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EvonikChemiekonzern macht weniger Gewinn

Evonik muss im zweiten Quartal einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn hinnehmen. Dennoch schneidet der Konzern besser ab als von Analysten erwartet. 05.08.2016 - 08:17 Uhr aktualisiert

Evonik macht weniger Gewinn.

Foto: dpa

Preisrückgänge für wichtige Produkte wie Zusatzstoffe für Tierfutter lassen beim Chemiekonzern Evonik Gewinn und Umsatz weiter schrumpfen. Die Talfahrt verlangsamte sich von April bis Juni aber gegenüber dem ersten Quartal - der Konzern zeigte sich deshalb optimistischer und präzisierte seine Prognose für den operativen Ertrag 2016.

Im zweiten Quartal fiel der Umsatz wegen der gesunkenen Verkaufspreise um sieben Prozent auf 3,258 Milliarden Euro, der operative Gewinn (bereinigtes Ebitda) brach um elf Prozent auf 585 Millionen Euro ein, wie Evonik am Freitag mitteilte. Der Konzerngewinn nach Minderheiten sank auf 165 (Vorjahr: 418) Millionen Euro - dieser war im Vorjahr aber von einem Veräußerungsgewinn getrieben. Evonik schnitt damit besser ab als von Analysten erwartet: Sie hatten mit einem Umsatz von 3,2 Milliarden Euro und einem bereinigten Ebitda von 549 Millionen Euro gerechnet. Im ersten Quartal war der Umsatz noch um neun Prozent geschrumpft, der operative Ertrag sank um 13 Prozent.

Im Gesamtjahr erwartet Evonik weiter Rückgänge beim Umsatz, denn die Kunden zahlen weiter weniger als noch 2015 für Zusatzstoffe der Tiernahrung, die etwa in der Hühnermast zum Einsatz kommen. Dabei rechnet Evonik aber mit einer hohen Nachfrage nach seinen Produkten und eine spürbare Steigerung der Absatzmengen. Das bereinigte Ebitda werde voraussichtlich die obere Hälfte der bereits genannten Spanne von zwei bis 2,2 Milliarden Euro erreichen - nach 2,465 Milliarden 2015.

Evonik will zudem mit einem milliardenschweren Zukauf seine Abhängigkeit von Zusatzstoffen für die Tiernahrung verringern, die rund ein drittel des Umsatzes bringen. Evonik hatte im Mai angekündigt, eine Sparte des US-Konzerns Air Products zu übernehmen, die Transaktion soll noch 2016 abgeschlossen werden. Die Sparte produziert unter anderem Stoffe für Schäume, die in Möbeln oder Autos zum Einsatz kommen sowie Härtungsmittel für Bodenbeläge oder Schiffsbeschichtungen. Evonik bekommt mit der Übernahme auch einen stärkeren Zugriff auf den Markt in Nordamerika.

rtr
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