1. Startseite
  2. Unternehmen
  3. Banken
  4. Griechenland: Hellas-Bankenrettungsfonds stößt Anteil an National Bank ab

GriechenlandHellas-Bankenrettungsfonds stößt Anteil an National Bank ab

Der griechische Bankenrettungsfonds verkauft offenbar Anteile an der National Bank, Griechenlands zweitgrößter Bank. Investor ist unter anderem Blackrock. 17.11.2023 - 08:49 Uhr

Der griechische Bankenrettungsfonds Hellas verkauft Anteile an der National Bank.

Foto: Bloomberg

Der staatlich kontrollierte griechische Bankenrettungsfonds HFSF stößt einem Insider zufolge einen Anteil an der National Bank (NBG) ab, den er im Zuge der Schuldenkrise erworben hat. Der Fonds veräußerte eine 22-prozentige Beteiligung an dem gemessen am Marktwert zweitgrößten griechischen Kreditgeber, wie eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag sagte. Die Nachfrage nach den Aktien sei achtfach überzeichnet gewesen.

Der Fonds hatte während der zehnjährigen Schuldenkrise des Landes, die 2018 endete, rund 50 Milliarden Euro zur Stützung der vier größten griechischen Kreditgeber im Gegenzug für Aktien bereitgestellt. Im vergangenen Monat begann er mit dem Verkauf seiner Anteile. Die Eurobank war die erste, die die staatliche Beteiligung an ihrem Aktienkapital im Oktober beendete. Am Montag schloss der HFSF den Verkauf eines Anteils von neun Prozent an der Alpha Bank an die UniCredit ab.

Der HFSF hält 40 Prozent der NBG-Anteile. Nach Berechnungen von Reuters brachte der Verkauf von 22 Prozent mehr als eine Milliarde Euro ein. Fidelity, Blackrock, Norges, Lazard, RWC und Allianz gehörten dem Insider zufolge zu den Investoren, die NBG-Aktien kauften.

Die Ratingagentur S&P hat Griechenland Ende Oktober das Prädikat „Investment Grade“ verliehen. Die Agentur stufte die Kreditwürdigkeit des südeuropäischen Landes hoch auf „BBB-“. Der Ausblick sei stabil. Zuvor lag die Bewertung bei „BB+“ und damit im sogenannten Ramsch-Bereich mit hohem Ausfallrisiko. Griechenland war wegen der Schuldenkrise 2010 in den Ramsch-Bereich heruntergestuft worden. Die Euro-Länder und der Internationale Währungsfonds hatten Griechenland insgesamt mehr als 260 Milliarden Euro geliehen. Im Gegenzug verpflichtete sich das am höchsten verschuldete Land der Euro-Zone zu Reformen und harten Sparmaßnahmen. 2018 kam Griechenland aus der Krise, blieb aber das einzige Land in der Euro-Zone mit „Ramsch"-Status.

rtr
Mehr zum Thema
Unsere Partner
Anzeige
Stellenmarkt
Die besten Jobs auf Handelsblatt.com
Anzeige
Homeday
Homeday ermittelt Ihren Immobilienwert
Anzeige
IT BOLTWISE
Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik
Anzeige
Remind.me
Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s
Anzeige
Presseportal
Lesen Sie die News führender Unternehmen!
Anzeige
Bellevue Ferienhaus
Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen
Anzeige
Übersicht
Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche
Anzeige
Finanzvergleich
Die besten Produkte im Überblick
Anzeige
Gutscheine
Mit unseren Gutscheincodes bares Geld sparen
Anzeige
Weiterbildung
Jetzt informieren! Alles rund um das Thema Bildung auf einen Blick