US-Präsidentschaft: Truman bis Biden – demokratische US-Präsidenten im Überblick
Harry S. Truman
Truman von 1945 bis 1953 der 33. Präsident der Vereinigten Staaten. Zuvor war er 1945 kurzzeitig Vizepräsident an der Seite von Franklin D. Roosevelt. Nach dem Tod Roosevelts übernahm Truman selbst die Präsidentschaft. Die Anfangszeit seiner Präsidentschaft überschatteten die politischen Spannungen mit der Sowjetunion. In die Geschichte ging die sogenannte Truman-Doktrin ein: Truman forderte darin, die Expansion der Sowjetunion aufzuhalten und Regierungen im Widerstand gegen den Kommunismus zu unterstützen. Damit begann der Kalte Krieg.
John Fitzgerald Kennedy
JFK war von 1961 bis 1963 der 35. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Seine Regierungszeit wurde von außenpolitischen Ereignissen geprägt: die Hochphase des Kalten Krieges, die Invasion in der Schweinebucht, die Kubakrise, die Eskalation des Vietnamkriegs sowie der Bau der Berliner Mauer. Unvergessen bleibt seine Rede, in der der Satz „Ich bin ein Berliner“ fiel. Kennedy galt wegen seines vergleichsweise jungen Alters und seines Charismas als Hoffnung auf eine Erneuerung Amerikas. Doch die wurde auf dramatische Weise zerstört. Denn am 22. November 1963 wurde JFK in Dallas durch zwei Gewehrschüsse getötet.
Lyndon B. Johnson
Nach Kennedys Tod übernahm der bisherige Vizepräsident Lyndon B. Johnson die Geschäfte. Johnson führte die verbleibenden 14 Monate von Kennedys Amtsperiode zu Ende und wurde bei der Präsidentschaftswahl im November 1964 mit überwältigender Mehrheit im Amt bestätigt. Johnsons Vision: Ein demokratischeres und gerechteres Amerika. Der Demokrat wollte Unterprivilegierten und vor allem Afroamerikanern zu mehr Chancengleichheit verhelfen. Mit seiner Bürgerrechtsagenda konnte er den Sozialstaat ausbauen und Gesetze zum Wahlrecht, dem Gesundheitswesen, der Umwelt oder den Bürgerrechten verabschieden.
James Earl „Jimmy“ Carter Jr.
Jimmy Carter amtierte von 1977 bis 1981 als 39. Präsident der Vereinigten Staaten. In seiner Amtszeit vermittelte Carter das erste Camp-David-Abkommen, das zum Friedensschluss zwischen Ägypten und Israel führte. Er handelte den SALT-II-Vertrag zur Rüstungsbegrenzung mit der Sowjetunion aus nahm erste diplomatische Beziehungen zu China auf. Nach seiner Amtszeit wurde Carter nicht wiedergewählt.
William Jefferson „Bill“ Clinton
Bill Clinton ist der 42. Präsident der Vereinigten Staaten und war von 1993 bis 2001 im Amt. Seine Präsidentschaft fiel in die Zeit der „goldenen 1990er“, geprägt durch den Zerfall des Sozialismus und einem weltweiten Aufschwung in den Bereichen Frieden, Demokratie und Ökonomie. Clinton konnte 1997 in seine zweite Amtszeit starten, die allerdings von der Affäre mit der damaligen Praktikantin Monica Lewinsky überschattet wurde. In der Folge wurde ein Amtsenthebungsverfahren (impeachment) gegen Clinton eingeleitet, das jedoch scheiterte. Bill Clinton ist mit Hillary Clinton verheiratet, die 2016 für die Demokraten gegen Donald Trump das Rennen um die US-Präsidentschaft verlor.
Barack Hussein Obama
Barack Obama war von 2009 bis 2017 der 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Er ist der erste Afroamerikaner, der als Präsident ins Weiße Haus ziehen konnte. Sein Vizepräsident während beider Amtsperioden: Joe Biden. Am 10. Dezember 2009 erhielt Obama den Friedensnobelpreis.
Joseph „Joe“ Robinette Biden, Jr.
Joe Biden ist seit dem 20. Januar 2021 der 46. Präsident der Vereinigten Staaten. Er ist der bisher älteste Präsident in der amerikanischen Geschichte. Am 25. April 2023 kündigte Joe Biden offiziell seine Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl 2024 an. Doch aufgrund seines Alters und Zweifeln an seiner geistigen Verfassung geriet der 81-Jährige stark unter Druck, auch innerhalb der eigenen Partei. Im Juli zog er daher seine Kandidatur zurück.