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BörsengangUS-Softwarespezialist Snowflake übertrifft Erwartungen und sammelt 3,4 Milliarden Dollar ein

Der Softwarespezialist Snowflake hat bei seinem Börsengang rund eine Milliarde mehr eingesammelt als ursprünglich geplant. 120 Dollar kostete ein Aktie. 16.09.2020 - 08:55 Uhr

Ursprünglich sollten die Aktien 75 bis 85 Dollar kosten.

Foto: mauritius images / Sundry Photography / Alamy

Der amerikanische Cloud-Data-Spezialist Snowflake hat bei seinem Börsengang 28 Millionen Papiere für jeweils 120 Dollar verkauft und damit 3,36 Milliarden Dollar eingesammelt.

Damit hat das Unternehmen seine ursprünglichen Ziele deutlich übertroffen und schafft den größten US-Börsengang des Jahres. Rund 2,4 Milliarden Dollar waren vor dem Wochenende noch die Zielmarke gewesen. Die Aktien sollten zwischen 75 und 85 Dollar kosten. Mit den nun eingesammelten 3,36 Milliarden Dollar übertrifft Snowflake zwei Firmen, die zuvor als die größten Börsengänge des Jahres galten: Royalty Pharma mit 2,5 Milliarden Dollar und Warner Music mit 2,2 Milliarden Doller.

Bei seiner jüngsten Finanzierungsrunde war Snowflake mit rund zwölf Milliarden Dollar bewertet worden. Bei dem IPO wird das Start-up nun mit 33 Milliarden Dollar bewertet. Snowflake ist ein cloudbasierter Anbieter von Data-Warehouse-Diensten und bietet Firmen eine Software zur Analyse ihrer Daten an.

Das Unternehmen aus San Mateo in Kalifornien kann mit prominenten Investoren aufwarten: So wollten Marc Benioff, Mitgründer des Cloudriesen Salesforce.com, und Starinvestor Warren Buffett (Berkshire Hathaway) per Privatemission für je 250 Millionen Aktien zum IPO-Preis einkaufen. Berkshire Hathaway kauft zusätzlich vier Millionen Aktien, die der frühere Snowflake-Vorstandschef Bob Muglia abstoßen will.

Der erfolgreiche Börsengang und die vielen prominenten Investoren sind weitere Belege dafür, dass die Nachfrage nach Technologieunternehmen steigt, die von der Umstellung auf Fernarbeit profitieren. Der BVP Nasdaq Emerging Cloud Index, der solche Cloud-Software-Unternehmen abbildet, hat in diesem Jahr um fast 59 Prozent zugelegt und damit die Rendite des breiteren tech-lastigen Nasdaq-Index mehr als verdoppelt.

Snowflake ist eines dieser nachgefragten Technologieunternehmen, schließlich bietet es per Abonnement („Software as a Service“) eine Plattform, um gigantische Mengen von Daten im Internet, also in einer Cloud, zu speichern, zu verwalten und zu analysieren.

Dabei kann es sich um eigene Daten handeln, aber auch um Daten, die „angemietet“ werden, nur um sie zusammen mit den eigenen zu analysieren. Der Cloud-Markt ist allerdings hart umkämpft und Snowflake tritt gegen Technologieriesen wie Amazon und Microsoft an. Bisher schreibt Snowflake zudem rote Zahlen.

bbg
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