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COP28UN-Klimakonferenz ist in die Verlängerung gegangen

Deutschland und andere Staaten wollen auf der Klimakonferenz einen Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas als Ziel im Kampf gegen den Klimawandel festschreiben. Doch es gibt keine Einigkeit. 12.12.2023 - 11:29 Uhr Quelle: dpa

Außenministerin Annalena Baerbock hält den Abschlussentwurf für unzureichend.

Foto: dpa

Die Weltklimakonferenz in Dubai ist am Dienstag wie erwartet in die Verlängerung gegangen. Eigentlich wollte Konferenzpräsident Sultan al-Dschaber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten das Treffen der knapp 200 Staaten um 11.00 Uhr vormittags Ortszeit (08.00 Uhr MEZ) abschließen. Doch das Ringen um einen Abschlusstext ging weiter.

Am Montagabend hatte Al-Dschaber, zugleich Chef des staatlichen Ölkonzerns, einen Entwurf vorgelegt, den die EU, die Bundesregierung und Dutzende andere Staaten als enttäuschend und unzureichend eingestuft hatten. Auch Umweltverbände reagierten überwiegend empört und forderten Nachbesserungen.

Aufreger ist, dass in dem Textentwurf der von mehr als 100 Staaten eingeforderte Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas nicht mehr erwähnt wird - anders als in vorherigen Versionen. Das UN-Treffen mit rund 97.000 Teilnehmern hatte am 30. November begonnen.

Nach Kritik wird neuer Textentwurf ausgearbeitet

Die Präsidentschaft der COP28 will nach der Kritik eine nachgebesserte Version vorlegen. Dies kündigte der Generaldirektor des UN-Treffens, Madschid Al-Suwaidi, an. Die Kritik habe man erwartet, sagte er. „Tatsächlich wollten wir, dass der Text Gespräche anregt - und genau das ist passiert.“ Es gebe sehr verschiedene Ansichten, insbesondere in Bezug auf die Sprache rund fossile Brennstoffe wie Kohle, Öl und Gas.

Bedenken gegen Ausstiegsbeschluss

Außenministerin Annalena Baerbock sagte, für die europäische Delegation sei eine Verlängerung kein Problem. „Wir haben Zeit. Und wir sind darauf eingestellt, auch noch ein bisschen länger zu bleiben“, sagte die Grünen-Politikerin.

Gegen einen Beschluss zum Ausstieg aus den fossilen Energien hatten zuletzt etliche Länder Bedenken geäußert, darunter das ölreiche Saudi-Arabien, aber auch China, der Irak, Indien und Russland.

Lesen Sie auch: So verdienen Anleger am Comeback fossiler Brennstoffe

dpa
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