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"Schiffe auf den Weg..."Auto-Werbung, die die Deutschen nicht kapieren

Eine Werbebotschaft sollte klar und einprägsam sein. Viele Autobauer setzen auf englische Slogans. Doch die Sache hat einen Haken: Viele Deutsche verstehen einfach nicht, was die Unternehmen ihnen sagen wollen. Besonders oft wird Nissan missverstanden. 05.06.2013 - 16:19 Uhr
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Die Kölner Agentur Endmark hat das Verständnis englischsprachiger Werbesprüche in der Autobranche untersucht. Dafür wurden rund 1000 Personen im Alter zwischen 18 und 59 Jahren befragt.

Fiat wirbt mit "Simply more" - "Einfach mehr" und erreicht damit satte 72 Prozent der Probanden. Ein skurriler Übersetzungsversuch lautete etwa: "Ein einfaches Morgen".

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59 Prozent der Probanden konnten mit Hondas "Power of Dreams" - "Die Kraft der Träume" etwas anfangen. Doch es gab auch skurrile Übersetzungsversuche wie: "Das Puder der Träume".

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In Sachen Verständlichkeit ebenfalls noch ganz gut dabei ist Peugeot. Immerhin 58 Prozent der Befragten verstanden den Slogan "Motion & Emotion" richtig. Gemeint ist "Bewegung und Gefühl". Einige Probanden übersetzten die Werbebotschaft aber auch als "Motoren mit Gefühlen" oder, besonders schön: "Umzug mit Gefühl".

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"Drive the Change" heißt es bei Renault. Das verstehen schon wesentlich mehr Menschen nicht richtig. Nur jeder Dritte verstand die Botschaft "(Er)fahre die Veränderung" richtig. Skurrile Fehldeutungen waren etwa: "Fahre mit Wechselgeld" oder "Wechsel den Fahrer".

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Jaguars Werbebotschaft "How alive are you?" - "Wie lebendig bist du?" verstehen 25 Prozent der Befragten. Einige schlugen stattdessen als Übersetzung "Wie überlebst du?" vor.

Foto: REUTERS

Auch bei dem Werbeslogan für das Jaguar Coupé XK hatten die Deutschen so ihre Probleme. "Life by Gorgeous" konnten jedenfalls nur acht Prozent der Befragten richtig übersetzen. Statt "Leben auf prächtige Art" übersetzten viele "Leben in Georgien" oder "Leben bei George". Laut der Jaguar-Pressestelle habe man mit der Botschaft allerdings auch gar nicht die breite Bevölkerung, sondern nur einen elitären Kreis erreichen wollen.

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Hyundai hätte sein "New Thinking. New Possibilities" gerne als "Neues Denken. Neue Möglichkeiten" verstanden. Den Gefallen tun dem Autobauer aber nur 24 Prozent der Befragten. Andere versuchten es mit "Neu gedacht. Neue Besitztümer."

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"Wir nennen es Enjoineering", heißt es im Werbespot von Seat. Doch mit dieser Wortneuschöpfung aus "Enjoyment" (Vergnügen) und "Engineering" (Ingenieurarbeit) haben sich die Spanier keinen Gefallen getan. Denn noch nicht einmal ein Viertel der Befragten konnte das korrekt übersetzen.

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Nissan wirbt mit dem Slogan "Shift Expectations", und will den Kunden sagen: "Ändere deine Erwartungen". Doch dass ein Werbeclaim auch so richtig nach hinten losgehen kann, zeigt etwa die Interpretation " Schalte deine Erwartungen einen Gang runter". Gerade einmal 15 Prozent der Befragten verstanden die Werbebotschaft richtig.

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Auch mit dem neuen Slogan "Shift the way you move" hat der japanische Autobauer in Deutschland wenig Glück. Nur rund 15 Prozent übersetzen die Werbebotschaft richtig mit "Verändere deine Art, dich zu bewegen". In der Pressemitteilung zur Botschaft heißt es: "'Shift the way you move' richtet sich an Menschen, die Mobilität nicht nur als Fortbewegung, sondern immer wieder als bewegenden Moment erleben möchten". Beliebte Übersetzungsversuche waren übrigens "Schalte den Weg frei" oder auch "Schiffe auf den Weg".

Foto: AP

Eine ähnliche Niete ist auch der Slogan für den Nissan Juke. Hier wirbt der Konzern mit der Botschaft "Urban proofed energised". Laut der Pressestelle soll das bedeuten, dass der SUV die Stadt mit Energie auflädt. Nur 15 Prozent der Befragten kamen darauf - oder auf etwas ähnliches. Favoriten waren beispielsweise "Urban prüft die Energie" oder "Die städtische Energie-Prüfung".

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Noch schlechter ergeht es Mazda: Nur fünf Prozent der Befragten verstanden den Slogan "Defy Convention" - "Trotze den Konventionen" richtig. Einige übersetzten etwa "Definiere eine Versammlung", "Verteidige deine Gebräuche" oder "Irgendwas mit Versammlung".

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Verlierer ist eindeutig Mitsubishi. Kein einziger der Probanden verstand den Slogan "Drive@Earth". Eigentlich wollte der Autobauer damit die Verbindung zwischen Autofahren und Umwelt darstellen und besonders seine umweltfreundlichen Elektrofahrzeuge anpreisen. Doch die Befragten übersetzten etwa "Fahre bodenständig" oder "Fahre auf der Erde".

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Auch aus der nächsten Mitsubishi-Botschaft "Drive Alive" machten nur wenige "Lebendiges Fahren". Beliebte Übersetzungsversuche waren dagegen "Fahre lebend" und "Leben mit Drive".

jre
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