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RyanairIrischer Billigflieger hält am Gewinnziel fest

Trotz der Streichung Tausender Flüge rechnet Ryanair mit dem Rekordgewinn für das laufende Geschäftsjahr. Der irische Billigflieger hatte im September nach den Streichungen erstmals seine Wachstumsprognose gesenkt. 31.10.2017 - 10:35 Uhr

Ryanair kann trotz Flugplan-Desaster am Gewinnziel festhalten

Foto: dpa

Europas größter Billigflieger Ryanair rüttelt trotz Tausender Flugstreichungen nicht an seiner Gewinnprognose. Für das laufende Geschäftsjahr bis Ende März 2018 erwartet Airline-Chef Michael O'Leary einen Überschuss von 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro. Das erklärte er bei der Vorlage der Quartalszahlen am Dienstag in der irischen Hauptstadt Dublin. Zwar dürften Rückerstattungen und Entschädigungen für die vielen gestrichenen Flüge das Ergebnis belasten. Die irische Airline geht aber davon aus, dass die Ticketpreise im Winter nicht so stark fallen wie zuletzt angenommen.

Im wichtigen Sommerquartal bis Ende September, das bei Ryanair das zweite Geschäftsquartal ist, musste der Billigflieger beim Gewinn jedoch etwas zurückstecken. Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um drei Prozent auf 2,5 Milliarden Euro zulegte, ging der Überschuss um zwei Prozent auf 895 Millionen Euro zurück.

Die Rivalin von Easyjet und Lufthansa strich seit September rund 20 000 Flüge. Als Grund nannte das Unternehmen Fehler beim Erstellen der Dienstpläne. Urlaubszeiten der Piloten seien nicht genug berücksichtigt worden. Einen Piloten-Mangel streitet Ryanair ab.

Platz 10: Jet 2

Jet 2 ging aus der 1978 gegründeten Channel Express hervor und nahm im Jahr 2013 ihren Flugbetrieb auf. Sie fliegt vor allem Urlaubsdestinationen am Mittelmeer sowie europäische Hauptstädte an. Der britische Billigflieger mit Sitz in Leeds startete im Juli 1846 Mal, verfügte über 345.414 Sitze und flog 516 Strecken.

Quelle: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt; Ranking auf Grundlage der Starts im Juli 2017

Foto: WirtschaftsWoche

Platz 9: Transavia

Als Transavia Limburg, später Transavia Holland 1965 gegründet, sind die Niederländer mit Sitz in Haarlemmermeer heute eine Tochter von Air France. Die Billig-Airline unterhält noch bis Oktober einen Stützpunkt auf dem Flughafen München. Im Juli wurden von Transavia bei 1961 Starts mit 359.149 Sitzen insgesamt 371 Strecken geflogen.

Foto: REUTERS

Platz 8: Aer Lingus

Die nationale Fluggesellschaft Irlands wurde 1936 noch als Aer Lingus Teoranta gegründet, seit September 2015 ist sie eine Tochter der International Airlines Group (IAG), eine Holding mit Sitz in Madrid. Im Juli starteten die Iren 2181 Mal, bedienten 214 Strecken und verfügten über 328.946 Sitze.

Foto: AP

Platz 7: Wizz Air

2003 gegründet ist die Wizz Air heute die größte Airline Ungarns und die wichtigste Billigfluggesellschaft in Mittel- und Osteuropa. Seit 2015 sind die Aktien der Dachgesellschaft Wizz Air Holdings an der Londoner Börse gelistet. Wizz Air startete im Juli 2017 genau 3346 Mal, flog 1028 Strecken und verfügte über 661.080 Plätze.

Foto: AP

Platz 6: Norwegian Air Shuttle/ Norwegian Air International

Norwegian Air Shuttle, im Außenauftritt schlicht Norwegian, wurde 1993 als Regionalfluggesellschaft gegründet. 2013 gründete die Billig-Airline die Tochter Norwegian Air International für die Durchführung von Langstreckenflügen in die USA und nach Thailand. Die Skandinavier hoben im Juli 4371 Mal ab und bedienten bei einem Angebot von 315.113 Plätzen insgesamt 428 Strecken.

Foto: REUTERS

Platz 5: Flybe

Die als Jersey European Airways 1979 gegründete Fluggesellschaft hat bereits mehrere Umbenennungen hinter sich, 2002 stand dann der Name Flybe fest – das „be“ steht für British European. Größeres Aufsehen erregte die Billig-Airline 2008: Auf der Strecke Norwich – Dublin setzte sie angeblich Schauspieler als bezahlte „Fluggäste“ ein um ein vertraglich vereinbartes Passagierkontingent zu erfüllen. Für Fluggäste egal welcher Motivation standen im Juli 315.113 Plätze zur Verfügung, sie konnten 4371 Mal mit flybe abheben und 428 Strecken fliegen. Dass die Airline um Juni 2017 eine begonnene Expansion aufgrund von wirtschaftlichen Verlusten stoppte, macht sich auch im Ranking bemerkbar: Sie rutschte im Vergleich zum Januar 2017 vom dritten auf den fünften Platz ab.

Foto: REUTERS

Platz 4: Eurowings/Germanwings

Die beiden Lufthansa-Töchter Germanwings und Eurowings fliegen seit 2015 nur noch unter der Marke Eurowings. Eurowings fliegt vor allem Ziele in Deutschland und Europa an. Im Juli 2017 nahm die Fluggesellschaft eine neue Langstreckenverbindung nach Namibia auf. Die Airline ist mit einem Marktanteil von 52 Prozent derzeit der größte Anbieter in Deutschland - und will mit der geplanten Übernahme von Teilen der Air-Berlin-Flotte noch weiter wachsen. Im Juli starteten die German- und Eurowings-Maschinen 4388 Mal, boten 662.473 Plätze an und flogen 1006 Strecken.

Foto: dpa

Platz 3: Vueling

Die 2004 gegründete Vueling Airlines mit Sitz bei Barcelona ist wiederum eine Tochter der IAG. 2016 geriet die Airline in finanzielle Turbulenzen, die spanische Polizei musste bei gewalttätigen Tumulten wütender Passagiere eingreifen. Vueling strich daraufhin zahlreiche Strecken – vor allem in Deutschland. Obwohl die Airline damit ihre Flüge um 6 Prozent reduziert hat, kann sie aufholen und macht im Vergleich zum Januar zwei Plätze im Ranking gut. Im Juli 2017 flog Vueling noch 670 Strecken, bei 4528 Starts und 830.436 Plätzen.

Foto: dapd

Platz 2: Easyjet

Die 1995 von dem britischen Milliardär Stelios Haji-Ioannou, Sohn einer griechischen Reeder-Familie, gegründete Easyjet ist die zweitgrößte Billig-Airline Europas – mit deutlichem Abstand zur Nummer drei. Sie bedient heute mehrere hundert Routen zwischen Ländern Europas und Nordafrikas sowie der Türkei und Israel und hat ihr Streckennetz im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um 110 Strecken erhöht. Im Juli 2017 verfügte die Easyjet-Flotte über rund 1,88 Millionen Sitzplätze, hob 11.310 Mal ab und bediente 1587 Strecken.

Foto: dpa

Platz 1: Ryanair

Geschäftsführer Michael O’Leary, seit 1993 im Amt, fuhr schon mal im Weltkriegspanzer am Flughafen vor, um der Konkurrenz den „Preiskrieg“ zu erklären. Doch die exzentrische PR-Strategie hat, wie auch die teils umstrittene Sparpolitik, Erfolg: Ryanair ist nicht nur die größte Billigairline, sondern die größte Fluggesellschaft Europas überhaupt und hochprofitabel. Auch die Zahlen im Juli sprechen eine klare Sprache: mehr als 15.000 Starts, rund 2,9 Millionen Plätze, 2905 bediente Strecken. Damit konnte die Airline ihr Flugangebot gegenüber dem Vorjahr um 10 Prozent steigern, das Streckennetz ist sogar um mehr als 14 Prozent gewachsen. Die Iren thronen über allen.

Foto: dpa

Die britische Zivilluftfahrtbehörde CAA (Civil Aviation Authority) hatte Ryanair zwischenzeitlich „permanente Irreführung“ vorgeworfen. Fluggäste seien bei den zahlreichen Flugstreichungen nicht ausreichend über ihre Rechte informiert worden.

dpa
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