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UnicreditNeuer Chef für die Hypo-Vereinsbank-Mutter

Der italienische Bankkonzern Unicredit hat einen neuen Chef. Der ehemalige Investmentbanker Jean-Pierre Mustier steht künftig an der Spitze der Hypo-Vereinsbank-Mutter. 30.06.2016 - 16:26 Uhr aktualisiert

Die Großbank Unicredit hat einen Nachfolger für Chef Federico Ghizzoni gefunden.

Foto: REUTERS

Der französische Manager Jean-Pierre Mustier wird ab Mitte Juli neuer Chef der italienischen Großbank und Hypovereinsbank-Mutter Unicredit. Das teilte das Institut am Donnerstag in Mailand mit. Damit tritt der 55-Jährige die Nachfolge des Ende Mai ausgeschiedenen Vorstandschefs Federico Ghizzoni an.

Dieser war bei Aktionären in Ungnade gefallen wegen der schwachen Aktienkursentwicklung und der angespannten Kapitalausstattung der Hypo-Vereinsbank-Mutter aus Mailand.

Mustier, der früher das Investmentbanking von UniCredit und der Societe Generale leitete, galt zuletzt als Favorit. Im Rennen waren auch der frühere Intesa-Sanpaolo -Chef Corrado Passera, UBI-Banca-Chef Victor Massiah, der Italien-Chef der Deutschen Bank, Flavio Valeri, und der Italien-Chef von Credit Agricole, Giampiero Maioli.

Für den Franzosen ist es ein erstaunliches Comeback. Derzeit ist er Partner bei der vergleichsweise kleinen türkischen Fondsgesellschaft Tikehau Capital. In seine Zeit an der Spitze des Investmentbankings der französischen Societe Generale fiel der Handelsskandal um Jerome Kerviel, der zu Verlusten in Höhe von 4,9 Milliarden Euro führte. Später warf die Finanzaufsicht in seinem Heimatland Mustier Insiderhandel vor. Er wurde in diesem Zusammenhang zu einer Strafe von 100.000 Euro verurteilt. Mustier hatte stets seine Unschuld beteuert.

Bei der UniCredit muss er wieder für Vertrauen sorgen. Die italienischen Banken sitzen zusammen auf faulen Krediten von 360 Milliarden Euro, ein Drittel aller problembehafteten Darlehen in der Euro-Zone. Außerdem ist der UniCredit-Aktienkurs nach dem Ghizzoni-Rücktritt noch einmal um fast 40 Prozent eingebrochen.

dpa, rtr
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