1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Handel
  4. Modekonzern: Gläubiger von Gerry Weber stunden in Coronakrise ihre Forderungen

ModekonzernGläubiger von Gerry Weber stunden in Coronakrise ihre Forderungen

Der Modekonzern war Anfang 2019 in die Pleite geraten. Nun erhält Gerry Weber Unterstützung von den Insolvenzgläubigern und den Eigentümern. 02.06.2020 - 10:33 Uhr

Das Unternehmen aus dem westfälischen Halle war Anfang 2019 nach einer jahrelangen rasanten Erweiterung des Filialnetzes und der Übernahme der Damenmodekette Hallhuber in die Pleite geschlittert.

Foto: dpa

Der 2019 in die Pleite gerutschte Damenmodekonzern Gerry Weber hat von seinen Gläubigern und Eigentümern Schützenhilfe zur Überwindung der Coronakrise erhalten. Die Insolvenzgläubiger stimmten mehrheitlich zu, 35 Prozent ihrer Forderungen bis Ende 2023 zu stunden, wie Gerry Weber am Dienstag mitteilte. Zudem sagten die Eigentümer die angekündigte Unterstützung verbindlich zu.

Finanzvorstand und Sanierungsexperte Florian Frank betonte: „Wir haben in den vergangenen Wochen unter Hochdruck ein umfangreiches Zukunftskonzept erarbeitet, das alle Beteiligte überzeugt, auch wenn es ihnen schmerzhafte Beiträge abverlangt.“ Neben der Teilstundung von Forderungen sieht das Konzept auch den Abbau von 200 Arbeitsplätzen vor.

Zudem seien mit Geschäftspartnern und Lieferanten Verträge neuverhandelt worden, mit dem Ziel, die Liquidität zu sichern. Die Schließung weiterer Verkaufsflächen sei nicht vorgesehen, allerdings sei es unvermeidlich, dass die Vermieter weitere Zugeständnisse machten.

Die behördlich angeordneten Ladenschließungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben dem Modekonzern einen Umsatzausfall von 100 Millionen Euro eingebrockt. Zwar seien in Deutschland inzwischen alle Geschäfte wieder geöffnet. Doch die Kundennachfrage erhole sich nur zögerlich.

Das Unternehmen aus dem westfälischen Halle war Anfang 2019 nach einer jahrelangen rasanten Erweiterung des Filialnetzes und der Übernahme der Damenmodekette Hallhuber in die Pleite geschlittert. Das Amtsgericht Bielefeld hob das Insolvenzverfahren in Eigenregie zum 31. Dezember auf. Die Traditionsfirma konnte neu starten, bevor die Corona-Pandemie sie erneut ausbremste.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick