Banken: Italienische Behörde nimmt Intesa-Bank ins Visier
2000 Kunden haben Beschwerde gegen die Intensa-Bank eingelegt.
Foto: ReutersItaliens Wettbewerbshüter nehmen die Kunden-Kommunikation der Bank Intesa unter die Lupe. Das Geldhaus hatte tausende ihrer Kunden nur digital mit einer Mitteilung in der Online-Inbox darüber informiert, dass sie künftig Kunden der reinen Onlinebank Isybank seien.
Die Behörde erklärte am Donnerstag, es gebe 2000 Beschwerden von Intesa-Kunden über den aufgezwungenen Wechsel, der zudem wichtige Änderungen bei den Konditionen der Konten mit sich bringe. Das Fehlen einer schriftlichen Mitteilung hatte bereits die italienische Zentralbank auf den Plan gerufen.
Kritik kam auch aus der Partei von Premierministerin Giorgia Meloni. Diese forderte das Finanzministerium vergangenen Monat auf, die Intesa-Kunden zu schützen, indem sie ihnen mehr Zeit einräumt, um der Zwangsmigration zu entgehen und zu einer anderen Bank zu wechseln.
Isybank, eine cloudbasierte, kostengünstige Online-Bank, ist ein wichtiger Baustein der langfristigen Strategie von Intesa-Vorstand Carlo Messina. Er will so Kosten senken und die Bank auf Mehrwertdienste wie Vermögensverwaltung und Versicherungen konzentrieren.
Nach dem Start der Isybank im Juni begann Intesa Anfang Oktober damit, rund 300.000 Kunden aus seinem traditionellen Netzwerk zu dem Onlineangebot zu transferieren. Nach Angaben der Bank zielt die Isybank auf rund vier Millionen jüngere Kunden ab, die Dienstleistungen ihrer Filialen nicht nutzen.