1. Startseite
  2. Finanzen
  3. Börse
  4. Dax: höchster Stand seit Februar 2022

Börse in FrankfurtDax auf höchstem Stand seit Februar 2022

Der Dax hat am Dienstag nach einem stabilen Handelsstart den höchsten Stand seit dreizehn Monaten markiert. Die Marke von 15.700 Punkten rückt zunehmend näher. 08.03.2023 - 12:04 Uhr Quelle: dpa

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland.

Foto: dpa

Unterstützung kommt auch von der deutschen Industrie. Diese startete solide in das neue Jahr und erhielt mehr Aufträge als im Vormonat Dezember. Analysten hatten dagegen im Schnitt mit einem Rückgang gerechnet.

Der deutsche Leitindex gewann im frühen Handel 0,14 Prozent auf 15.675,27 Punkte. Am Montag war es dem deutschen Leitindex erstmals gelungen, mit knapp unter 15.680 Punkten auf den höchsten Stand seit Februar vergangenen Jahres zu klettern. Der MDax der mittelgroßen Werte legte um 0,08 Prozent auf 29.195,70 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 zeigte sich prozentual unverändert bei 4313,75 Punkten.

Im Handelsverlauf könnte sich eine gewisse Nervosität bemerkbar machen, denn US-Notenbankpräsident Jerome Powell wird später vor dem Bankenausschuss des US-Senats sprechen. Im Vordergrund der Diskussion werde das Verhältnis von Realwirtschaft und Teuerung stehen, erwartet Thomas Meißner, Leiter Research Finanzmarktstrategie der LBBW. „Wie viel Abschwächung der Wirtschaftsleistung wird die US-Notenbank in Kauf nehmen, um die überbordende Inflation zu bändigen?“

Von Ebitda bis US-GAAP: Kürzel, die Anleger kennen sollten
United States Generally Accepted Accounting Principles, der Bilanzstandard der Vereinigten Staaten.
International Financial Reporting Standards. Internationaler Bilanzstandard (Anwendung in 144 Ländern). Seit 2005 in Deutschland Pflicht für den Konzernabschluss aller Unternehmen, die Anleihen oder Aktien öffentlich notiert haben.
Handelsgesetzbuch. Nach wie vor Bilanzstandard für den Einzelabschluss aller Unternehmen in Deutschland. Der Einzelabschluss umfasst weniger Töchter als der Konzernabschluss, ist aber Bemessungsgrundlage für Ausschüttungen wie Dividenden.
Geschäfts- und Firmenwerte (Goodwill) sind eine Vermögensposition in der Bilanz, die die Prämie auf die erworbenen Vermögen übernommener Unternehmen widerspiegeln
Ergebnis vor Steuern, Zinsen, regelmäßigen Abschreibungen und Sonderabschreibungen auf aufgekaufte Unternehmen (Firmenwerte/Goodwill). Schönwetterkennzahl, die keinem Bilanzstandard unterliegt. Wird von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich errechnet. Wird zudem oft auch noch bereinigt. Gewisse Aussagekraft im Verhältnis zum Schuldenstand (je geringer die Relation zwischen Ebitda zu Schulden, desto besser steht das Unternehmen da).
Ergebnis vor Steuern, Zinsen, regelmäßigen Abschreibungen. Ebenfalls eine Schönwetterkennzahl (siehe Ebitda).
Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Kann als operatives Ergebnis (Betriebsergebnis) herhalten, falls keine außerordentlichen Zinsausgaben oder -einnahmen anfallen. Auch hier bereinigen Unternehmen gerne.
Ergebnis vor Steuern, nach Steuern ergibt sich der Nettogewinn (Jahresüberschuss) als Kernkennzahl für den Aktionär. Aus dem Jahresüberschuss errechnet sich das EPS: Ergebnis je Aktie (Earnings per Share), wenn die Anzahl der Aktien eines Unternehmens durch den Nettogewinn geteilt wird. Der aktuelle Aktienkurs geteilt durch das EPS wiederum ergibt das KGV (Kurs-Gewinn-Verhältnis). Irrelevant, weil oft schwierig nachvollziehbar und/oder gewinnpolitisch motiviert, sind für Aktionäre sogenannte Pro-forma-, bereinigte Gewinne oder Pro-forma-, bereinigte EPS.

Im Dax nahm Zalando die Index-Spitze ein mit plus 5,1 Prozent, während sich Henkel nach jüngsten Kursgewinnen mit minus 3,4 Prozent am Index-Ende wiederfand. Nach einem Gewinneinbruch im vergangenen Jahr will der Online-Modehändler Zalando seine Profitabilität bis 2025 deutlich verbessern, was am Markt positiv aufgenommen wurde.

Der Konsumgüter- und Klebstoffhersteller Henkel konnte nicht begeistern. Auf den ersten Blick habe es im Zahlenwerk zum Schlussquartal 2022 keine größeren Überraschungen gegeben, hieß es seitens der DZ Bank. Bernstein-Analyst Bruno Monteyne dagegen hob hervor, dass die Consumer-Sparte erneut enttäuscht habe. Für die Brenntag-Papiere ging es um 2,0 Prozent hoch, denn Kreisen zufolge will der Chemikalienhändler mindestens fünf Prozent seiner Aktien zurückkaufen.

Hellofresh büßte am Ende des MDax zeitweise prozentual zweistellig ein. Zuletzt verloren die Aktien 5,9 Prozent. Ein Händler sowie auch Analyst Marcus Diebel von JPMorgan beurteilten den operativen Ergebnisausblick des Kochboxen-Lieferanten negativ. Gea dagegen gehörten mit plus 1,2 Prozent zu den Favoriten im Index der mittelgroßen Werte, denn der Anlagenbauer übertraf 2022 sein zuvor bereits angehobenes Gewinnziel und auch die durchschnittlichen Erwartungen von Branchenexperten.

Schaeffler büßten im SDax 7,1 Prozent ein, denn der weiterhin mit hohen Kosten kämpfende Auto- und Industriezulieferer enttäuschte mit seinem operativen Ergebnis und der Profitabilität im vierten Quartal. Zudem fiel der Ausblick vorsichtig aus.

Lesen Sie auch: Festgeld – Über drei Prozent in turbulenten Zeiten

dpa
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick