Osram: Lampengeschäft soll an MLS aus China gehen
Halogenlampen von Osram.
Foto: dpaDen Zuschlag, so heißt es in Unternehmenskreisen, soll der Lampenriese MLS („Forest Lighting“) aus Südchina bekommen. Den Deal könnte Osram-Chef Olaf Berlien schon am kommenden Mittwoch bei der Vorlage der Quartalszahlen verkünden.
Zwar verhandelt Osram auch noch mit einem Finanzinvestor, doch die Chinesen sind klarer Favorit. Offiziell wollen sich weder Osram noch MLS äußern. In der Osram-Konzernspitze gibt es kaum einen Zweifel daran, dass MLS der richtige Investor ist.
Von Anfang an habe man einen Käufer gesucht, der „Erfahrung in der Lichtbranche hat und das Lampengeschäft verantwortungsvoll weiterentwickeln kann“, heißt es.
Siemens ist nicht nur Marktführer für Offshore-Windkraftanlagen - auch mit der Anbindung der Parks ans Festland und Systemen zur intelligenten Stromversorgung - Stichwort "Smart Grid" - macht der Konzern in der Energiewirtschaft gute Geschäfte. Das weckt Begehrlichkeiten bei General Electric.
Foto: dpaOsram
Wolfgang Dehen freut sich über die Erstnotiz der Aktie der Osram Licht AG. Das Unternehmen gehörte bislang Siemens und geht jetzt als eigenständiges Unternehmen an die Börse – die Siemens-Aktionäre werden beteiligt. Der erste Kurs lag am 8. Juli 2013 bei 24,00 Euro.
Foto: dpaSiemens Hausgeräte
Die bekannten Waschmaschinen, Kaffeeautomaten oder Staubsauger mit dem Siemens-Logo stammen in der Regel vom Gemeinschaftsunternehmen Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH (BSH), das bereits seit 1967 existiert. Im Jahr 2012 stieg der BSH-Umsatz um 1,5 Prozent auf 9,8 Milliarden Euro.
Foto: dapdGigaset
Das Geschäft mit schnurlosen Telefonen hat Siemens im Jahr 2008 an den Finanzinvestor Arques verkauft, der seit 2011 als Gigaset AG firmiert. Ein Streit über den Verkaufspreis zog sich bis weit in das Jahr 2010 hin, Siemens verzichtet schließlich wohl auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.
Foto: dapdSiemens Mobile
Der Verkauf der Handy-Sparte an den taiwanischen Elektronikkonzern 2005 war für Siemens ein unrühmliches Kapitel. Das Rennen mit Branchengrößen wie Nokia konnte Siemens nicht mithalten, doch auch unter den neuen Besitzer hatte das Unternehmen keine Zukunft. Die Firma mit etwa 7000 Mitarbeitern stellte Ende 2006 die Produktion ein.
Foto: APSiemens Networks
Das Geschäft mit der Ausrüstung für Telefonnetze brachte Siemens im Jahr 2007 in ein Gemeinschaftsunternehmen mit Nokia ein. Nokia Siemens Networks machte danach etliche Sparrunden durch. Anfang Juli kündigte Siemens den Verkauf seines 50-Prozent-Anteil für 1,7 Milliarden Euro an Nokia an. Das Geschäft solle im dritten Quartal abgeschlossen werden.
Siemens hatte bereits seit langem den Ausstieg aus dem Gemeinschaftsunternehmen gesucht. Mit dem Verkauf des NSN-Anteils treibe das Unternehmen die „Fokussierung auf unser Kerngeschäft weiter konsequent voran“, teilte Siemens-Finanzvorstand Joe Kaeser mit.
Infineon
Ähnlich wie Osram erging es auch der Chipsparte von Siemens. Sie wurde aber bereits zum Höhepunkt des Börsenbooms Anfang 2000 unter dem Namen Infineon an die Börse gebracht. Zunächst hielt Siemens noch einen Großteil der Aktien, gab diese aber bis 2006 alle ab. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Infineon 3,9 Milliarden Euro Umsatz und 432 Millionen Euro Gewinn mit den auch zukünftig fortgeführten Unternehmensteilen.
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Im Sommer 2008 verkündete der japanische Technik-Konzern TDK den Kauf von Epcos, einer ehemaligen Siemenssparte. Der Kaufpreis betrug etwa eine Milliarde Euro. Siemens hatte den Hersteller passiver Elektronikbauteile im Jahr 1999 gemeinsam mit dem Partnerunternehmen Matsushita an die Börse gebracht. Im Jahr 2012 beschäftigte Epcos etwa 23.600 Mitarbeiter. Seit 2009 ist die Firma nicht mehr an der Börse geführt.
Foto: dpa-dpawebSiemens Nixdorf
Der Geldautomatenhersteller firmiert seit 1999 unter dem Namen Wincor Nixdorf und war von Siemens vor der Jahrtausendwende an Finanzinvestoren verkauft worden, die das Unternehmen in den Folgejahren an die Börse brachten. Wincor Nixdorf erzielte im Geschäftsjahr 2011/12 einen Umsatz in Höhe von 1,5 Milliarden Euro und einen Gewinn von 32 Millionen Euro vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen.
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Das Zuliefergeschäft für die Automobilindustrie hat Siemens im Jahr 2007 für 11,4 Milliarden Euro an den Continental-Konzern verkauft.
Foto: dpaSiemens Computer Systems
Mit dem Geschäft mit Laptops, Servern und Speicherlösungen hatte Siemens relativ wenig Erfolg. Im Jahr 1999 brachte Siemens das Geschäft in das Gemeinschaftsunternehmen Fujitsu Siemens ein, im Jahr 2009 gingen die restlichen Anteile ebenfalls an Fujitsu. Unter anderem war in den Jahren zuvor auch die Sparte Siemens Business Services in die Gesellschaft integriert worden.
Foto: PRSiemens IT Solutions and Services
Nachdem Siemens im März 2010 eine großangelegte Stellenstreichung bei Siemens IT Solutions and Services (SIS) verkündete (im Bild der Interims-CEO Christian Oecking), wurde SIS Ende des Jahres für 850 Millionen Euro verkauft. Der französische Konzern Atos Origin übernahm die IT-Service-Sparte von Siemens, die etwa das Outsourcing von IT-Dienstleistungen anderen Unternehmen anbot. 15 Prozent an der heutigen Atos hält Siemens.
Foto: dpa
Siemens Concentrated Solar Power
Der Ausflug in die Solartechnik ab dem Jahr 2009 durch den Kauf einer israelischen Firma endete in einem Debakel. Etwa eine Milliarde Euro an Gesamtbelastungen einschließlich der aufgelaufenen operativen Verluste bedeutete das Geschäft für Siemens. Im Juni 2013 beschloss Siemens die Einstellung des Geschäfts.
Foto: dpa
MLS, 1997 gegründet, hat seinen Stammsitz in Zhongshan in Südchina und ist mit einem Umsatz von zuletzt mehr als einer Milliarde US-Dollar und rund 10.000 Mitarbeitern Marktführer bei LED-Lampen in China. Zum Osram-Lampengeschäft gehören Leuchtstoffröhren sowie Energiespar- und Halogenlampen und LED-Lampen für den Hausgebrauch, die so genannten LED-Retrofit.
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