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ContainerinvestmentfirmaErmittlungen wegen Betrugsverdachts nach P&R-Pleite

Nach der Pleite der Containerinvestmentfirma P&R-Pleite müssen sich 51.000 Gläubiger wohl noch gedulden bis es Fortschritte gibt. Zudem ermittelt nun auch die Staatsanwaltschaft München wegen Betrugsverdachts. 17.05.2018 - 11:51 Uhr

Zehntausende Anleger hatten bei der Investmentfirma P&R Container gekauft.

Foto: REUTERS

Nach der Pleite der Containerinvestmentfirma P&R hat die Staatsanwaltschaft München Ermittlungen unter anderem wegen Betrugsverdachts gegen frühere und heutige Geschäftsführer aufgenommen. „Im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wird die strafrechtliche Verantwortlichkeit hinsichtlich der Beschuldigten in Bezug auf jeden Anleger von Amts wegen geklärt werden“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde.

Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Jaffé teilte ebenfalls mit, dass sich die Vermutung bestätigt habe, dass die Zahl der vorhandenen Container deutlich unter der Zahl der an Anleger veräußerten Container liege. „Die heutige Differenz baute sich nach ersten Erkenntnissen über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren auf“, hieß es in der Mitteilung.

Angesichts des zu erwartenden großen Umfangs des Verfahrens sei eine Arbeitsgruppe „Container“ gebildet worden. Die Staatsanwaltschaft München I hat nach Angaben einer Sprecherin eine größere Zahl von Beschuldigten im Visier.

Zehntausende Anleger hatten bei der Investmentfirma Container gekauft, einige Jahre an Leasinggesellschaften sowie die Transportindustrie vermietet und dafür Mietzahlungen bekommen. P&R hatte versprochen, die Container am Ende der Vertragslaufzeit zurückzukaufen. Die 51.000 Anleger müssen sich aber wohl vorerst in Geduld üben. Bis feststeht, auf wie viel Geld die Gläubiger hoffen können, wird noch einige Zeit vergehen, meint Jaffé. Die Vermarktung und Vermietung der Container über eine nicht insolvent gemeldete Schweizer P&R-Gesellschaft will der Insolvenzverwalter fortsetzen, um möglichst hohe Einnahmen zu erzielen. Unklar ist jedoch die Höhe des noch vorhandenen Vermögens - laut Jaffé fehlen bei den drei insolventen deutschen P&R-Gesellschaften die notwendigen Daten. Jaffé appellierte an enttäuschte Anleger, auf Alleingänge beim Verkauf oder sonstige Verwertung der P&R-Container zu verzichten.

dpa
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