Börsen Asien: Asiatische Börsen eröffnen uneinheitlich
Die asiatischen Börsen eröffnen am Mittwochmorgen uneinheitlich. Japanische Aktien legten bei einem schwächelnden Yen zu, während chinesische Aktien abrutschten. „Es ist ein unruhiger, richtungsloser Handel, und dafür gibt es einen guten Grund: Wir haben die Zeit des Quartals erreicht, in der sich die Umschichtungsströme auf den Markt auswirken“, sagte Tony Sycamore, ein Stratege bei IG.
Zudem würden zwei Schlüsselereignisse – die Veröffentlichung des von der US-Notenbank favorisierten Inflationsindikators und öffentliche Kommentare des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell – am Freitag stattfinden, wenn die meisten Märkte wegen eines Feiertags geschlossen sind. Die Inflationsdaten hätten nicht das getan, was man erwartet habe, und im Falle eines starken Anstiegs würde „der holprige Weg, über den die Fed gesprochen hat, plötzlich eher wie eine Bergwanderung aussehen“, so Sycamore.
Die Gewinne der chinesischen Industrieunternehmen stiegen im Zeitraum, Januar/Februar um 10,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dies geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten der Nationalen Statistikbehörde (NSB) hervor. Der starke Anstieg spornt den Optimismus über einen soliden Start in das Wirtschaftsjahr 2024 nach einer Reihe positiver Wirtschaftsindikatoren für China erneut an.Die Statistikbehörde hatte für das gesamte Vorjahr 2023 einen Gewinnrückgang um 2,3 Prozent verzeichnet. Die Zahlen zu den Industriegewinnen umfassen Unternehmen mit einem Jahresumsatz von mindestens 20 Millionen Yuan (2,8 Millionen US-Dollar) aus ihrem Hauptgeschäft.
Japans Nikkei-Index legte um 1,1 Prozent auf 40.842,73 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,9 Prozent höher bei 2.806,08 Zählern.
Der Yen näherte sich mit 151,68 pro Dollar erneut der Marke von 152 pro Dollar, die von einigen Beobachtern als roter Bereich für Interventionen der japanischen Zentralbank angesehen wird. Die japanischen Behörden waren im Oktober 2022 bei 151,94 eingeschritten. Die japanische Landeswährung ist trotz der ersten Zinserhöhung der Bank of Japan seit 17 Jahren in der vergangenen Woche gesunken. Der japanische Finanzminister Shunichi Suzuki sagte am Mittwoch, er werde „entschiedene Schritte“ gegen „exzessive Währungsbewegungen“ unternehmen.
Der breit gefasste MSCI-Index für den asiatisch-pazifischen Raum legte insgesamt um 0,11 Prozent zu. Dies verwandelte sich allerdings in einen Rückgang von 0,22 Prozent, wenn die japanischen Aktien dabei nicht berücksichtigt wurden. Die Börse Shanghai verlor 0,5 Prozent auf 3.015,74 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 3.527,41 Punkte.