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Banken Helaba erhöht Gewinnprognose – Berlin-Hyp-Übernahme „strategisch sehr interessant“

Helaba-Chef Thomas Groß hat offiziell Interesse an der Berlin Hyp bekundet. Die Gewinnprognose für 2021 erhöhte er auf 500 Millionen Euro.

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Helaba: Verdoppelte Gewinnprognose & Interesse an Berlin Hyp Quelle: dpa

Die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) macht aus ihrem Interesse an dem Immobilienfinanzierer Berlin Hyp keinen Hehl. „Dies wäre für die Helaba sowohl betriebswirtschaftlich als auch strategisch eine sehr interessante Option und ein weiterer Schritt zur Konsolidierung innerhalb der Sparkassen-Finanzgruppe“, sagte Helaba-Chef Thomas Groß am Dienstagabend in Frankfurt. Unter anderem nach dem Kauf der Dexia Kommunalbank Deutschland (DKD) habe die Helaba unter Beweis gestellt, dass sie Übernahmen erfolgreich integrieren könne.

Neben der Helaba buhlen auch die Deka und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) um die Übernahme der Berlin Hyp. Die Sparkassen, Eigentümer der auf Gewerbefinanzierungen spezialisierten Bank, wollen das Institut innerhalb des eigenen Lagers veräußern. In Finanzkreisen war der mögliche Kaufpreis für die Berlin Hyp auf rund eine Milliarde Euro beziffert worden. Die NordLB hatte jüngst abgesagt und konzentriert sich auf ihre eigene Immobilientochter, die Deutsche Hypo.

Die Helaba will sich angesichts der niedrigen Zinsen breiter aufstellen und das Provisionsergebnis mittelfristig auf 500 Millionen Euro steigern. „Langfristig streben wir hier eine 50:50 Verteilung zwischen zinstragenden und nichtzinstragenden Erträgen an“, sagte Groß. Im ersten Halbjahr war der Zinsüberschuss noch fast drei Mal so hoch wie der Provisionsüberschuss.

Eines seiner Mittelfristziele will der Helaba-Chef bereits in diesem Jahr erreichen. 2021 werde das Ergebnis vor Steuern bei rund 500 Millionen Euro liegen, sagte Groß. Im ersten Halbjahr hat die Helaba mit 293 Millionen Euro schon einen höheren Vorsteuergewinn eingefahren als im gesamten Jahr 2020, als 223 Millionen Euro zu Buche standen.

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