Autoindustrie: Autozulieferer Brose tauscht erneut den Chef aus
Der 43-Jährige war vor drei Jahren vom Autozulieferer Webasto gekommen und seit 2021 Vize-Chef von Brose.
Foto: Brose Fahrzeugteile GmbH & Co. KG / MICHAEL AUST XPOZum dritten Mal innerhalb von fünf Jahren bekommt der fränkische Autozulieferer Brose einen neuen Chef. Philipp Schramm soll vom 1. September an interimsweise die Führung des Herstellers von Fahrzeugtüren und -sitzen übernehmen, wie Brose am Donnerstag in Coburg mitteilte.
Der 43-Jährige, der vor drei Jahren vom Autozulieferer Webasto gekommen war und seit 2021 Vize-Chef von Brose war, löst dann Ulrich Schrickel ab, der um die Auflösung seines Vertrages als Vorsitzender der Geschäftsführung gebeten habe.
Der frühere Bosch-Manager Schrickel (57) war seit Anfang 2020 im Amt. Unter seiner Ägide war zwar der Umsatz auf 7,5 Milliarden Euro gestiegen, die Familiengesellschafter übten zuletzt aber offen Kritik an der Umsatzrendite von nur 1,1 Prozent.
Schramm habe „die uneingeschränkte Unterstützung von Gesellschaftern und Beirat bei der Aufgabe, neben seiner kaufmännischen Verantwortung das Familienunternehmen Brose in schwierigen Zeiten wieder auf Erfolgskurs zu bringen“, hieß es in der Mitteilung.
Die Familieneigentümer um Michael Stoschek hatten im April die mangelnde Motivation der 31.000 Mitarbeiter beklagt. Nun wird auch Personalchef Olaf Gelhausen abgelöst, sein Nachfolger Bernhard Blauth (52) kommt von Knorr-Bremse.