Militäroffensive in Rafah: Merz besucht Israel: Treffen mit Herzog und Netanjahu
21.03.2023, Israel, Jerusalem: Friedrich Merz, CDU-Vorsitzender und Chef der Unions-Bundestagsfraktion,legt bei seinem Besuch der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem einen Kranz in der Halle des Gedenkens nieder.
Foto: dpaBei seinem ersten Besuch nach dem Angriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober will der CDU-Vorsitzende auch mit Außenminister Israel Katz, Oppositionsführer Jair Lapid sowie dem Oppositionspolitiker Benny Gantz sprechen. Gantz gehört dem israelischen Kriegskabinett an. Zudem möchte Merz ein Krankenhaus besuchen.
Merz wird von den stellvertretenden Fraktionschefs Johann Wadephul und Jens Spahn sowie der stellvertretenden Vorsitzenden der Deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, Gitta Connemann (alle CDU), begleitet.
Die Gespräche finden auch vor dem Hintergrund der von Netanjahu angekündigten Militäroffensive in Rafah im Süden des Gazastreifens statt. Eine Offensive in Rafah gilt als hochproblematisch, weil sich in dem Ort, der vor dem Krieg rund 300.000 Einwohner hatte, inzwischen weit mehr als eine Million Palästinenser aufhalten sollen. Die meisten von ihnen flohen vor dem Krieg aus anderen Teilen des Gazastreifens dorthin, zum Teil auf Anordnung des israelischen Militärs.
Auslöser des Gaza-Kriegs war das schlimmste Massaker in der Geschichte Israels, das Terroristen der islamistischen Hamas und anderer extremistischer Gruppen am 7. Oktober in Israel verübt hatten.
Auf israelischer Seite sind in der Folge mehr als 1200 Menschen getötet worden. Israel reagierte mit massiven Luftangriffen und einer Bodenoffensive. Die Zahl der im Gazastreifen getöteten Palästinenser ist seit Kriegsbeginn nach palästinensischen Angaben auf über 28.000 gestiegen.
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