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Gildemeister-NachfolgeunternehmenDMG-Mori-Vorstand stimmt Beherrschungsvertrag mit Japanern zu

Der Vorstand des westfälischen Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori AG – ehemals Gildemeister – hat der Beherrschungsabsicht seines japanischen Großaktionärs zugestimmt. Die anderen Investoren sollen eine Abfindung erhalten.Reuters 27.05.2016 - 20:48 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

DMG Mori in Bielefeld soll demnächst aus Japan kontrolliert werden.

Foto: dpa

Der japanische Großaktionär DMG Mori Co kann beim westfälischen Werkzeugmaschinenbauer DMG Mori AG (ehemals Gildemeister) künftig durchregieren. Der Vorstand habe beschlossen, dem Abschluss des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zuzustimmen, teilte die DMG Mori AG am Freitagabend mit.

Demnach können die verbliebenen Aktionäre mit Beteiligungen von insgesamt rund 24 Prozent auf eine Abfindung von 37,35 Euro je Aktie hoffen. Diesen Betrag habe die Finanzaufsicht BaFin ermittelt. Basis sei der relevante Drei-Monats-Zeitraums vor dem 6. April. Damals wurden die Pläne für einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bekanntgemacht.

Den Angaben zufolge betrachtet der vom Aufsichtsrat gebildete Ausschuss für Kapitalmarktangelegenheiten die Höhe der Abfindung als angemessen. Er empfiehlt daher dem Aufsichtsrat, in der für den 2. Juni geplanten Sitzung dem Vorhaben zuzustimmen. Auch die Aktionäre der DMG Mori AG müssen auf der für den 15. Juli geplanten Hauptversammlung das Vorhaben noch absegnen.

Gildemeister und DMG Mori Co kooperieren seit 2009. Sie waren später mit Überkreuzbeteiligungen näher zusammengerückt. Im Frühjahr 2015 folgte ein Übernahmeangebot aus Japan, das wegen der mauen Nachfrage zweimal nachgebessert wurde. Zuletzt bot der Großaktionär 30,55 Euro für jede Aktie des inzwischen in DMG Mori AG umbenannten Partners. Erst Anfang April hat der US-Hedgefonds Elliott seine Beteiligung an der ehemaligen Gildemeister AG an die Japaner verkauft. DMG Mori Co hält derzeit rund 76 Prozent an der deutschen Tochter.

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