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Aktienrückkäufe auf RekordniveauBuffett schwächelt zum Jahresende

Warren Buffetts Aktionäre sind erfolgsverwöhnt, doch zuletzt lief es bei der Investorenlegende nicht ganz so rund. Der Börsen-Guru sitzt auf einem enormen Geldberg. Doch statt Mega-Deals gibt es Aktienrückkäufe. 24.02.2020 - 09:47 Uhr

US-Staranleger Warren Buffett.

Foto: AP

Der US-Staranleger Warren Buffett hat mit seiner Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway zum Jahresende deutlich weniger verdient. In den drei Monaten bis Ende Dezember fiel der operative Gewinn im Jahresvergleich um 23 Prozent auf 4,4 Milliarden Dollar (4,1 Mrd Euro), wie Berkshire Hathaway am Samstag in Omaha mitteilte. Vor allem im Rückversicherungsgeschäft - einem wichtigen Standbein von Buffetts Konglomerat - lief es schlechter.

Buffett bleibt unterdessen unter hohem Druck, das viele überschüssige Geld von Berkshire Hathaway zu investieren. Zum Jahresende betrugen die Bar-Reserven weiter enorme 128 Milliarden Dollar. Aktionäre sehnen schon lange die nächste große Übernahme herbei. Stattdessen setzt Buffett immer stärker auf Aktienrückkäufe - hierfür wurde im Schlussquartal der Rekordbetrag von 2,2 Milliarden Dollar aufgewandt.

In seinem jährlichen Aktionärsbrief ging der 89-jährige Buffett auch auf die Frage nach der Zukunft von Berkshire ein, wenn er und sein 96-jähriger Vize Charlie Munger einmal abtreten. „Aktionäre müssen sich nicht sorgen: Unser Unternehmen ist 100-prozentig vorbereitet.“ Die jüngeren Berkshire-Manager Ajit Jain und Greg Abel gelten als große Favoriten, eines Tages die Nachfolge anzutreten.

Berkshire Hathaways Nettoüberschuss betrug im jüngsten Quartal 29,2 Milliarden Dollar, nachdem es hier im Vorjahreszeitraum einen Verlust von 25,4 Milliarden gegeben hatte. Buffett selbst empfiehlt jedoch stets, dieser Zahl keine große Beachtung zu schenken. Durch den Ausweis unrealisierter Investmentgewinne schwankt sie stark und hat wenig Aussagekraft hinsichtlich des eigentlichen Geschäftsverlaufs.

Zu Berkshire Hathaway gehören an die 90 Unternehmen, hinzu kommen diverse Aktienpakete börsennotierter Großkonzerne wie Coca-Cola, Wells Fargo oder Apple - der iPhone-Konzern hat sich inzwischen zu Buffetts großem Liebling entwickelt. Die wegen ihres Riechers für lukrative Geldanlagen das „Orakel von Omaha“ genannte Investorenlegende führt das Konglomerat seit mehr als 50 Jahren. „Forbes“ schätzt Buffetts Vermögen auf rund 90,2 Milliarden Dollar.

Im Gesamtjahr 2019 sank Berkshire Hathaways operativer Gewinn um drei Prozent auf 24,0 Milliarden Dollar (22,1 Mrd Euro). Das Nettoergebnis erreichte dank kräftiger Kursgewinne einiger Aktienbeteiligungen einen neuen Rekordwert von 81,4 Milliarden Dollar. Dennoch war es für Buffett im Großen und Ganzen ein eher schwieriges Jahr, in dem sich die Aktien von Berkshire Hathaway mit einem Kursplus von lediglich 10,9 Prozent deutlich schwächer entwickelten als die boomenden US-Börsen insgesamt.

dpa
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