Inflation: Frankreich: Le Maire vermeldet Inflationspakt mit Einzelhändlern
Die französische Regierung ist bemüht, die Preise für Lebensmittel und andere Grundnahrungsmittel zu senken.
Foto: BloombergIn Frankreich hat die Regierung eine Vereinbarung mit Lebensmitteleinzelhändlern und Herstellern zur Dämpfung der Inflation unter Dach und Fach gebracht. Finanzminister Bruno Le Maire erklärte am Donnerstag nach zweitägigen Verhandlungen im Fernsehen, Firmen hätten zugesagt, die Preise für 5000 Artikel des täglichen Bedarfs einzufrieren oder zu senken. Allerdings hätten sich die Branchengrößen Unilever, Nestle und PepsiCo der Kooperation verweigert.
Die französische Regierung ist bemüht, die Preise für Lebensmittel und andere Grundnahrungsmittel zu senken. Denn diese verteuern sich rasant.
Die August-Daten zeigen, dass die Teuerung bei Lebensmitteln mit 11,1 Prozent weit über der nach einheitlichen europäischen Standards berechneten Gesamtinflationsrate von 5,7 Prozent liegt. Einzelhändler wie Carrefour und Les Mousquetaires befürchten, dass französische Verbraucher aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten Einkäufe einschränken.
Sie sehen die Schuld bei globalen multinationalen Konzernen: Die Einzelhandels-Lobbygruppe FDC erklärte jüngst, nur 25 von 75 großen Konsumgüterkonzernen hätten sich bisher auf Preissenkungen geeinigt, und das auch nur bei einer begrenzten Anzahl von Produkten.