Versicherung: Hurrikan „Ian" trifft Hannover Rück weniger stark als die Konkurrenz
Hurrikan „Ian“ sorgt für Schäden in Millionenhöhe.
Foto: ReutersDer verheerende Hurrikan „Ian“ hat die Hannover Rück deutlich weniger stark betroffen als die größeren Konkurrenten Münchener Rück und Swiss Re. Der drittgrößte Rückversicherer der Welt bezifferte die Schadenbelastung aus dem Wirbelsturm, der Ende September über Florida hinweggefegt war, am Donnerstag auf 276 Millionen Euro.
Von ihren Zielen für 2022 müsse die Hannover Rück deswegen nicht abrücken, wenngleich der Nettogewinn am unteren Ende der prognostizierten Spanne von 1,4 bis 1,5 Milliarden Euro liegen werde.
Das für Großschäden reservierte Budget werde zwar deutlich überschritten, doch könne Hannover Rück das durch ein unerwartet gutes Kapitalanlageergebnis wettmachen. Der Rückversicherer hatte sich mit inflationsbesicherten Anleihen eingedeckt. Sie steuerten in den ersten neun Monaten allein 301 Millionen Euro zum Gewinn bei.
„Bereits vor den großen Zerstörungen durch Hurrikan 'Ian' war 2022 ein Jahr mit überdurchschnittlicher Großschadenbelastung“, sagte Vorstandschef Jean-Jacques Henchoz. „Die hohen Inflationsraten verteuern die Wiederaufbaukosten noch dazu. Dennoch bleibt unser Gewinnziel für das Gesamtjahr weiter erreichbar.“
In den ersten neun Monaten lag der Nettogewinn der Hannover Rück mit 871 (Vorjahr: 856) Millionen Euro leicht über Vorjahr. Die gebuchten Bruttoprämien schossen um 21 Prozent auf 26,3 Milliarden Euro nach oben. Ohne Währungseffekte hätte das Plus bei 13,5 Prozent gelegen. Währungsbereinigt erwartet Henchoz zum Jahresende ein Prämienplus von 7,5 Prozent.
Mehr: Kfz-Versicherung: Wer wechselt, kann sparen