Bankenkrise: First Republic Bank will bis zu 25 Prozent der Belegschaft entlassen – Aktie bricht nachbörslich um 21 Prozent ein
Die US-Regionalbank ist weiterhin angeschlagen.
Foto: ReutersDie US-Regionalbank First Republic kündigte am Montagabend an, im laufenden Quartal 20 bis 25 Prozent seiner Belegschaft entlassen zu wollen. Zudem hatten Kunden aus Furcht vor einem Zusammenbruch zuletzt massiv Gelder abgezogen. Die Einlagen brachen im ersten Quartal um 41 Prozent auf 104 Milliarden Dollar ein, teilte das Geldhaus am Montag mit.
Der Kollaps der Konkurrenten Silicon Valley Bank und Signature Bank hat das Vertrauen der Kunden in US-Regionalbanken erschüttert, die ihre Guthaben lieber bei den großen Instituten parken. Der Reingewinn der First Republic Bank ging dank gestiegener Zinsen zum Jahresauftakt aber weniger stark zurück als befürchtet und lag bei 1,23 Dollar je Aktie. Die Titel des Instituts gaben im nachbörslichen US-Geschäft dennoch mehr als 21 Prozent nach – im Handelsverlauf lagen sie noch deutlich im Plus.
Mitte März hatte die Bank Einlagen in Höhe von 30 Milliarden US-Dollar von anderen US-Banken erhalten. Zu den Banken, die First Republic unterstützten, gehören unter anderem Amerikas größte Bank JP Morgan Chase, die Bank of America, Citigroup, Goldman Sachs und Morgan Stanley. Die US-Regierung wollte offenbar verhindern, dass es nach dem Aus der Silicon Valley Bank und der New Yorker Signature Bank zu einer weiteren Bankenpleite kommt.
Mehr: Das „Lehman-Moment“ ist ausgeblieben, allerdings entfalteten sich die Probleme auch 2008 phasenweise. Die Krise ist noch nicht vorbei.