1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Versicherer
  4. Versicherungen: Münchener Rück ist bereit für Milliarden-Zukäufe

VersicherungenMünchener Rück ist bereit für Milliarden-Zukäufe

Die Rückversicherung aus München sieht Übernahmen im einstelligen Milliardenbereich weiterhin als eine valide Möglichkeit. Es dreht sich vor allem um die Erstversicherung Ergo. 31.03.2023 - 09:07 Uhr

ARCHIV - Firmen-Schriftzug am neuen Bürogebäude "Münchner Tor" des weltgrößten Rückversicherers Münchener Rück in München, aufgenommen am 08.11.2004. Die Munich Re gibt am Dienstag (09.11.2010) die Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2010 bekannt. Foto: Frank Mächler dpa/lby +++(c) dpa - Bildfunk+++

Foto: dpa

Die Münchener Rück liebäugelt weiter mit Zukäufen für ihre Erstversicherungs-Tochter Ergo – auch im Milliardenvolumen. „Wir wollen Bestände oder Unternehmen in der Erstversicherung erwerben, um Skaleneffekte zu nutzen und in einigen Fällen auch, um die Marktabdeckung zu erhöhen. Das gilt sowohl für Ergo als auch für Spezialversicherungen“, sagte Vorstandschef Joachim Wenning der am Freitag erscheinenden Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“.

„Im einstelligen Milliardenbereich können wir jederzeit aktiv werden.“ Übernahmen im Volumen von mehr als zehn Milliarden Euro seien unwahrscheinlich, weil die Chance gering sei, in dieser Größenordnung einen passenden Übernahmekandidaten zu finden.

Wenning bekräftigte, dass die Münchener Rück im Kerngeschäft der Rückversicherung nicht zukaufen wolle. Die Kunden seien zumeist Kunden bei mehreren Rückversicherern, um ihre Risiken zu streuen. „Also würden wir mit einem Zukauf Geschäft verlieren.“

Bei den nächsten Vertragserneuerungs-Runden im April und Juli seien stärkere Preiserhöhungen zu erwarten als im Januar, in dem die Münchener Rück ein risikoadjustiertes Plus von 2,3 Prozent gemeldet hatte. Sowohl in Asien als auch in den USA, wo in den nächsten Runden überwiegend verhandelt wird, spiele das Geschäft mit Naturkatastrophen eine große Rolle.

„Hier sind die Ratenerhöhungen schon im Januar sehr deutlich gewesen, viel deutlicher, als es die 2,3 Prozent vermuten lassen“, sagte der Vorstandschef. „Für die nächsten Runden dürfen Sie von einem höheren Prämienanstieg ausgehen.“

Dabei werde sich der Weltmarktführer auch aus Märkten nicht zurückziehen, in denen sich zuletzt – wie im US-Bundesstaat Florida – Hurrikane gehäuft haben, für die die Rückversicherer einstehen müssen. „Wir können es uns leisten und wir sehen keinen Grund, Kapazitäten zu reduzieren, weil die Verdienstmöglichkeiten etwa in Märkten wie Florida unverändert gegeben sind.“

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick