British Airways: Airlines übertreffen Gewinnerwartungen dank großer Reiselust
Bisher hat die gestiegene Inflation wenig Auswirkungen auf die Nachfrage nach Flugreisen.
Foto: ReutersBei den Airline-Konzernen IAG und Air France KLM brummt das Geschäft: Die British-Airways-Mutter IAG übertraf im zweiten Quartal mit 1,25 Milliarden Euro Betriebsgewinn die Prognose von Analysten um 40 Prozent. Die Aussichten für das laufende Sommerquartal seien ermutigend und es seien keine Anzeichen von Schwäche bei den Buchungen auszumachen, erklärte die britisch-spanische Airline-Gruppe am Freitag, zeigte sich aber mit Blick auf die Wintersaison vorsichtig. Über das Gesamtjahr herrsche größere Unsicherheit.
Die Jahresprognose, nach der die Lufthansa-Konkurrentin das obere Ende einer Spanne von 1,8 bis 2,3 Milliarden Euro Betriebsgewinn erreichen will, bekräftigte IAG. Die Gruppe, zu der auch die spanischen Airlines Iberia und Vueling und die irische Aer Lingus gehört, hat im ersten Halbjahr nach kleinem Gewinn im Auftaktquartal 1,26 Milliarden Euro operativ verdient. Im Vorjahreszeitraum waren es wegen der Reisebeschränkungen während der Corona-Pandemie 446 Millionen Euro Verlust.
Seit dem Ende der Pandemie boomt die Nachfrage von Touristen nach Flügen. Die Belastung der Privathaushalte durch die hohe Inflation und steigende Zinsen hat entgegen der Sorge vieler Branchenexperten die Reiselust nicht gedämpft.
Auch der französisch-niederländische Konzern Air France KLM schnitt von April bis Juni besser ab als von Analysten erwartet. Das Betriebsergebnis war mit 733 Millionen Euro fast doppelt so hoch wie im Vorjahr, während am Markt nur 663 Millionen Euro erwartet worden waren. Niedrigere Kerosinkosten und höhere Ticketpreise trieben die Rendite des Konzerns auf 9,6 Prozent. Nach 92 Prozent des Vorkrisenniveaus von 2019 bei der Kapazität erwartet Air France KLM 95 Prozent im Sommerquartal.
Die Lufthansa veröffentlicht ihre Quartalsbilanz am 3. August. Vom Unternehmen befragte Analysten erwarten einen operativen Gewinn von rund einer Milliarde Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr, bei 9,4 Milliarden Euro Umsatz.