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DUHNur sieben Städte erreichen beim Solarausbau das Ziel

Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert: In den meisten deutschen Großstädten geht der Solarausbau zu langsam voran. Nur sieben der 82 Großstädte seien auf einem guten Weg. 05.04.2024 - 15:00 Uhr Quelle: dpa

"Wo bleibt das Deutschlandtempo bei der Solarenergie auf Dächern?": DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz (Symbolbild).

Foto: dpa

Die meisten Großstädte in Deutschland hinken nach Darstellung der Deutschen Umwelthilfe (DUH) beim Solarausbau hinterher und das teils deutlich.

Nur weniger als zehn Prozent der Städte haben demnach in den vergangenen zwei Jahren genug neue Solarstrom-Anlagen installiert, um das 1,5-Grad-Limit einzuhalten. Das ergab eine Auswertung von Daten aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, wie die DUH am Freitag in Berlin mitteilte.

Potsdam, Lübeck und Bremerhaven als Schlusslicht

Von allen 82 deutschen Großstädten seien nur Oldenburg, Paderborn, Regensburg, Neuss, Oberhausen, Gütersloh und Erlangen auf einem sehr guten Weg, so die Umwelthilfe. Demnach müssten die Schlusslichter Potsdam, Lübeck und Bremerhaven ihr Ausbautempo um 350 Prozent steigern, um Richtung 1,5-Grad-Limit zu steuern.

Nach dem Pariser Klimaabkommen soll der weltweite Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad Celsius, auf jeden Fall aber auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter beschränkt werden. Nur so könne eine gegenüber den Folgen des Klimawandels widerstandsfähige Entwicklung gewährleistet werden.

„Wo bleibt das Deutschlandtempo bei der Solarenergie auf Dächern?“, fragte DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz. „Gemessen am Pariser Klimaabkommen sind wir weit entfernt von einer zufriedenstellenden Ausbaurate in deutschen Städten.“ Bund und Länder sollten dafür sorgen, „dass die Kommunen den dringend nötigen Sonnen-Turbo starten können.“ Die DUH fordere die Einführung eines bundesweiten Solarstandards im Neubau sowie bei Renovierung auch im Bestand. Zudem sei ein deutlicher Bürokratieabbau erforderlich.

Lesen Sie auch: Wieso die Klimawende ohne die Autobahn auf der Strecke bleibt

dpa
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