwert von 84,5 Prozent des Kaufpreises verwechselt werden darf.

Foto: PR

Platz 9: Suzuki

Suzuki landet mit 85,2 Prozent knapp vor Subaru. Die Zahlenwerte sollen laut Schwacke ein "unverzerrtes und neutrales Bild der Restwerte" bieten – deshalb haben die Experten Korrekturfaktoren eingebaut, um zum Beispiel unterschiedliche Laufleistungen oder das Alter eines Modells zu berücksichtigen. "Die Schwankungen durch den unterschiedlichen Lebenszyklus haben wir herausgerechnet, um die Ergebnisse über alle Hersteller vergleichbar zu machen", betont Michael Bergmann, Geschäftsführer von Schwacke. "Ansonsten würden Marken mit vielen neuen Modellen zu vorteilhaft dargestellt und umgekehrt." Zusätzlich wurden alle Ergebnisse normiert, das heißt der Hersteller auf dem ersten Platz wird mit 100 Prozent bewertet. Alle anderen Prozentangaben beziehen sich also auf das Verhältnis zum Spitzenreiter.

Foto: Suzuki

Platz 8: Skoda

Zusätzlich mussten die im Ranking vertretenen Marken noch eine weitere Hürde schaffen: Einen Marktanteil von 0,2 Prozent im Gesamtjahr 2012, was rund 6.000 neu zugelassenen Fahrzeugen entspricht. Damit sollen Exoten, die in geringer Stückzahl an Sammler verkauft werden, ausgeschlossen werden – ihre Preise sind meist konstant oder steigen mit dem Alter sogar.

Für einen Volumenhersteller wie Skoda ist das natürlich kein Hindernis. Die Tschechen werden von Schwacke mit 86,0 Prozent bewertet und landen damit deutlich vor der Muttermarke Volkswagen, die mit 83,9 Prozent nur den zwölften Rang belegt.

Foto: Skoda

Platz 7: BMW

BMW wird in dem Ranking mit 86,2 Prozent bewertet. Den Münchnern gelingt es immer wieder, selbst in volumenstarken Segmenten wie der Mittelklasse oder bei Kompakt-SUVs wertstabile Autos zu bauen.

Foto: BMW

Platz 6: Audi

Mit 86,9 Prozent landet Audi knapp vor BMW auf dem sechsten Rang. Die Konkurrenz aus Stuttgart haben die beiden bayrischen Autobauer aber deutlich hinter sich gelassen: Mercedes-Benz wird nur auf Rang 14 gelistet (83,3 Prozent), dessen Kleinwagentochter Smart hat es auf Platz 29 gerade noch so in das Ranking geschafft (69,9 Prozent)

Foto: Audi

Platz 5: Mini

Da steht die Kleinwagenmarke von BMW deutlich besser da als Smart: Die kultigen Minis sind auch gebraucht beliebt, was die Preise nur langsam fallen lässt. 90,2 Prozent sind ein deutlich besserer Wert als der von BMW selbst.

Foto: Mini

Platz 4: Jeep

SUVs und Geländewagen sind derzeit so gefragt wie nie zuvor. Jeep profitiert von dem Boom, 2014 konnten die Amerikaner in Deutschland um 44 Prozent zulegen. Doch nicht nur die Neuwagen verkaufen sich gut, auch die Gebrauchten sind gefragt – was sich auf den Preis auswirkt. Deshalb bewerten die Schwacke-Experten Jeep mit 90,5 Prozent.

Foto: Fiat

Platz 3: Dacia

Der dritte Platz von Dacia zwischen all den Nobelkarossen mag auf den ersten Blick verwundern, ist aber dennoch logisch. Bei teuren Autos, die nur mit hohen Rabatten verkauft werden, droht auch ein hoher Wertverlust. Und wo mit Nachlässen geknausert wird, da wird auch für die Gebrauchtwagen relativ viel Geld bezahlt. Auf die niedrigen Preise von Dacia gewähren die Händler aber kaum Rabatt, weshalb man für einen Gebrauchten mehr Geld verlangen kann – weil der Neuwagen ohne Nachlass verhältnismäßig teuer ist. Für Dacia bedeuten die 92,4 Prozent den Bronzerang.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 2: Land Rover

Ganz vorne liegen aber Marken, die auch gebraucht begehrt sind und deshalb teuer bleiben. Land Rover profitiert hier wie Jeep vom SUV-Boom. Mit einem Unterschied: Die luxuriösen Briten, wie etwa der Range Rover Sport im Bild, sind begehrter als ein Brot-und Butter-Jeep – und mit 96,6 Prozent auch noch ein bisschen wertstabiler.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 1: Porsche

Porsche schlägt hier doppelt zu: Zum einen gelten die Sportwagen aus Stuttgart-Zuffenhausen seit jeher als besonders wertstabil, zum anderen hat Porsche mit dem Cayenne und dem Macan auch zwei sehr erfolgreiche SUVs im Programm. Das führt dazu, dass Porsche im Schwacke-Ranking mit 100 Prozent die Referenz für alle anderen Restwerte bildet.

Foto: Porsche

Statt nach einem anderen Modell zu suchen, rät Malte Krüger, Geschäftsführer der größten deutschen Gebrauchtwagen-Börse mobile.de, an einem anderen Ort zu suchen. „Oft sind der Preis und die Nähe zum Wohnort die wichtigsten Kriterien bei der Gebrauchtwagensuche“, sagt Krüger. „Es lohnt sich aber ein Blick über die Grenzen der Stadt oder des Bundeslandes hinaus. So sind zum Beispiel SUVS in Mecklenburg-Vorpommern im Schnitt 15 Prozent günstiger als in Baden-Württemberg.“

Wo finde ich Informationen über das Auto?

„Es kann ein guter Anfang sein, einfach im Bekanntenkreis zu fragen“, sagt Jürgen Wolz, technischer Leiter beim TÜV Süd. „Oft haben Bekannte oder Verwandte bereits hilfreiche Erfahrungen mit einem Modell oder auch einer Händler-Werkstatt in der Nähe gemacht.“ Als Lektüre empfiehlt der Autoexperte unter anderem den TÜV-Report, die ADAC-Pannenstatistik und Dauertests der Fachmagazine. „Die bilden aber nicht den gesamten Markt ab, über exotische Modelle sagen sie wenig aus.“

Das gilt auch für Gebrauchtwagentests in den Fachmedien. Hier wird meist ein Fahrzeug unter die Lupe genommen. Dabei werden zwar auch die baureihenspezifischen Mängel genannt, von dem Zustand des gefahrenen Exemplars kann aber nur bedingt auf ein anderes Fahrzeug desselben Modells geschlossen werden.

Kryptische Kürzel in Auto-Anzeigen
Erste oder zweite Hand – dieses Kürzel gibt die Anzahl der Vorbesitzer an.
4WD und AWD stehen für Four-Wheel-Drive oder All-Wheel-Drive, sprich Allrad-Antrieb. Steht FWD in der Anzeige, handelt es sich um ein Auto mit Frontantrieb, bei RWD (Rear-Wheel-Drive) werden die Hinterräder angetrieben.
Das Kürzel steht für die Hauptuntersuchung. In der Regel steht noch dabei, wann die nächste HU fällig wird oder wie lange die aktuelle Hauptuntersuchung noch gültig ist.
Über das Kürzel ACC dürften eher Interessenten von neuwertigen Premiumautos stolpern: ACC steht für Adaptive Cruise Control und meint die automatische Geschwindigkeitsregelung. Das ist ein von einem Radar unterstützter Tempomat, der bei zu dichtem Auffahren auf das vorausfahrende Auto selbstständig abbremst und den eingestellten Abstand einhält.
Taucht dieses Kürzel auf, hat das Auto eine Klimaanlage.
Wenn das Kürzel ATM in der Anzeige auftaucht, ist Vorsicht geboten: ATM steht für Austauschmotor. Dann gilt es, den Rest des Fahrzeuges genauer zu begutachten: Wenn die Substanz des Autos stimmt, ist ein Austauschmotors positiv zu bewerten. Wenn der Motor aber nicht wegen eines technischen Problems, sondern wegen mangelnder Pflege getauscht werden musste, sollte man von diesem Angebot die Finger lassen.
CNG steht für Compressed Natural Gas – es ist ein Erdgasfahrzeug. Achtung: Nicht mit LPG verwechseln!
Das annoncierte Fahrzeug hat einen Dieselpartikelfilter. Wichtig für die Kunden, die mit ihrem Diesel auch in Umweltzonen fahren wollen.
Das elektronische Stabilitätsprogramm ESP, bei vielen Herstellern auch DSC (Dynamic Stability Control) genannt, gehört bei den meisten Autos inzwischen zum Standard.
DSG steht für Direktschaltgetriebe – das ist die von Volkswagen eingeführte Bezeichnung für ein Doppelkupplungsgetriebe, eine besondere Art Automatikgetriebe. Die Abkürzung DKG hat sich nicht durchgesetzt, sodass in Anzeigen auch außerhalb des VW-Konzerns das Kürzel DSG üblich ist.
Kurz und knapp: elektrische Fensterheber.
EZ steht für Erstzulassung. Das nachfolgende Datum gibt an, wann das Auto erstmals von einem Händler oder Käufer zugelassen wurde. Sobald eine Erstzulassung vorliegt, handelt es sich um einen Gebrauchtwagen, sonst ist es ein Neuwagen.
Wenn FP in der Anzeige steht, will der Verkäufer nicht über den Preis verhandeln – der Festpreis ist also fix.
Der beworbene Wagen steht auf Leichtmetallfelgen, umgangssprachlich auch Alufelgen genannt.
LPG steht für Liquified Petroleum Gas und wird in Duetschland auch als Autogas verkauft. Nicht mit Erdgasfahrzeugen (CNG) verwechseln: Es handelt sich um unterschiedliche Systeme, die nicht miteinander kompatibel sind – wie Benzin und Diesel.
Mit dem NP (Neupreis) gibt der Käufer bekannt, was das Auto als Neuwagen ursprünglich gekostet hat.
SH heißt, dass der Wagen Scheckheft-gepflegt ist. Tipp: Nicht nur auf die Angabe vertrauen, sondern auch bei dem Besichtigungstermin das Scheckheft zeigen lassen.
Der Wagen hat nicht einen SD-Karten-Slot für Musikdateien, sondern ein Schiebedach.
Anders als beim Festpreis (FP) lässt der Verkäufer hier mit sich über den Preis reden, schließlich hat er in der Annonce nur eine Verhandlungsbasis genannt.
WA steht für Werksangehörigen. Soll heißen, ein Mitarbeiter des Händlers oder Autobauers ist den Wagen über ein spezielles Mitarbeiterleasing gefahren. Solche Fahrzeuge sind oft etwas teurer, aber meist in einem sehr guten Zustand.
Neben den Sommerreifen ist auch noch ein Satz Winterreifen dabei. In Anzeigen oft auch als "achtfach bereift" bezeichnet.
Heute bei den meisten Gebrauchtwagen Standard: die Zentralverriegelung.

Die Daten, die der TÜV-Report etwa über die Ergebnisse der Hauptuntersuchungen oder der ADAC über die Einsätze seiner Pannenhelfer sammelt, sind eher Hinweis denn konkrete Kaufempfehlung. „Generelle Daten über ein Modell zeigen eine Tendenz, ob eine Baureihe zuverlässiger ist oder eher nicht. Beim Gebrauchtwagenkauf kommt es aber letztendlich immer auf den individuellen Zustand des Fahrzeugs an“, so Wolz.

Oft kann sich auch ein Besuch bei verschiedenen Händlern lohnen. Zum Teil sagt beim Schlendern über den Parkplatz ein Modell spontan zu. Zudem bekommt man einen Eindruck, in welchem Zustand die Gebrauchtwagen je nach Alter sind. Ob der Händler die Schwächen seines Autos aber ähnlich offen anspricht wie der Fachmann aus dem Bekanntenkreis, darf angezweifelt werden.

Woraus sich der Preis eines Neuwagens zusammensetzt
Der Listenpreis (brutto) des untersuchten Kompaktwagens liegt bei 26.780 Euro.Quelle: Institut für Automobilwirtschaft (IFA)
Der Staat kassiert bei diesem Neuwagenpreis 4.276 Euro Mehrwertsteuer, was bei unserem Kompaktwagen zu einem Nettolistenpreis von 22.504 Euro führt. Dieser Nettopreis wird im Folgenden als 100 Prozent betrachtet.
9.789 Euro oder 43,5 Prozent des Nettopreises
2.250 Euro oder 10 Prozent des Nettopreises
2.138 Euro oder 9,5 Prozent des Nettopreises
1.350 Euro oder 6 Prozent des Nettopreises
1.013 Euro oder 4,5 Prozent des Nettopreises
563 Euro oder 2,5 Prozent des Nettopreises
450 Euro oder 2 Prozent des Nettopreises
Beim Händler bleiben 3.713 Euro oder 16,5 Prozent des Nettopreises hängen
Bei einem Nettopreis von 22.504 Euro kann der Hersteller 1.238 Euro oder 5,5 Prozent als Gewinn verbuchen

Wie kann ich seriöse von unseriösen Annoncen unterscheiden?

Jeder Gebrauchtwagenkäufer versucht, den Traumwagen zum Schnäppchenpreis zu finden. Genau diese Sehnsucht können sich Betrüger zunutze machen: Mit unschlagbar günstigen Angeboten verleiten sie Gebrauchtwagenkäufer zu unklugen Entscheidungen – etwa zu Zahlungen per Vorkasse, weil der Traumwagen noch im Ausland steht und die Kosten für den Transport vorab beglichen werden sollen. Hier ist Vorsicht geboten: Ist ein Angebot zu schön, um wahr zu sein, ist es das meist nicht.

Auch die Art der Kontaktaufnahme kann ein Hinweis sein. Möchte ein Händler nur per Mail kommunizieren, ist das verdächtig – ein seriöser Händler muss auch per Telefon, nach Möglichkeit über einen Festnetzanschluss, erreichbar sein. Ist die angegebene Telefonnummer falsch, sollten Sie das Inserat bei der Online-Börse als verdächtig melden.

Gebrauchtwagen erfreuen sich in Deutschland großer Beliebtheit. Nur 7,9 Prozent der über das Online-Portal check24.de vermittelten Autoversicherungen entfallen auf Autos, die jünger als 12 Monate sind. Besonders häufig fahren 60-69-Jährige neuere Autos, zwei von fünf Autos von Fahrern dieser Altersgruppe sind jünger als fünf Jahre. Je jünger die Autofahrer sind, desto häufiger fällt ihre Wahl auf einen Gebrauchtwagen. Wer bei seinem Familienauto dennoch auf eine stabile Restwertentwicklung achten will, sollte sich das Restwert-Ranking des Informationsdienstleisters Schwacke genauer anschauen. Wir stellen die besten zehn Autos in den folgenden Bildern vor.

Foto: AP

Absolut preisstabilstes Modell ist demnach das Kompakt-SUV Range Rover Evoque. Nach drei Jahren und der klassentypischen Laufleistung von 45.000 Kilometern kommt die frontgetriebene Einstiegsversion (110 kW/150 PS, Diesel) des Lifestyle-Modells aktuell auf einen Restwert von 69,6 Prozent.

Foto: Presse

Knapp dahinter folgt das Mittelklasse-SUV BMW X3 xDrive 35d (230 kW/313 PS, Diesel) mit Automatik, der auf dem Gebrauchtwagenmarkt noch 69,3 Prozent seines ursprünglichen Listenpreises generiert.

Foto: Presse

Rang drei erobert mit dem kompakten Audi Q3 2.0 TDI (103 kW/140 PS, Diesel) ebenfalls ein SUV. Der Ingolstädter Ableger des VW Tiguan erreicht einen Restwert von 68,5 Prozent und teilt sich seinen Platz ...

Foto: Presse

... mit dem Mini Cooper SD Countryman, der gleichzeitig die Spitzenposition unter den Kleinwagen hält und dort ...

Foto: Presse

... sein Schwestermodell Mini Cooper Clubman mit 66,7 Prozent knapp hinter sich lässt.

Foto: Presse

Eine Klasse tiefer stellt der kleine VW Up mit 65,2 Prozent den Bestwert.

Foto: Presse

In der Kompaktklasse liegt das BMW 125i Coupé mit 63,8 Prozent in Front.

Foto: Presse

Restwert-Champion der Mittelklasse ist der Audi A5 1.8 TFSI Sportback mit 62,8 Prozent.

Foto: Presse

Das Segment der Kompakt-Vans führt der Toyota Verso S 1.33 mit 63,8 Prozent an.

Foto: Presse

Generell fällt der gute Werterhalt von Importmodellen auf; gegenüber früheren Erhebungen haben sich die ausländischen Marken laut Schwacke spürbar verbessert. So finden sich unter anderem auch der Dacia Logan 1.6 MCV (62,2 Prozent), ...

Foto: Presse

... der Skoda Superb Combi 1.4 TSI (59,9 Prozent) und der Kia Sportage 1.6 GDI 2WD auf den vorderen Plätzen in ihren Segmenten.

Foto: Presse

Einen Kaufvertrag sollten Sie erst unterschreiben, wenn Sie von dem Wagen überzeugt sind und alle Dokumente und Belege auf dem Tisch liegen. Und kaufen Sie auch nur genau das Auto, das Sie Probe gefahren sind. Ausreden wie „Dieser Wagen ist schon verkauft, ich besorge Ihnen aber ein gleichwertiges Fahrzeug“ zählen nicht – ein anderes Auto macht wieder eine neue Besichtigung und Probefahrt notwendig. Unterschreiben sollten Sie in diesem Fall nichts!

Generell gilt: Im Zweifelsfall lieber auf ein vermeintliches Schnäppchen verzichten als ein zu hohes Risiko eingehen.

Markenhändler, freier Handel oder doch privat?

Hier kommt es darauf an, was der Käufer will. Ältere und günstigere Gebrauchtwagen sind eher von privaten Verkäufern und im freien Handel zu finden, Jahreswagen stehen meist beim Markenhändler auf dem Hof. „Junge Gebrauchtwagen von einem Markenhändler sind ein guter Tipp“, sagt Wolz. „Die Hersteller nehmen ihre Leasingfahrzeuge zurück, bereiten sie auf und reparieren wenn nötig. Dazu gibt es oft eine Gebrauchtwagen-Garantie. Damit bin ich als Käufer recht gut abgesichert.“

Platz 10: Porsche 911

Der Porsche 911 ist für viele ein Traumwagen, aber kaum bezahlbar. Deshalb kann man ja ab und zu nachschauen, ob das Portemonnaie wenigstens einen gebrauchten 911er her gibt. Auf den Sportwagen aus Zuffenhausen entfielen im April 2015 1,6 Prozent aller Suchanfragen bei der größten deutschen Gebrauchtwagen-Börse mobile.de.

Foto: REUTERS

Platz 9: VW Passat

Statt dem Bauch beim 911er dürfte beim Passat eher der Kopf entscheiden. Dennoch ist der Dienst- und Familienwagen bei den mobile.de-Nutzern beliebt: 2,23 Prozent aller Suchanfragen lauteten "Passat".

Foto: REUTERS

Platz 8: BMW X-Baureihe

SUVs sind in Deutschland beliebt, keine Frage. Dennoch ist es etwas unfair, den achten Platz mit den restlichen Modellen zu vergleichen: Mobile.de weißt hier nur die "X-Reihe" von BMW mit 2,27 Prozent aller Suchanfragen aus. Darunter fallen aber vom kompakten X1 bis zu den großen X5 und X6 (im Bild) mehrere Modelle.

Foto: CLARK/obs

Platz 7: Audi A6

Ab jetzt folgen die deutschen Dienstwagen-Klassiker. Sprich: Limousinen und Kombis der unteren und oberen Mittelklasse von Audi, Mercedes und BMW – mit einer Ausnahme. Den Anfang macht der Audi A6 mit 2,41 Prozent der Suchanfragen.

Foto: CLARK/obs

Platz 6: Audi A4

Mit 2,65 Prozent etwas beliebter als der größere und teurere A6 ist der kleine A4. Zum Vergleich: Der Kompaktwagen A3 hat mit 1,53 Prozent knapp die Top Ten verpasst.

Foto: CLARK/obs

Platz 5: Mercedes C-Klasse

Auf das Audi-Duo folgt das Mercedes-Duo, allerdings in umgekehrter Reihenfolge. Hier liegt die kleinere C-Klasse mit 2,69 Prozent knapp hinter...

Foto: dpa

Platz 4: Mercedes E-Klasse

... der größeren E-Klasse. Die Business-Limousine der Stuttgarter liegt mit 3,24 Prozent ein gutes Stück vor dem kleineren Schwestermodell.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 3: BMW 5er

Im mobile.de-Ranking müssen sich Audi und Mercedes der Konkurrenz aus München geschlagen geben: Mit 3,38 Prozent liegt die 5er Baureihe von BMW vor den entsprechenden Modellen aus Stuttgart und Ingolstadt.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 2: VW Golf

Gesprengt wird die deutsche Premium-Welt an der Spitze von dem VW Golf. Mit 3,66 Prozent muss sich der Bestseller aus Wolfsburg mit dem zweiten Platz begnügen. Wohl eines der wenigen Rankings in Deutschland, welches nicht vom Golf angeführt wird.

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 1: BMW 3er

Die Goldmedallie geht mit deutlichem Vorsprung an den 3er BMW. Mit 4,03 Prozent kann er als einziges Modell die 4-Prozent-Hürde bei den Suchanfragen knacken.

Foto: WirtschaftsWoche

Bei freien Händlern sei es ein guter Anhaltspunkt, ob der Betrieb über eine eigene Werkstatt verfüge. „Mit Werkstatt checkt und repariert er die Autos selbst“, so der TÜV-Experte. „Ohne Werkstatt ist es meist nur ein An- und Verkauf, der möglichst ohne zusätzliche Kosten weiterverkaufen will. Da ist Vorsicht und eingehende Inaugenscheinnahme geboten.“

Eine Werkstatt fällt bei Privatverkäufern natürlich weg, der Interessent muss den Angaben des Verkäufers vertrauen. Dieser haftet zwar im Gegensatz zu Händlern nicht für Sachmängel, muss sich aber auch an das halten, was er verspricht.

Wie wichtig sind die Vorbesitzer des Gebrauchtwagens?

TÜV-Experte Wolz fasst es in einer Grundregel zusammen: „Je älter ein Auto ist, desto relevanter wird die Pflege durch den Vorbesitzer.“ Jungen Gebrauchten schadet auch ein etwas rauerer Umgang nur wenig. Bei älteren Autos – der deutsche Durchschnitts-Gebrauchte hat immerhin 6,2 Jahre auf dem Buckel – kann es aber durchaus relevant werden, ob der Wagen auf der Kurzstrecke im städtischen Stop-and-Go-Verkehr unterwegs war, Hunderttausende Kilometer auf der Autobahn gefressen oder den Großteil seines Lebens in einer wohl klimatisierten Garage verbracht hat.

„Pauschale Aussagen, welche Anzahl an Vorbesitzern oder welche Laufleistung noch gut ist, kann man kaum treffen“, sagt Krüger. „Es gibt Autos mit vier Vorbesitzern, die in einwandfreiem Zustand sind. Andere sind bereits von einem verschlissen.“

Die Checkliste für den Rundgang
Gummidichtungen an Türen und Scheiben müssen biegsam und geschmeidig sein. Sind sie bereits porös oder rissig, ist Vorsicht geboten.
Farbunterschiede, Wellen oder matte Stellen deuten auf schlecht reparierte Schäden hin. Bei alten Autos kann zusätzlich mit einem Magneten kontrolliert werden, ob Rostschäden unter dem Lack gespachtelt wurden oder nicht: Hält der Magnet, ist noch Metall unter dem Lack. Fällt er runter, hat man es mit großen Mengen Spachtelmasse zu tun.
Lichtcheck: Funktionieren alle Scheinwerfer und Leuchten? Sind alle Scheiben und Gehäuse intakt?
Ist irgendwo Öl zu sehen? Sichtbare Tropfen oben oder unten am Motor und Getriebe deuten auf kaputte Dichtungen oder Schlimmeres hin – es wird auf jeden Fall teuer.
Wie alt sind die Reifen? Die sogenannte DOT-Markierung an der Seite gibt an, in welcher Kalenderwoche der Reifen produziert wurde (0513 stammt zum Beispiel aus der 5. Kalenderwoche des Jahres 2013). Sind die Reifen alt oder das Profil abgefahren(vorgeschrieben sind 1,6 Millimeter, Experten empfehlen mindestens zwei bis drei Millimeter), müssen sie ersetzt werden. Sind die Reifen ungleichmäßig abgefahren, hat das Fahrwerk eine Macke. Auch über den Umgang des Fahrers mit dem Auto können die Reifen einiges aussagen: Wurden zum Beispiel bei einem Sportwagen mit Heckantrieb nur die beiden Reifen an der Hinterachse durch neuere ersetzt, deutet das darauf hin, dass der Vorbesitzer öfters die Leistung seines Autos ausgenutzt hat – mit weiteren Folgen für Fahrwerk und Motor.
Die Auspuffrohre unter dem Auto und der Schalldämpfer am Heck sind der Witterung und dem Straßendreck die ganze Zeit ausgesetzt: Auf Rost achten!
Sind die Spalte an Türen, Motorhaube, Kofferraumdeckel oder Stoßstangen überall gleichmäßig breit? Passt etwa ein Finger am einen Ende der Motorhaube in den Spalt, am anderen aber nicht mehr, ist irgendetwas verzogen. Der Wagen hatte vermutlich einen Unfall.

Selbst ehemalige Mietwagen sind heute kein No-Go mehr. Sprüche wie „Don’t be gentle to your rental“ oder „Das schnellste Auto ist das, das dir nicht gehört“ beschreiben zwar freundlich, wie viele Fahrer mit ihrem Mietwagen umgehen, grundsätzlich ausschließen muss man sie als Gebrauchten aber nicht mehr.

Die Anbieter tauschen ihre Fahrzeuge zum Teil nach wenigen Monaten bereits wieder aus, zudem werden sie über entsprechende Service-Verträge mit den Herstellern oft regelmäßiger gewartet als so manch Privatwagen. Ein zweiter Blick ist laut Wolz aber dennoch angebracht. „Bei ehemaligen Mietwagen muss man genauer hinschauen“, sagt der TÜV-Experte. „Generell sind aber die Fahrzeuge qualitativ besser geworden, so dass sie auch mehrere Mieter aushalten.“

Genau genommen ist der Renault Twizy kein Elektroauto, in der Zulassungsstatistik läuft er als Quad. Dennoch kann er als preisgünstiger Einstieg in die Elektro-Welt herhalten. Dabei zeigt sich der kleine Elektroflitzer erstaunlich wertstabil: Neu ist er ab 7.000 Euro zu haben, die Gebraucht-Preise liegen in einem Ranking des Vergleichportals AutoUncle.de bei 6.850 Euro. Dafür gibt es einen Twizy des Jahrgangs 2012, der im Schnitt bereits 9.500 Kilometer gefahren ist. Für das Ranking haben die Gebrauchtwagen-Experten die Internet-Inserate von 1.589 in Deutschland zum Verkauf angeboteten Elektroautos untersucht. Einzige Voraussetzung neben dem Elektro-Antrieb: Von jedem Modell mussten mindestens 20 Inserate vorliegen, um Exoten auszuschließen.

Leistung: bis zu 18 PS
Akku: 6,1 kWh
Reichweite: 100 km (NEFZ)

Foto: dpa

Eine weitere Erkenntnis der Studie: Elektroautos sind am häufigsten weiß lackiert – über die Hälfte der aktuell zum Verkauf stehenden Elektroautos sind in neutralem Weiß gehalten. Wie auch dieser Citroën C-Zero. Das Trio Mitsubishi EV, Peugeot iOn und Citroën C-Zero läuft baugleich in Japan vom Band. Als Gebrauchtwagen unterscheiden Sie sich aber deutlich: Von 11.995 Euro für den C-Zero (7.226 Kilometer) über 13.945 Euro für den iOn mit 14.722 Kilometern bis zum Mitsubishi für glatte 16.000 Euro (17.578 Kilometer) ist die Bandbreite groß. Wer nicht an eine Marke gebunden ist, kann hier einige tausend Euro sparen.

Leistung: 67 PS
Akku: 16 kWh
Reichweite: 150 km

Foto: dpa

Trotz der Limousinen-Form taugt der Fluence kaum als Familienauto, der Kofferraum ist zum Großteil mit Akkus gefüllt. Deshalb hat sich der Fluence auch nie so recht durchgesetzt – entsprechend sehen die Gebrauchtwagenpreise aus. Statt des Neupreises von 25.950 Euro wird ein Fluence des Jahrgangs 2012 mit 9.850 Kilometern für gerade einmal 14.980 Euro gehandelt. Übrigens: Nur sechs Prozent der Elektroauto-Angebote kommen von Privatverkäufer, der Großteil von Händlern.

Leistung: 95 PS
Akku: 22 kWh
Reichweite: 185 km

Foto: WirtschaftsWoche

Für einen neuen Kangoo ZE verlangt Renault 22.660 Euro zuzüglich der monatlichen Kosten für die Batterie. Gebraucht gibt es den Elektro-Lieferwagen bereits ab 17.895 Euro. Für diesen Preis hat der Kastenwagen aus dem Jahr 2012 im Schnitt 6.550 Kilometer auf der Uhr.

Leistung: 44 kW
Akku: 22 kWh
Reichweite: 170 km

Foto: WirtschaftsWoche

Neu kostet ein Smart Fortwo electric drive 18.910 Euro – mindestens, denn die Aufpreisliste ist lang. Gebraucht kostet ein Elektro-Smart des Jahrgangs 2014 nicht viel weniger: AutoUncle listet den kleinen Zweisitzer mit 17.990 Euro bei 4.565 Kilometern Laufleistung. Da der Wagen fast neuwertig ist, liegen auch die Preise noch fast auf Neuwagen-Niveau. Die Gebrauchten dürften aber etwas besser ausgestattet sein als ein "nackter" Neuwagen.

Leistung: 75 PS
Akku: 17,6 kWh
Reichweite: 145 km

Foto: Daimler

Beim Renault Zoë gibt es zwei Dinge zu beachten: Er kann nicht an einer Haushaltssteckdose geladen werden, eine Wallbox ist Pflicht. Hat man aber eine Ladesäule gefunden, gehört der Zoë zu den Schnellladern. Verglichen mit anderen Elektroautos ist sein Wertverlust auch relativ groß: Statt zum Neupreis von 21.700 Euro werden gebrauchte 2014er-Modelle mit 5.900 Kilometern für 19.028 Euro gehandelt. Aber Vorsicht: Beim Zoë fallen monatliche Zusatzkosten für die Batterie an.

Leistung: 120 PS
Akku: 22 kWh
Reichweite: 210 km

Foto: WirtschaftsWoche

Größer ist die Differenz zwischen Neuwagen- und Angebotspreis beim VW e-Up. Mit durchschnittlich 4.696 Euro haben die angebotenen e-Ups eine ähnliche Laufleistung wie der Smart, sind aber aus dem Jahr 2013. Mit 21.950 Euro im Internet unterbietet der Elektro-VW den Neuwagenpreis von 26.900 Euro deutlich.

Leistung: 82 PS
Akku: 18,7 kWh
Reichweite: 160 km

Foto: Volkswagen

Weltweit ist der Leaf mit über 160.000 verkauften Autos das erfolgreichste E-Mobil auf dem Markt. 2014 waren 26 Prozent aller europaweit neu zugelassenen Pkw mit reinem E-Antrieb Nissan Leafs. Nissan bietet den Leaf ab 23.790 Euro an, dann muss allerdings die Batterie gegen monatliche Kosten extra geleast werden. Gegen einen höheren Kaufpreis ist die Batterie ohne monatliche Mehrkosten mit drin. Deshalb muss bei einem Gebrauchtwagenpreis von 24.990 Euro für einen 2013er-Leaf mit 5.912 Kilometern darauf geachtet werden, ob die Batterie noch dazu geleast werden muss oder nicht.

Leistung: 109 PS
Akku: 24 kWh
Reichweite: 199 km

Foto: Nissan

Bis zu 80 Kilometer legt der Opel Ampera rein elektrisch zurück. Geht die Energie zur Neige, springt ein Range Extender automatisch an. Der kleine Verbrennungsmotor (86 PS) arbeitet als Generator und speist den Elektromotor (150 PS) mit Strom. Mehr als 500 Kilometer Reichweite sind laut Opel so möglich. Der Normverbrauch liegt bei 1,2 Litern auf 100 km (27 g CO2/km). Innerhalb von vier Stunden ist die Batterie nach Herstellerangaben an der Steckdose wieder aufgeladen. 45.900 Euro haben Ampera-Käufer für ein neues Exemplar bezahlt, gebraucht wird er mit 26.765 Euro gehandelt. Mit 14.638 Kilometern ist die Laufleistung auch etwas höher als bei den anderen Elektroautos in dieser Liste – dank des Range Extenders aber auch die Reichweite.

Leistung: 150 PS

Akku: 8,8 kWh

Reichweite: 80 km

Foto: Opel

Fast schon ein Schnäppchen ist der Ford Focus Electric: Als Neuwagen steht er mit 39.900 Euro im Prospekt, im Internet wird der Elektro-Ford noch für 28.890 Euro gehandelt. Die meisten Angebote sind vom Jahrgang 2013 und damit ein Jahr älter als zum Beispiel beim VW e-Golf. Mit 5.000 Kilometern ist die Laufleistung aber nicht höher.

Leistung: 145 PS
Akku: 23 kWh
Reichweite: 160 km

Foto: WirtschaftsWoche

Gerade einmal 1.000 Euro unter dem Neuwagenpreis werden gebrauchte e-Golf im Internet gehandelt, das Angebot liegt derzeit bei 33.950 Euro. Aber auch hier gilt: Die Ausstattung dürfte über dem Serienniveau liegen, die Laufleistung hält sich mit 5.000 Kilometern sehr in Grenzen. Wer auf den Wertverlust eines Neuwagens verzichten will und auf das ein oder andere Ausstattungsdetail oder die Wahl der Lackfarbe verzichten kann, sollte jetzt zugreifen.

Leistung: 116 PS
Akku: 24,2 kWh
Reichweite: 190 km

Foto: Volkswagen

Ganze 17 Euro lassen sich mit einer gebrauchten B-Klasse Electric Drive sparen. Zumindest theoretisch, denn in der Praxis dürfte mit dem ein oder anderen aufpreispflichtigen Extra der Neuwagenpreis des Elektro-Benz über den 39.151 Euro liegen, die Mercedes ausruft. Gebraucht listet AutoUncle die B-Klasse mit 39.134 Euro. Dafür gibt es fast einen Neuwagen: 2015er Jahrgang, 3.500 Kilometer auf der Uhr.

Leistung: 180 PS
Akku: 28 kWh
Reichweite: 200 km

Foto: Daimler

Bei BMW ist die Aufpreisliste in der Regel lang. Das zeigt sich auch beim i3: In der Preisliste steht ein nagelneuer Elektro-BMW ab 34.950 Euro. Der durchschnittliche Gebrauchtwagenpreis liegt beim i3 aber bei 41.895 Euro. BMW lässt sich eben viele Extras teuer bezahlen. Für diesen Betrag gibt es einen i3 des Jahrgangs 2014 mit 7.419 Kilometern auf der Uhr.

Leistung: 170 PS
Akku: 18,8 kWh
Reichweite: 190 km

Foto: BMW

Das mit Abstand größte, luxuriöseste und schnellste Elektroauto in dieser Liste ist das Tesla Model S – aber auch das teuerste. AutoUncle weist einen Durschnittspreis von 92.360 Euro für ein Exemplar des Jahrgangs 2014 mit 17.895 Kilometern aus. Um welche Variante es sich handelt – Motorleisung, Akkukapazität und Reichweite können variieren – sagt die Liste nicht.

Die folgenden Daten beziehen sich auf das Modell P85, andere Varianten weichen von diesen Werten ab:

Leistung: 422 PS
Akku: 85 kWh
Reichweite: 502 km

Foto: WirtschaftsWoche

Worauf muss ich beim Besichtigungstermin achten?

Früher gab es in vielen Zeitungsanzeigen nur ein kleines Foto von der Größe einer Briefmarke – wenn überhaupt. Heute werden die Gebrauchtwagen in den Internet-Börsen mit bis zu 15 Bildern oder sogar einem kleinen Video beworben. Bereits in der Annonce kann sich der Interessent so einen guten Eindruck von dem Auto machen – eine Besichtigung ersetzen die Fotos aber noch lange nicht.

Selbst ein Laie kann bei einem Gang um den Wagen die wichtigsten Punkte kontrollieren:

Was Sie bei der Probefahrt beachten sollten
Bereits beim Kaltstart auf das Motorgeräusch achten. Springt er nur schwer an oder rasselt laut, können Probleme vorliegen. Hier ist derjenige im Vorteil, der bereits mehrere Exemplare eines Modells Probe gefahren ist. Er hört, wenn sich ein Motorengeräusch stark von einem anderen unterscheidet.
Lassen Sie auf gerader Strecke das Lenkrad los – natürlich nur, wenn es der Verkehr erlaubt. Zieht der Wagen nach rechts oder links, ist im besten Fall die Spur falsch eingestellt. Im schlimmsten Fall hat der Anbieter einen Unfallschaden verschwiegen, das ganze Auto kann verzogen sein.
Bei Autos mit Schaltgetriebe alle Gänge durchschalten, auch mit extremen Gangwechseln vom ersten in den vierten Gang. Alle Gangwechsel sollten sich ähneln. Sticht einer heraus, kann ein Schaden vorliegen.
Mit einer Vollbremsung können Sie das ABS überprüfen. Blockieren die Räder und bleiben Bremsspuren auf dem Asphalt, stimmt etwas nicht. Selbiges gilt, wenn der Wagen beim Bremsen nach rechts oder links zieht.
Auch nach einer Testfahrt mit höherem Tempo über die Autobahn oder nach einer Fahrt durch den Stop-and-Go-Verkehr sollten die Anzeigen für Kühlwassertemperatur und Öltemperatur im mittleren Bereich liegen – und nicht schwanken.

Viele Internet-Gebrauchtwagenbörsen und Autoclubs bieten auch entsprechende Checklisten zum Ausdrucken an.

Wer sich unsicher ist oder keinen Fachmann in der Bekanntschaft hat, der bei Besichtigung und Probefahrt dabei ist, kann das Auto auch von externer Stelle durchchecken lassen – etwa bei Prüfstellen von TÜV, Dekra und KÜS, in freien Werkstätten oder bei Autoclubs. Die Kosten hierfür liegen beim TÜV laut Wolz in etwa auf dem Niveau einer Hauptuntersuchung.

Christian Schäfer, Leiter Technik und Verkehr beim norddeutschen ADAC-Regionalclub Hansa empfiehlt sogar grundsätzlich einen technischen Check vor der Unterschrift. „Ich würde nie blind ein Auto kaufen“, sagt Schäfer. „Natürlich können wir nicht in den Motor schauen, aber auf der Hebebühne sieht man viel, kann den Allgemeinzustand beurteilen und feststellen, ob Verschleißteile wie Bremsen am Ende ihrer Lebenserwartung sind.“

Dazu kommen die Dokumente, denn der Verkäufer muss halten, was er verspricht. Lassen Sie sich die Zulassungsbescheinigung Teil I und II (umgangssprachlich Fahrzeugschein und –brief) zeigen, ebenso das Inspektionsscheckheft wenn versprochen, das Prüfprotokoll der letzten Hauptuntersuchung und falls ein Unfallschaden vorliegt den Reparaturbeleg.

Was kann ich bei der Probefahrt herausfinden?

Selbst wenn der Wagen die Sichtkontrolle überstanden hat, ist er noch lange nicht empfehlenswert. Einige Mängel – speziell bei beweglichen Teilen von Fahrwerk, Getriebe oder Motor – kommen erst beim Fahren ans Tageslicht. Eine ausführliche Probefahrt ist also Pflicht. Für Krüger fängt die Probefahrt bereits mit dem Starten des Motors an. „Bei der Probefahrt ist wichtig, dass der Händler den Wagen nicht hat warmlaufen lassen“, sagt Krüger. „Läuft der Motor beim Kaltstart unrund oder rasselt sogar, ist Vorsicht geboten.“

Auch während der Fahrt ist die Geräuschkulisse wichtig. „Kritisch sind komische Geräusche aus dem Motor, wenn das Getriebe hakelig schaltet oder irgendetwas während der Fahrt zu schleifen scheint“, sagt Wolz. „Dann lohnt sich der Vergleich mit einem ähnlichen Fahrzeug von einem anderen Händler.“

Neben etwaigen technischen Eigenheiten des Gebrauchtwagens kann der Kunde während den ersten Metern noch etwas ganz anderes feststellen: Ist das Auto, der zum Beispiel wegen seines Designs gefallen hat, immer noch der Richtige? „Fahren Sie nicht nur einmal um den Block, sondern auch ein paar Kilometer Autobahn“, sagt Schäfer. „Erst dann merken Sie, ob der Wagen für Sie passt oder nicht.“

Sagt der Wagen immer noch zu, geht es an die Preisverhandlung. Hier sollten Sie die Mängel aufzählen, die Ihnen bei der Besichtigung und Probefahrt aufgefallen sind. Voraussetzung für eine erfolgreiche Verhandlung: Man muss das Angebotsumfeld kennen. Informieren Sie sich über die Preise von vergleichbaren Angeboten, am besten vorab. Falls nicht: Die meisten Internet-Börsen bieten heute auch Apps für das Smartphone an.

Zuviel der Mühe? Keineswegs: „Die Hälfte der Verkäufer weiß, dass demnächst größere Reparaturen anfallen“, sagt Carsten Bräuer von der Dekra. Das bedeutet nicht, dass Sie niemandem mehr über den Weg trauen sollten – aber Vorsicht ist stets angebracht.

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