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BekleidungskonzernModeriese H&M macht Hoffnung auf bessere Zeiten

Der Umsatz des schwedischen Modekonzerns steigt stärker als erwartet. H&M profitiert vom laufenden Konzernumbau und setzt auf den Onlinehandel.Reuters 27.06.2019 - 12:43 Uhr aktualisiert Quelle: Handelsblatt

Der scharfe Wettbewerb in der Modebranche hatte dem Konzern in den vergangenen drei Jahren sinkende Gewinne eingebrockt.

Foto: Reuters

Der schwedische Bekleidungskonzern Hennes & Mauritz (H&M) profitiert vom Konzernumbau kann mit seiner Sommerkollektion bei den Kunden punkten. Nach einem elf-prozentigen Umsatzplus im zweiten Quartal zogen die Erlöse im Juni um zwölf Prozent an und damit stärker als von Analysten erwartet.

Der Vorstand des weltweit zweitgrößten Modehändlers hinter Zara-Mutter Inditex kündigte am Donnerstag zudem an, sein Filialnetz zugunsten des Onlinehandels weniger stark auszubauen. „Das Unternehmen beschleunigt seine Anpassung an das veränderte Einkaufsverhalten der Kunden und eröffnet weniger neue Läden als geplant zugunsten noch höherer digitaler Investitionen“, teilte H&M mit. Statt 175 würden 2019 nur etwa 130 Geschäfte eröffnet.

Der scharfe Wettbewerb in der Modebranche hatte H&M in den vergangenen drei Jahren sinkende Gewinne eingebrockt. Vor allem im Online-Vertrieb hinkten die Schweden hinterher. Deshalb investiert H&M massiv in den Ausbau des Internet-Handels.

Mit den steigenden Umsätzen kann der Konzern die Früchte des Konzernumbaus ernten, auch wenn die Kosten dafür auf den Gewinn drücken. Im Zeitraum März bis Mai ging der Vorsteuergewinn auf 5,93 Milliarden Kronen (563 Millionen Euro) von 6,01 Milliarden Kronen im Vorjahreszeitraum zurück.

An der Börse kam der Zwischenbericht gut an. Die Aktien kletterten zeitweise um mehr als zehn Prozent. „Die Tatsache, dass die Verkäufe im Juni stärker zulegten als in den letzten Quartalen ist erfreulich“, sagte Daniel Schmidt, Analyst bei Danske Markets. Auch die Reduzierung der Ladenöffnungen sei eine positive Entwicklung.

Richard Chamberlain, Analyst bei RBC Capital Markets, kommentierte: „Wir sind der Meinung, dass H&M sein Angebot verbessert, was zu einer Erholung von Umsatz und Ergebnis führen dürfte, wenn auch mit einem gewissen Risiko bei einem anhaltend harten Wettbewerbsumfeld.“

Mehr: Viele Firmen in der Textilindustrie engagieren sich zu wenig für nachhaltige Produktion. 80 Prozent der Kleidung landet noch immer auf dem Müll.

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