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Familienbrauerei geht neue WegeBye-bye, Bier: Warsteiner will sich neu erfinden

Bei Warsteiner steht eine Neuausrichtung an: Neben Bier sollen in Zukunft auch andere Getränke produziert werden. Dafür nimmt das Familienunternehmen 200 Millionen Euro in die Hand. 10.02.2023 - 07:51 Uhr

Neben Bier will Warsteiner künftig auch andere Getränkesorten anbieten.

Foto: dpa

Warsteiner will sich neben der Bierproduktion neue Standbeine aufbauen. Das 270 Jahre alte Familienunternehmen hat eine strategische Neuausrichtung verkündet, mit der zusätzliche Geschäftsfelder erschlossen werden sollen. „Wir verstehen uns künftig nicht mehr als reine Bier-Company, sondern öffnen uns für alle Geschäftsbereiche, die in der Gastronomie und vom Konsumenten benötigt werden“, sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung der Haus Cramer Gruppe, Helmut Hörz, am Donnerstag in einer Mitteilung.

Neben der Produktion und dem Vertrieb von Bier rückten weitere Getränkesorten, Kooperationen mit anderen Unternehmen sowie Dienstleistungen in den Fokus, heißt es in einer Mitteilung. Das ziele auch auf eine höhere Auslastung der eigenen Braustätten und auf eine weitere Stärkung des Auslandsgeschäftes. Als ein Beispiel für neue Dienstleistungen wurde der brauereieigene Containerumschlagplatz in Warstein genannt, der für Logistikangebote genutzt werden soll.

In den nächsten zwei Jahren sollen nach Unternehmensangaben etwa 200 Millionen Euro in neue Mitarbeiter, die Marken, die IT-Infrastruktur sowie in Maschinen und Beton investiert werden. Mit dem Karlsberg Getränke Verbund hatte Warsteiner im November die Gründung einer eigenständigen Einkaufsgesellschaft bekanntgegeben. Außerdem plant das Familienunternehmen weitere Firmenbeteiligungen, nachdem es Ende des vergangenen Jahres an dem irischen Spezialbierhersteller Rye River Brewing Company in Dublin eine Minderheitsbeteiligung erwarb.

Die Haus Cramer Gruppe hat 980 Mitarbeiter. Zu ihr gehören neben der Warsteiner Brauerei die Herforder Brauerei und die Paderborner Brauerei in NRW und Anteile an der König Ludwig Schlossbrauerei Kaltenberg in Bayern.

Lesen Sie auch: Erst sterben die Bäcker – und jetzt die Brauereien?

dpa
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