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US-AutoherstellerGeneral Motors schraubt nach Gewinnsprung Prognose höher

Der US-Autokonzern profitiert von der hohen Nachfrage nach Pickups und SUVs und steigert den Gewinn. Nur ein Elektroauto belastet die Bilanz. 04.08.2021 - 14:36 Uhr

Das Elektromodell von GM musste zuletzt wegen Brandgefahr zurück in die Werkstatt.

Foto: Reuters

Angeschoben durch sein renditestarkes Nordamerika-Geschäft hat General Motors den Gewinn kräftig gesteigert und hebt die Prognose an. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern kletterte im zweiten Quartal auf den Rekordwert von 4,1 Milliarden Dollar, wie der größte US-Autobauer am Mittwoch mitteilte. Im gleichen Zeitraum vor einem Jahr war wegen der Pandemie ein Verlust von 536 Millionen Dollar angefallen.

Die Prognose hob das Management um GM-Chefin Mary Barra trotz Belastungen durch einen teuren Rückruf des Elektrofahrzeugs Chevrolet Bolt an. Demnach soll der Betriebsgewinn (Ebit) in diesem Jahr zwischen 11,5 und 13,5 Milliarden Dollar liegen statt wie bisher erwartet in einer Spanne zwischen zehn und elf Milliarden Dollar.

Bei seinem Ausblick geht der Detroiter Konzern davon aus, dass im zweiten Halbjahr in Nordamerika etwa 100.000 Fahrzeuge nicht produziert werden können. Außerdem rechnet das Unternehmen wegen höherer Rohstoffkosten mit Belastungen von bis zu zwei Milliarden Dollar. „Die Halbleiterknappheit bleibt bestehen und die Herausforderungen in der Lieferkette werden sich in der zweiten Jahreshälfte fortsetzen“, erklärte General Motors.

Weltweit sind Autobauer von Lieferengpässen bei wichtigen Bauteilen betroffen und müssen deswegen immer wieder die Produktion unterbrechen. Die Opel-Mutter Stellantis fürchtet, in diesem Jahr 1,4 Millionen Autos nicht herstellen zu können, weil Steuerelemente fehlen. Selbst der weltgrößte Autobauer Toyota, der wegen einer guten Bevorratung bisher weitgehend verschont geblieben ist, bekommt die Engpässe inzwischen zu spüren.

GM profitiert von der hohen Nachfrage nach seinen Pickups und SUV, für die er hohe Preise verlangen kann. Dadurch wurden Kosten im Zusammenhang mit dem Rückruf und der Produktionsunterbrechungen wegen des Halbleitermangels wettgemacht. Den Wert der Fahrzeuge, die wegen fehlender Elektronikteile nicht fertig gebaut werden konnten und zwischengelagert wurden, gab GM mit 1,4 Milliarden Dollar an.

Der Konzern teilte mit, die optimistischeren Aussichten für das Gesamtjahr hingen davon ab, dass keine Fahrzeuge davon länger auf Lager blieben. Seinen Plan, bis 2025 mehr als 30 elektrifizierte Fahrzeuge auf den Markt zu bringen, darunter zwei neue Elektroautos, bekräftigte General Motors. Die bis 2025 angekündigten Investitionen von 35 Milliarden Dollar seien in erster Linie dafür gedacht, die Produktionskapazitäten für E-Autos und Batterien zu erhöhen.

rtr
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