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Michael DiekmannAllianz-Aufsichtsratschef wird zum Top-Verdiener

Der Allianz-Aufsichtsratschef Michael Diekmann bekommt eine ordentliche Gehaltserhöhung: Seine jährliche Festvergütung soll um 80 Prozent steigen. Wie der Aufsichtsrat das begründet. 03.03.2023 - 12:58 Uhr

Michael Diekmann sitzt auch in den Aufsichtsräten von Siemens und Fresenius.

Foto: REUTERS

Allianz-Aufsichtsratschef Michael Diekmann steigt mit einer kräftigen Gehaltserhöhung in diesem Jahr voraussichtlich zu den Top-Verdienern unter den Dax-Aufsehern auf. Der Versicherungsriese will die jährliche Festvergütung für den Aufsichtsratschef um 200.000 auf 450.000 Euro erhöhen, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Geschäftsbericht hervorgeht. Sein Stellvertreter Herbert Hainer erhielte dann 225.000 Euro, 35 Prozent mehr als bisher, normale Aufsichtsräte kommen auf 150.000 (bisher 125.000) Euro im Jahr. Zur Begründung verwies die Allianz auf die Entwicklung der Vergütungen in Aufsichtsräten vergleichbarer Unternehmen. Die Hauptversammlung muss der Erhöhung noch zustimmen.

Im vergangenen Jahr kam der 68-jährige Diekmann mit allen Sitzungsgeldern und Extra-Tantiemen für die Mitgliedschaft in Ausschüssen bereits auf 537.000 Euro. Er sitzt auch in den Aufsichtsräten von Siemens und Fresenius. Bestverdiener unter den Dax-Aufsichtsratschefs war über Jahre Paul Achleitner, der 2021 von der Deutschen Bank 870.000 Euro bekam, seinen Posten im vergangenen Jahr aber an Alexander Wynaendts abgegeben hat. Hans-Dieter Pötsch bekam 2021 als Volkswagen-Aufsichtsratschef 415.000 Euro, sein Gehalt als Vorstandschef des Großaktionärs Porsche SE kam aber noch dazu.

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Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte musste im vergangenen Jahr leichte Abstriche beim Gehalt machen. Grundgehalt, Jahresbonus, die ausgezahlten Langfrist-Boni aus den vergangenen Jahren und die Zuschüsse zur Altersversorgung summierten sich auf eine Vergütung von 6,78 (2021: 6,96) Millionen Euro. In den nächsten Jahren winkt ihm deutlich mehr Geld: Der für seine Leistung im Jahr 2022 in Aussicht gestellte Langfrist-Bonus stieg auf 3,50 (3,15) Millionen Euro. Verdient hat Bäte damit 2022 insgesamt 8,5 (7,86) Millionen. Die Zielvergütung des Vorstands wird ab 2023 um fünf Prozent erhöht, wie es im Geschäftsbericht heißt.

Der Aufsichtsrat rechnete Bäte vor allem die rasche Beilegung des Skandals um Hedgefonds der US-Tochter von Allianz Global Investors (AllianzGI) an, der den Konzern 5,6 Milliarden Euro kostete. „Als Vorsitzender des Vorstands hat Oliver Bäte im Krisenjahr 2022 das Unternehmen und sein Team mit ruhiger Hand erneut zu operativen Rekordergebnissen geführt“, hieß es zur Begründung.

Bestverdiener im Allianz-Vorstand war aber Ivan de la Sota, der zum Jahresende vorzeitig ging und dafür eine Abfindung von zwei Jahresgehältern – 6,5 Millionen Euro – erhielt. Insgesamt kam der Spanier damit auf 8,26 Millionen Euro, obwohl ihm der Aufsichtsrat das schwache Abschneiden in Spanien und Brasilien zur Last legte, für die er unter anderem zuständig war.

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rtr
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