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PreisfrageSo setzt sich der Preis von Spargel zusammen

Hofläden und Märkte bieten wieder Spargel an. Gerade zu Saisonbeginn sind die Preise jedoch hoch. Diese Grafik zeigt, warum die bleichen Stangen kosten, was sie kosten.Martin Müller 22.04.2024 - 15:27 Uhr
Foto: imago images

Es ist wieder so weit: Der erste Spargel liegt in Hofläden und auf Wochenmärkten zum Verkauf.

Doch gerade zu Beginn der Spargelzeit ist das heimische Gemüse teuer. Im vergangenen Jahr lagen die Erzeugerpreise für Spargel laut dem Statistischen Bundesamt zu Saisonbeginn im April knapp 35 Prozent über den Preisen im Folgemonat Mai. Insgesamt kostete ein Kilo weißer Spargel aus Deutschland 2023 laut der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) über alle Vermarktungswege hinweg im Mittel 9,21 Euro. Das entsprach einem Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Claudio Gläßer, Marktanalyst bei der AMI, betont jedoch auch: „Je nach Sortierung ist Spargel für jeden Haushalt preislich verfügbar.“ Wie setzt sich der Preis des beliebten Gemüses zusammen? Und welchen Anteil macht der Lohn für Saisonarbeiter aus? Diese Grafik gibt Antworten.

36 %

Produktion & Fixkosten

+

45 %

Löhne

+

16 %

Vermarktung

+

3 %

Risiko- & Gewinnaufschlag

Bild: imago-images
Quelle: VSSE


Spargel wird meist per Hand gestochen, entsprechend aufwendig ist die Ernte. Daten des Verbands Süddeutscher Spargel- und Erdbeeranbauer (VSSE) zeigen: Die Löhne bis zur Ernte machen in Deutschland mit durchschnittlich 45 Prozent in diesem Jahr fast die Hälfte des Preises von weißem Spargel aus. Etwa 31 Prozent entfallen dabei auf Saisonarbeitskräfte. Hinzu kommen noch die Lohnkosten für das Verkaufspersonal und für Lohnarbeiten anderer Betriebe bei der Produktion.

„Mit dem deutlichen Anstieg des Mindestlohns haben auch die Produktionskosten für Spargel zugelegt“, erklärt AMI-Experte Gläßer. In den vergangenen Jahren hätten Spargelbauern die höheren Kosten allerdings nur bedingt auf den Preis umlegen können.

Die Spargelproduktion sowie Festkosten machen insgesamt 36 Prozent des Preises aus. Hierzu zählen etwa die Kosten für Pachten und Aufbereitungsanlagen sowie für die Abdeckfolie. Für die Vermarktung über Hofläden oder den Handel werden 16 Prozent fällig. Drei Prozent des Preises bleiben den Produzenten demnach im Durchschnitt als Risiko- und Gewinnaufschlag. Die Mehrwertsteuer ist in der Rechnung noch nicht enthalten.

Insgesamt wurden in Deutschland laut Statistischem Bundesamt im vergangenen Jahr knapp 112.000 Tonnen Spargel geerntet, der Großteil davon in Niedersachsen, Brandenburg und Nordrhein-Westfalen. Die Anbaufläche für das begehrte Gemüse schrumpfte zuletzt auf den niedrigsten Wert seit 2014. Trotzdem ist Spargel – gemessen an der Anbaufläche – noch immer Deutschlands wichtigstes Gemüse.

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