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o2 BankDatenvolumen statt Zins

Der Markt für Smartphone-Banken wird immer größer, nach N26 startet nun Mobilfunkanbieter O2 eine Bank-App. Können sich die Branchen-Neulinge gegen etablierte Banken durchsetzen? 25.07.2016 - 16:25 Uhr

Mobilfunkanbieter o2 wird zur Bank.

Foto: obs

Wer braucht bei einer Bank schon Zinsen, wenn es sowieso kaum welche gibt. Der Mobilfunkanbieter o2 will das nun für sich nutzen und steigt ins Bankgeschäft ein. Statt Zins bietet o2 Banking seinen Kunden bis zu 500 Megabyte zusätzliches Datenvolumen. Je mehr Kunden die mobile Banking-App der Telefónica-Tochter nutzen, desto mehr Frei-Volumen bekommen sie.

Obwohl vor allem o2-Kunden vom Datenbonus profitieren, möchte der Mobilfunkanbieter nicht nur seine eigenen Kunden als Bankkunden gewinnen. Die App stehe allen Nutzern offen. Es ist kein Vertrag von o2, E-Plus oder Base nötig, heißt es.

o2 kooperiert für seine Bankdienstleistungen mit der Münchener Fidor Bank, Kunden erhalten eine Debit-Mastercard zum bezahlen. Wer die Online-Bank im App-Store heruntergeladen hat, kann per Klick und Video ein Konto eröffnen. Die Fidor Bank hat eine deutsche Banklizenz, es gilt also die deutsche Einlagensicherung für Guthaben bis zu 100.000 Euro.

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Danach will o2 seine Bankkunden je nach Nutzung staffeln. Bronze erhält, wer weniger als 100 Euro an monatlichen Umsätzen auf seiner Mastercard verbucht. Dann fällt eine monatliche Gebühr von 99 Cent an, trotzdem erlaubt auch der Bronze-Status eine kostenlose Abhebung pro Monat. Je mehr Umsätze Nutzer generieren, desto mehr Extras gibt es von o2. Gold-Nutzer, die das o2-Konto als Gehaltskonto verwenden oder mindestens 500 Euro Kartenumsatz monatlich vorweisen können zahlen keine Kontogebühren und können regelmäßig kostenlos Geld abheben.

Zweieinhalb Monate nach der Ankündigung ist o2 damit in den Wettbewerb um den mobilen Bankkunden eingestiegen. Der Markt ist zwar umkämpft, aber mit rund 43 Millionen Mobilfunkverträgen hat Telefónica in Deutschland eine komfortable Ausgangssituation. Dennoch dürfte der Markt für mobiles Banking in Zukunft noch umkämpfter werden. Erst vor wenigen Tagen hat das Fintech Number26, welches sich nun N26 nennt, die Banklizenz erhalten und will nun das gesamte Bank-Geschäft per Smartphone anbieten.

Eine gemeinsame Smartphone-Bank wollen auch mehrere Sparkassen gründen. Yomo soll die neue App heißen, für "your money". Noch gibt es dazu allerdings nicht viel mehr als eine freigeschaltete Webseite, die Sparkassen müssen ihren Wettbewerbern also zunächst den Vortritt lassen. Starten soll Yomo wohl im Herbst dieses Jahres.

lit
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