Preisfrage: Die Ökonomie des Pullovers: Wie viel Gewinn macht der Handel?
Jetzt wo der Winter kurz bevor steht, ist der Baumwollpullover ein wichtiges Kleidungsstück, um sich zu wärmen. 65,2 Milliarden Euro haben deutsche Privathaushalte laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2022 für Kleidung ausgegeben. So viel wie noch nie zuvor. Es handelt sich um das umsatzstärkste Konsumgut im Handel abseits von Lebensmitteln.
Auch für den deutschen Arbeitsmarkt ist der Bekleidungshandel wichtig. Rund 311.000 Personen waren in der Branche 2022 beschäftigt – mehrheitlich Frauen.
Wie sich der Preis eines Pullovers zusammensetzt, lässt sich nur hochrechnen. Denn Branchenverbände wie der Handelsverband BTE Textil haben zuletzt 2019 in einem Betriebsvergleich im mittelständischen Einzelhandel lediglich den Verbraucherpreis für ein T-Shirt auseinanderdividiert.
35,70 €
Einkaufspreis mit Mehrwertsteuer
+
12,66 €
Arbeitskraft
+
8,94 €
Werbung, Miete, Abschreibungen
+
2,70 €
Gewinn Handel
=
60,00 €
Bild: DDP-Images
Quelle: BTE Handelsverband
Die Zahlen zu Baumwollpullovern wurden so explizit nicht erhoben. Anhand der prozentualen Anteile beim Preis eines T-Shirts lässt sich aber hochrechnen, wie sich der Preis eines Baumwollpullovers ungefähr zusammensetzt und wie viel Gewinn der Handel zur Zeit damit erwirtschaftet.
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