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Wie die Digitalisierung Jobs verändert"In Zukunft wird es nur noch Spezialisten geben"

Juristen, Ingenieure, Lagerarbeiter: Sie alle bekommen die technische Entwicklung bei ihrer Arbeit zu spüren. Ihre Jobs verändern sich - oder verschwinden. Zukunft haben Data- oder Pflegejobs.Kerstin Dämon 28.09.2017 - 10:32 Uhr

In Zukunft werden Spezialisten gefragt sein.

Foto: dpa

WirtschaftsWoche Online: Unternehmen wie Ihres sorgen dafür, dass Sachbearbeiter in der Bonitätsprüfung von Kunden überflüssig werden. Vernichten Sie Jobs?
Jose Garcia Moreno-Torres: Machine Learning automatisiert vor allem einfache Jobs. Bei uns zum Beispiel erfasst ein Algorithmus die Bonität eines Verbrauchers – und das deutlich besser, als ein Mensch es könnte. 

Wenn Machine Learning schon den Bonitätsprüfer ersetzt, schafft die Technologie wenigstens neue Jobs?
Durch die Digitalisierung, durch Machine Learning und künstliche Intelligenz entstehen natürlich jede Menge Jobs für IT-Experten, Data Scientists und Entwickler. 

Wer nicht arbeitslos werden will, tut also gut daran, rechtzeitig auf Data Scientist umzuschulen. 
Für unsere heutige Welt ist ein technischer Background wichtig, aber ein Data Scientist braucht auch den Experten, der die Daten versteht und in den richtigen Kontext einordnet: Bei uns zum Beispiel arbeiten natürlich sehr viele Computerexperten, aber auch Geisteswissenschaftler, Politologen oder Physiker. Und ohne die Finanzexperten in unserem Team hätte der beste Data Scientist ein Problem. Unsere Gesellschaft, wie auch die Unternehmen, brauchen jegliche Art von Fachwissen. 

Zur Person
Jose Garcia Moreno-Torres ist Chief Digital Officer (CDO) bei Kreditech. Das ursprünglich in Hamburg gegründete Fintech-Start-up kombiniert nicht-traditionelle Datenquellen mit Machine Learning zur Bonitätsprüfung. Zusätzlich gehören Kreditprodukte zum Portfolio.

Das klingt trotzdem nach einer Zukunft für Akademiker und Techniker, und weniger nach einer für Buchhalter, Sachbearbeiter oder Schreiner.
Natürlich hat nicht jeder das Zeug zum Computerexperten, aber es ist ja nicht so, dass wir in Zukunft nur noch Menschen brauchen, die sich mit Daten auskennen. In allen sozialen Berufen, in denen es auf den Kontakt zu einem Menschen ankommt – in der Pflege, der Erziehung – herrscht jetzt schon ein großer Bedarf an Arbeitskräften. Das wird in Zukunft auch so bleiben. 

Wenn Sie einem Teenager einen Rat geben müssten, welcher Beruf Zukunftschancen hat, wäre das also eher Altenpfleger als Data Scientist?
Auch der Beruf des Data Scientist verändert sich ständig. Was diese Experten vor zehn Jahren gemacht haben, läuft heute schon größtenteils automatisiert ab. Der heutige Data Scientist ist viel stärker spezialisiert als seine Vorgänger. Und in Zukunft wird es nur noch Spezialisten geben. Es wird Data Scientists für die Gesundheitsbranche geben, für die Finanzbranche oder die Pharmaindustrie.

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