Der Ursprung meiner Karriere: Walter Mennekes: „Daheim galt immer: Erst kommt die Firma, dann die Familie“
Walter Mennekes, Geschäftsführer des Steckerherstellers Mennekes: „Niemand darf verloren gehen“.
Foto: PR, Privat1. Im Betrieb
Daheim galt immer: Erst kommt die Firma, dann die Familie. An Weihnachten bekam ich kein teures Spielzeug. Meine Eltern investierten das Geld in eine neue Bohrmaschine oder einen Gießofen. Mit 14 Jahren nahm mich mein Vater zum ersten Mal mit auf die Hannover Messe, ich arbeitete neben der Schule bei Mennekes und sammelte Erfahrungen, die ich nicht mehr missen möchte.
2. In der Disco
Ins Familienunternehmen habe ich es erst auf Umwegen geschafft: Ich habe eine Lehre beim Christlichen Jugenddorfwerk unter meinem Ausbildungsmeister Fritz Walter (l.) gemacht und mein Studium geschmissen. Ich hatte mal einen kleinen Gebrauchtwagenhandel und habe später eine Diskothek geleitet. 1975 haben mein Bruder und ich dann die Firma von meinem Vater übernommen, sie zum Weltmarkführer ausgebaut, und wir sind in die Elektromobilität eingestiegen.
3. In der Welt
Auf den ersten Blick wirken Stecker vielleicht unscheinbar. Für mich sind sie ein verbindendes Element. Ich wollte sie in die Welt bringen und war vor gut 30 Jahren einer der ersten Mittelständler, die in China ein Joint Venture gegründet haben. Ich wollte zu den Chinesen, noch bevor sie bei uns waren. Heute sind wir mit den chinesischen Steckerherstellern mindestens auf Augenhöhe.