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Klara GeywitzBundesbauministerin: Werden Ziel von 400.000 Wohnungen verfehlen

Geywitz rechnet damit, dass das Hauptziel ihres Ministeriums um 120.000 Wohnungen verfehlt wird. Im kommenden Jahr könnten es noch weniger sein. 14.12.2022 - 15:28 Uhr

Ziel für 2022 nicht erreichbar: Der Bau von neuen Wohnungen kommt viel zu langsam voran.

Foto: imago images

Das räumte die SPD-Politikerin am Mittwoch bei der Regierungsbefragung vor dem Bundestag ein. „Die Rahmenbedingungen sind schwierig“, sagte sie.

Es gehe darum, die Kapazität auszuweiten. Selbst im Jahr 2021, als es noch keinen Krieg gegeben habe, die Zinsen historisch niedrig gewesen seien und „ganz, ganz viel Geld in die Neubauförderung gesteckt“ worden sei, sei das Neubauziel des damaligen Bauministers Horst Seehofer (CSU) von 375.000 Wohnungen mit weniger als 300.000 Wohnungen verfehlt worden. „Deswegen gehe ich nicht davon aus, dass es in diesem Jahr mit den wesentlich schwierigeren Rahmenbedingungen zu einer sprunghaften Erhöhung von 25 Prozent der Baukapazitäten gekommen ist“, sagt Geywitz.

In der Bauwirtschaft wird bereits seit Monaten darauf verwiesen, dass die Zahl der fertiggestellten Wohnungen nicht steigen, sondern deutlich sinken wird. In diesem Jahr dürften es nach Einschätzung des Baugewerbes 280.000 Wohnungen sein, im kommenden Jahr nur noch etwa 245.000.

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Ministerin: Sanierungsförderung für Wohnhäuser antreiben

Zuletzt forderte Geywitz ein Umdenken beim Bau von Eigenheimen. Die SPD-Politikerin bezog sich auf eine frühere Aussage von ihr, dass es ökonomisch und ökologisch unsinnig sei, wenn jede Generation neben den einzelnen Häusern der Vorgängergeneration ihre eigenen baue.

„Mathematisch ist das ganz klar. Wenn wir jetzt noch drei, vier Generationen weiterdenken, können wir nicht alle nebeneinander diese Einfamilienhausgebiete haben“, sagte sie der „Augsburger Allgemeinen“.
„Darum müssen wir diesen Kreislauf der Nutzung der Häuser wieder in Gang kriegen und ganz viel in Sanierungsförderung stecken“, sagte sie der Zeitung. Man müsse ebenfalls darüber sprechen, „dass man, wenn man ein eigenes Haus haben will, auch mal schaut, was es schon im Bestand gibt“.

Ein Einfamilienhaus sei ein Lebensabschnittsgebäude. „Wir haben eine wunderbare Flächenauslastung von 150 Quadratmetern Einfamilienhaus, wenn Sie und Ihre Frau und Ihre drei Kinder da drin wohnen.“ Doch die Kinder zögen irgendwann aus und dann sei man zu zweit auf 150 Quadratmetern.

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rtr
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