Selbstgemachte Leiden Den meisten Stress machen wir uns selbst

Mache ich das richtig? Bin ich gut genug? Muss ich nicht noch mehr tun? Viele Deutsche setzen sich stark unter Druck – und sind damit ihr eigener Stressfaktor Nummer eins. Noch vor Arbeit, Haushalt oder Kindern.

Diese Berufe machen krank
Ein Dozent der juristischen Fakultät begrüßt im Auditorium Maximum der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Erstsemester-Studenten Quelle: dpa/dpaweb
Ein Platzwart des FC St. Pauli bereitet den Rasen im Millerntor Stadion in Hamburg für das erste Heimspiel vor. Quelle: dpa
In der Papierfabrik der W. Hamburger AG überwacht ein Mitarbeiter das Abwickeln einer riesigen Papierrolle. Quelle: dpa
Eine Mitarbeiterin geht auf der Messe "CallCenter World 2009" vor einer Abbildung von drei in einem Callcenter arbeitende Figuren vorbei Quelle: dapd
In der Peene Stahl GmbH wird an einer Plasma-Autogen-Brenn-Schneidanlage gearbeitet. Quelle: ZB
Mulin Lin (l), Pflegeassistentin aus China, misst den Blutdruck der Rentnerin Margot Krüger im Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Quelle: dpa
Ein CNC-Fräser prüft eine Aluminiumbaugruppe Quelle: dpa
Ein Busfahrer fährt einen Bus über die Autobahn. Quelle: dpa
Straßenwärter sperren die Autobahn A43. Quelle: dpa
Gießer führen eine Eisenschmelze in Freiberg aus. Quelle: AP
Zwei Männer von der Müllabfuhr entleeren Graue Tonnen. Quelle: dpa

Nur kein Stress! Das ist einfacher gesagt als getan. Rund jeder vierte Bundesbürger nennt den Druck, den er sich selbst macht, als seinen größten Stressfaktor. Eine weitere Stress-Ursache im Alltag ist einer am Mittwoch veröffentlichten repräsentativen GfK-Befragung zufolge das „Geld, das einem zur Verfügung steht“. Die eigenen finanziellen Möglichkeiten spielen demnach für fast jeden fünften Deutschen (19 Prozent) eine entscheidende Rolle.

Wenig Schlaf und die tägliche Arbeitsbelastung werden noch von rund 15 Prozent als Stressursache genannt, wie das Nürnberger Marktforschungsinstitut ermittelt hat. Keine Zeit zu haben für Dinge, die man machen will, folgt dicht dahinter (14 Prozent).

Was bei der Arbeit stresst

Männer und Frauen unterscheiden sich in ihrem Stressempfinden nur wenig, allerdings gibt es große Altersunterschiede. Während Befragte zwischen 15 und 39 Jahren sowie zwischen 50 und 59 Jahren den selbstgemachten Druck als Hauptgrund für Stress aufführen, nennt die Altersgruppe dazwischen die Arbeit als Stressfaktor Nummer eins.

Für Senioren im Alter von 60 Jahren an ist hingegen das zur Verfügung stehende Geld die größte Belastung. Bei Befragten, die 50 Jahre und älter waren, schafft es die eigene Gesundheit noch in die Top 5 der Stressfaktoren.

In Arbeit
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Im Durchschnitt der 22 befragten Länder weltweit werden die fünf „deutschen“ Hauptursachen für Stress ebenfalls am häufigsten genannt - allerdings in anderer Reihenfolge. Im Länderschnitt macht 29 Prozent das Geld zu schaffen, der eigene Druck landet erst auf dem zweiten Platz (27 Prozent), gefolgt von Schlafmangel (23 Prozent).

Von den eigenen Kindern fühlen sich im Länderschnitt rund 15 Prozent gestresst. Auffällig hoch sind diese Werte in Frankreich und in der Türkei. Die Bedrohung durch Kriminalität ist insbesondere in lateinamerikanischen Ländern wie Argentinien (41 Prozent), Brasilien (39 Prozent) und Mexiko (36 Prozent) ein großer Stressfaktor.

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