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Ceconomy-BeteiligungKretinsky will angeblich Elektronikhändler Fnac Darty übernehmen – Aktie steigt deutlich

Der tschechische Milliardär will laut einem Bericht seine Anteile an der französischen Kette aufstocken. Miteigentümer Ceconomy führt aber noch keine Gespräche mit Kretinsky. 23.02.2023 - 14:30 Uhr

Die deutsche Media-Markt-Mutter Ceconomy war 2017 bei dem französischen Unternehmen eingestiegen.

Foto: Reuters

Übernahmespekulationen sorgen bei der französischen Elektronikhandelskette Fnac Darty für neuen Wirbel. Der Wirtschaftsnachrichtensender BFM Business berichtete am Donnerstag, der tschechische Milliardär und Investor Daniel Kretinsky wolle seinen Anteil an Fnac Darty aufstocken. Dabei sei er auch bereit, den Anteil der Media-Markt-Saturn-Mutter Ceconomy an dem französischen Unternehmen zu übernehmen.

Kretinsky halte rund 20 Prozent der Fnac-Darty-Aktien und wolle die Kette im Fall einer Mehrheitsübernahme von der Börse nehmen. Aktien von Fnac Darty gewannen daraufhin in Paris bis zu 12,5 Prozent auf ein Sieben-Monats-Hoch von 40,28 Euro. „Es gibt keine Gespräche mit Herrn Kretinsky über unseren Anteil an Fnac Darty“, sagte indes ein Ceconomy-Sprecher. Fnac Darty und Kretinsky wollten sich nicht äußern.

Ceconomy ist mit einem Anteil von rund 24,3 Prozent der größte Einzelaktionär der Elektronikhandelskette. Die Holding war 2017 unter ihrem damaligen Chef Pieter Haas bei den Franzosen eingestiegen und hatte sich damals den Anteil von rund 24 Prozent für 452 Millionen Euro gesichert.

Für Ceconomy sei der Einstieg bei den Franzosen ein „mehr als vielversprechender Start in eine neue Ära“, hatte Haas damals verkündet. Er wollte zudem eine „umfassende Allianz“ mit den Franzosen schmieden, die Pläne gingen indes nicht auf.

Ceconomy hatte Insidern zufolge in der Vergangenheit zudem immer wieder erwogen, den Anteil deutlich in Richtung einer Mehrheit auszubauen. Dies passierte bislang nicht. Mehrere Strategie- und Chefwechsel später hält die Düsseldorfer Holding den Anteil noch immer.

Kretinsky, durch Investments in Energiekonzerne groß geworden, ist auch im Handel kein Unbekannter. Seine Investmentgesellschaft EPGC ist mit einem Anteil von über 45 Prozent größter Aktionär des Großhändlers Metro. Metro ist wiederum die ehemalige Konzernmutter von Media Markt und Saturn. Kretinsky ist in Frankreich zudem an der Supermarkt-Kette Casino beteiligt und hält Anteile an Medien-Unternehmen.

rtr
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