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BundesligaBVB-Geschäftsführer Watzke warnt vor steigenden Ticketpreisen

In der Diskussion um die sogenannte 50+1-Regel, die die Macht von Geldgebern bei Bundesligaklubs beschränkt, hat der Geschäftsführer von Borussia Dortmund vor steigenden Eintrittspreisen gewarnt.Peter Steinkirchner 02.03.2018 - 08:00 Uhr

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer Borussia Dortmund

Foto: WirtschaftsWoche

In der Diskussion um die sogenannte 50+1-Regel, die die Macht von Geldgebern bei Bundesligaklubs beschränkt, hat der Geschäftsführer von Borussia Dortmund vor steigenden Eintrittspreisen gewarnt. In einem Interview mit der WirtschaftsWoche sagte Hans-Joachim Watzke, nach der möglichen Abschaffung von 50+1 „werden etwa die Eintrittspreise ungehemmt steigen. In England sind die Tickets 50, 60 Prozent teurer als in der Bundesliga.  Das passiert, wenn jeder Klub von einem Investor geführt wird.“

Für Borussia Dortmund schließt Watzke aus, dass der Verein einem Investor die Mehrheit der Stimmanteile verkaufen würde: „Wenn ein Oligarch oder ein ähnlicher Investor die Stimmenmehrheit an unserer Geschäftsführungs-GmbH erreichen wollte, bräuchte er dafür erst einmal eine Mehrheit in der Mitgliederversammlung. Und die wird er definitiv nicht bekommen, dazu kenne ich unsere Mitglieder gut genug. Wir sind der Meinung, dass Fußball ein Kulturgut ist, das wollen wir idealerweise in unseren Händen behalten.“

Nach Auffassung des BVB-Managers werde die derzeit diskutierte Abschaffung oder Aufweichung der seit fast 20 Jahren gültigen Regel, die dafür sorgt, dass der Stammverein stets über mehr als die Hälfte der Stimmrechte an der Profiabteilung verfügen muss, nichts an den sportlichen Verhältnissen in der Bundesliga ändern. „So naiv kann doch in der Bundesliga wirklich niemand sein, zu glauben, mit einem Investor im Rücken sofort Bayern München angreifen zu können. Wer sich mehr Spannung durch die Abschaffung von 50+1 erhofft, wird sehr schnell sehen, dass das nicht funktioniert“, sagte Watzke der WirtschaftsWoche.

Falls die Diskussion um eine Neufassung der Regel nicht zu einem gemeinsamen Ergebnis der 36 Bundesligaklubs führe, plädiert Watzke für eine rechtliche Prüfung: „Wenn man bei der DFL und bei der Mehrheit der Klubs der Meinung ist, dass 50+1 juristisch nicht hält – wovon ich nicht überzeugt bin –, sollte es im besten Falle am Ende eine Konsenslösung innerhalb der Liga geben. Wenn das nicht möglich ist, muss man es rechtlich prüfen lassen.“

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