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Elon MuskNachwuchsingenieure arbeiten am Hyperloop

Das Super-Schnellzug-Projekt Hyperloop geht in die nächste Phase: Freitag und Samstag präsentieren mehr als 1000 Studenten ihre Kapsel-Konzepte. Wer überzeugt, kann den Prototyp bauen und im Sommer testen.Eva Mühle 29.01.2016 - 10:14 Uhr

So, oder so ähnlich: Eine Konzeptstudie von SpaceX zeigt, wie die Transportkapsel aussehen könnte.

Foto: AP

Es ist die Chance für Nachwuchsingenieure auf der ganzen Welt: Dieses Wochenende läuft das vom Weltraumunternehmen SpaceX ausgerufene "Hyperloop Pod Competition Design Weekend" auf dem Gelände der Texas A&M Universität. 124 Studententeams aus der ganzen Welt - darunter zwei Teams aus Deutschland - präsentieren Freitag und Samstag ihre Design-Konzepte für den Hyperloop. Dabei handelt es sich um eine Art superschnelle Rohrpost für Menschen, mit bis zu 1200 Kilometern pro Stunde.

Die Teams wollen die Jury, die hauptsächlich aus Ingenieuren von SpaceX und Tesla besteht, überzeugen und Sponsoren finden. Denn nur wer hier punktet, bekommt finanzielle Unterstützung, um "seinen" Hyperloop zu bauen und ihn noch in diesem Sommer auf einer Teststrecke fahren zu lassen. Im Juni soll es soweit sein, dann findet der Hyperloop Pod Competition in Los Angeles statt.

Tesla ins All

Der schillernde Unternehmer will im Januar einen Tesla in die Mars-Umlaufbahn schicken. Das kündigte Musk am Wochenende auf Twitter an. Sein eigener roter Roadster solle dort „eine Milliarde Jahre lang“ kreisen und dabei „Space Oddity“ von David Bowie spielen. Motto der Aktion: „Rotes Auto für einen roten Planeten.“ Der Start, der von Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX durchgeführt wird, ist zugleich ein wichtiger Test der neuen Rakete „Falcon Heavy“.

Foto: dpa

„Big Fucking Rocket“

Musks Raumfahrtunternehmen SpaceX will Menschen bereits in sieben Jahren per Rakete auf den Mars schicken. Das Hatte Musk im September 2017 beim Internationalen Astronauten-Kongress im australischen Adelaide angekündigt. SpaceX plane derzeit die Entwicklung einer Mega-Rakete namens „Big Fucking Rocket“ (BFR), die frühestens 2024 ein bemanntes Raumschiff mit Platz für bis zu 120 Menschen auf den Roten Planeten bringen soll. Bereits 2022 würden zwei Raumschiffe technische Ausrüstung auf den Mars bringen, um das Überleben von Menschen zu ermöglichen, sagte Musk. Die Mars-Pläne von Musk sind nicht ganz neu. Bereits Ende September 2016 hatte er eine Besiedlung geplant.

Foto: SapceX,AP

Mehrweg-Raketen
Es gilt als Meilenstein der Raumfahrt: Im Dezember 2015 kehrt mit der „Falcon 9“ erstmals eine Trägerrakete nach einer Mission heil und aufrecht zum Startplatz auf die Erde zurück. Nachdem sie elf Kommunikationssatelliten im All ausgesetzt hat, beschreibt sie in etwa die Bahn eines Kugelschreibers, der sich in der Luft um 180 Grad dreht. Auf dieser Kurve fliegt die „Falcon 9“ zurück und landet elf Minuten nach dem Start wieder in Florida. Im April 2016 bringt die „Falcon 9“ erstmals einen Frachter auf den Weg Richtung Raumstation ISS. Zuvor waren einige Versuche gescheitert.

Foto: dpa

Autopilot
Seit Oktober 2015 lässt der Elektroauto-Hersteller Tesla, an dessen Spitze Musk steht, seine Fahrzeuge automatisch die Spur und den Abstand halten. Außerdem sollen sie auch die Spur wechseln und einparken können. Kritik kommt an dem Fahrassistenz-System, als einige Monate später der erste Mensch bei einem Unfall in einem vom Computer gesteuerten Auto stirbt.

Foto: REUTERS

Autonomes Fahren
Im Oktober 2016 teilt Tesla mit, dass das Unternehmen als erstes in der Branche alle seine künftigen Fahrzeuge zu selbstfahrenden Wagen machen will. Dafür werden neu gebaute Autos mit der nötigen Technik für komplett autonomes Fahren ausgerüstet.

Foto: REUTERS

Super-Ladestationen
Die sogenannten „Supercharger“ brauchen rund 75 Minuten, um einen Tesla-Akku komplett aufzuladen und eine halbe Stunde für eine halbe Ladung. Ende 2017 gibt es laut Tesla 1.043 Supercharger-Stationen mit 7.496 Ladeplätzen.

Foto: REUTERS

Hyperloop
Mit einer „Hyperloop“ genannten Röhre will Musk irgendwann in der Zukunft per Unterdruck Passagiere mit nahezu Schallgeschwindigkeit wie eine Art Rohrpost transportieren. Im August 2013 stellt er seine Pläne für auf Luftkissen schwebende Kapseln vor. Das Vorhaben berechnet er mit bis zu 7,5 Milliarden US-Dollar.

Foto: REUTERS

"Ich bin nervös und mag das Warten nicht", sagt Student Nick Hemstreet vom Texas A&M HyperWhoopTeam kurz vor dem Start des Wettbewerbs. "Aber ich freue mich am meisten darauf, mit Vertretern aus der Industrie über unseren Vorschlag ins Gespräch zu kommen." Ähnlich sieht es seine Kommilitonin Katie Schneider. "Ich bin gespannt, was die anderen Teams machen." Die Tatsache, dass Unternehmer und SpaceX-Chef Elon Musk dafür bekannt ist, Nachwuchsingenieuren eine Chance zu geben und sie früh ins Unternehmen zu holen, dürften die Studenten im Hinterkopf haben.

Im Sommer vergangenen Jahres kam Erfinder Musk die Idee zum Wettbewerb, für den sich jeder mit einer Idee bewerben konnte. Durch die Aktion soll vor allem die Entwicklung des Hyperloops vorangebracht werden. Schon damals betonte Musk, dass es SpaceX nicht darum gehe, den Zug selbst zu bauen. Das würden andere Unternehmern später machen.

Freunde und Feinde von Elon Musk
Kimbal Musk Bruder, ebenfalls Unternehmer, Aufsichtsrat bei SpaceX und TeslaTosca Musk Schwester und erfolgreiche FilmemacherinMaye Musk Mutter, Ernährungsberaterin, Errol Musk Vater, IngenieurLyndon und Peter Rive Cousins, Musk war und ist an ihren verschiedenen Unternehmen beteiligt
Martin Eberhard Mitgründer und ursprünglicher Ideengeber von Tesla, wurde von Musk gefeuertHenrik Fisker Ex-BMWDesigner; Musk verklagte ihn erfolglos wegen IdeenklauJames McNerney Der CEO von Boeing rangelt mit Musk um Nasa-AufträgeJeff Bezos Der Amazon-Gründer will mit dem Start-up Blue Origin ebenfalls ins All
Larry Page Der Google-Gründer würde sein Milliardenvermögen eher Musk vermachen, als es wohltätigen Organisationen zu spendenJeffrey Brian Straubel Technikvorstand von Tesla, AntriebsexperteFranz von Holzhausen Tesla-ChefdesignerTom Mueller renommierter Raketenkonstrukteur, Mitgründer von SpaceX

Ein neuartiges Transportmittel, das Auto, Bahn und Flugzeug in den Schatten stellt - das ist Musks ehrgeiziges Ziel. Zum Design-Wochenende hat sich auch das US-Verkehrsministerium angekündigt. Minister Anthony Foxx will zusammen mit den Studenten die Zukunft des Transports im privaten Rahmen diskutieren. Nur der Samstag ist für die Öffentlichkeit bestimmt.

Neben Angeboten wie eine Hyperloop-Testfahrt dank Virtual-Reality-Headset Oculus Rift können sich die Besucher ein rund 18 Meter langes Hyperloop-Modell anschauen, das von Studenten der Universität Berkely entwickelt wurde.

Das Modell könnte schon bald testweise unterwegs sein. Denn seit Anfang dieser Woche ist klar, wer die 1,6 Kilometer lange Teststrecke nahe des SpaceX-Firmensitzes in Hawthrone bei Los Angeles bauen wird: das Fortune-500-Unternehmen Aecom. Noch im Frühjahr sollen die Bauarbeiten starten. Musk hatte das System bereits im Sommer 2013 vorgestellt.

Der Hyperloop - so die Vision - soll Passagiere von Los Angeles nach San Francisco unter 30 Minuten bringen. Nach einer längeren Anlaufzeit sind auch andere Unternehmen auf den Hyperloop-Zug aufgesprungen, wie das Start-up Hyperloop Transportation Technologies, das ebenfalls eine Teststrecke plant.

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