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Bewerbung vom Ghostwriter"Ärzte haben keine Zeit, Ingenieure schreiben nicht gerne"

Wann haben Sie eigentlich Ihre letzte Bewerbung geschrieben? Wer mitten im Berufsleben steht, hat häufig weder Zeit noch Lust auf das Formulieren einer Bewerbung. Warum nicht einen Ghostwriter engagieren?Kerstin Dämon 23.06.2016 - 14:21 Uhr

Was ist Ihre größte Schwäche? Direkt gefolgt vom Klassiker "Wo sehen Sie sich selbst in fünf Jahren?" ist dies wohl eine der meist gestellten Fragen im Bewerbungsgespräch, auf die die meisten Kandidaten schon eine passende, standardisierte Antwort parat haben: "Ich arbeite zu hart!".

Doch was tun, wenn CEOs Fragen stellen, mit denen Sie nicht gerechnet haben? 'Quartz' hat Vorstandsvorsitzende aus aller Welt gefragt, mit welchen Erkundigungen sie ihre Bewerber am liebsten aus der Reserve locken und in Erfahrung gebracht, welche Antworten sie dann gerne hören.

Foto: Fotolia

Was wäre Ihnen lieber? Geachtet oder gefürchtet zu werden?

Oder platt gesagt: Was spielt für Sie die entscheidendere Rolle - Macht oder Moral? Laut Michael Gregoire, dem Vorsitzenden des IT Management Software-Unternehmens CA Technologies, eignet sich diese Frage ideal, um heraus zu kitzeln, was für ein Führungstyp der Bewerbungskandidat ist.

Eine perfekte Antwort gibt es in der Theorie nicht, denn je nach ausgeschriebener Stelle können die Anforderungen an den Chef variieren. In einem kollaborativen Arbeitsumfeld wäre es fatal, die Krallen auszufahren und eine angespannte Arbeitsatmosphäre zu fördern, sagt der Experte. Hier haben gefürchtete Führungskräfte nichts zu suchen. In einem Unternehmen, das sich gerade auf dem absteigenden Ast befindet, ist eine Führungskraft, die durchgreifen kann, jedoch vonnöten - wenn nicht sogar unabdingbar.

Achten Sie also darauf, welche Führungsqualitäten gefragt sind und ob Sie die Voraussetzungen erfüllen, wenn Sie sich auf eine Stelle bewerben.

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Was ist Ihr größter Lebenstraum?

Auf den ersten Blick eine harmlose Frage, doch laut Self-Made-Milliardärin Zhang Xin - Mitbegründerin des chinesischen Immobilienhändlers SOHO - lauern auch hier Tücken. Freigeister kommen deutlich besser an als Tiefstapler. Die erfolgreiche Unternehmerin hat es vorgemacht: Von dem in einer Textilfabrik zusammengesparten Geld gründete sie das Unternehmen, das heute Chinas größter Immobilienhändler ist. Hohe Ziele sind also gern gesehen und kommen gut an. Stellen Sie Ihr Licht nicht unter den Scheffel und zeigen Sie ihre Ambition ruhig offen.

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Wie wurden Sie behandelt?

Diese Frage ist besonders heimtückisch, denn Sie richtet ihr Augenmerk nicht an den Bewerbungskandidaten selbst, sondern auf alle Personen, die unmittelbar vor oder nach dem Gespräch mit ihm in Kontakt getreten sind. Das können Pagen, Chauffeure, Assistenten oder Rezeptionisten sein. Dem CEO eröffnet diese Frage eine einmalige Chance, auch hinter die "Fassade" des Bewerbers zu schauen. Ein Experte, der auf diese Strategie setzt, ist Rick Goings, Vorstandsvorsitzender von Tupper. Auf diese Weise erfahre man - zusätzlich zu den kognitiven Fähigkeiten - etwas über die sozialen Umgangsformen.

Bereiten Sie sich also auch mental darauf vor, auf ihre interaktiven Fertigkeiten geprüft zu werden. Diese halten viele Führungskräfte für genauso wichtig wie Ihr Fachwissen.

Foto: dpa

Warum sind Sie heute hier?

Da sie sehr viele Antwortmöglichkeiten zulässt - darunter auch einige weniger wünschenswerte - ist auch diese Frage fies. Gordon Wilson - Vorstandsvorsitzender von Travelport - meint, ideal sei ein Kandidat, der auf den Nutzen fokussiert ist, den er dem Unternehmen bringt und persönliche Vorlieben zurücksteckt. "Wenn das Unternehmen von Ihnen profitiert, werden die persönlichen Aspekte wie von selbst kommen", erklärte er gegenüber 'Quartz'.

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Was ist Ihre Lieblingsimmobilie bei Monopoly und wieso?

Die etwas andere Art, Bewerber zum Thema Chancen und Risiken zu befragen. Für Investmentbanker wie Ken Moelis ist diese Frage eine gewinnbringende Strategie, um junge Betriebswirte aus der Reserve zu locken.

Foto: dpa/dpaweb

Erzählen Sie von einer persönlichen Niederlage

Hier ist Ihre Antwort das Entscheidende. Generell ist eine positive Einstellung der Schlüssel zum Erfolg. Denn wer sich selbst als Opfer und vom Pech verfolgt sieht, wirkt wenig vertrauenswürdig. Kandidaten, die dagegen offen über ihre Fehler und Niederlagen sprechen und aus diesen prägenden Erfahrungen neue Energie geschöpft haben, kommen umso besser an. Gerade Finanzdienstleister sind auf Querdenker angewiesen, die nicht sofort in Panik ausbrechen, wenn etwas schiefgeht, so Davide Serra, Vorstandsvorsitzender des Londoner Hedge Fonds Algebris.

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Erzählen Sie von Ihrer Kindheit. Was wollten Sie werden?

Barbara Byrne - stellvertretende Vorsitzende des Investitionsbankgeschäfts bei Barclays - schwört auf diese Frage als Eisbrecher. Sie hält nicht viel von steifen, technischen Bewerbungsfragen. Kinderträume laden dagegen zum Plaudern ein und verraten viel über die Persönlichkeit des Kandidaten. Scheuen Sie sich also nicht davor, viel von sich preiszugeben und ein bisschen aus dem Nähkästchen zu plaudern.

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Wie ist es um Ihre sozialen Fähigkeiten bestellt?

Ähnliches gilt auch für den "Weinkartentest", der laut Charles Phillips des Softwareherstellers Infor für die Anpassungsfähigkeit des Bewerbers in einem lockeren Umfeld steht. Hier kommt es auf die sozialen Kompetenzen an.

Bei einem Geschäftsessen mit anderen Vorstandsvorsitzenden testet Phillips die Kandidaten auf Ihre Weinkenntnisse und beobachtet sie im Umgang mit dem Kellner. Am Ende werden Sie dazu aufgefordert, einen Witz zu erzählen. Wer in einem fremden Umfeld spontan und kreativ handeln kann, hat - laut dem CEO - gute Karten.

Foto: dpa

Folgen Ihren Worten auch Taten?

Auch den kleinsten Einwurf über Ihre Hobbies und Leidenschaften kann der Chef für sich nutzen, um Sie in eine missliche Lage zu bringen. Wenn Sie erzählen, ein begnadeter Sänger zu sein, sollten Sie sich nicht davor scheuen, vor allen Leuten ein Ständchen zu geben. Kaum etwas kommt schlechter an als Worte, denen keine Taten folgen. Das zumindest meint Atul Kunwar, Vorsitzender des Outsourcing-Dienstleisters Tech Mahindra. Andersherum ist es gern gesehen, wenn Sie offen über Ihre Leidenschaften sprechen und sich für diese auch nicht schämen. Überlegen Sie sich also gut, was Sie erzählen und geben Sie nicht vor, jemand anders zu sein als sie sind.

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Sind wir mal ehrlich: Niemand schreibt gerne Bewerbungen. Nach stundenlangem Grübeln, Schreiben und Umformulieren kommt der gleiche langweilige Sermon heraus, der vom Personaler sofort ausgesiebt wird: „Hiermit bewerbe ich mich auf die Stelle als ... Ich bin teamfähig, flexibel und liebe Herausforderungen ... Auf eine Rückmeldung von Ihnen freue ich mich“.

Während der Lebenslauf kein großes Problem ist, quälen sich die meisten Bewerber endlos mit dem Anschreiben. Das zeigt die Bewerbungsstudie 2016 der Jobsuchmaschine Indeed. Von den befragten 1.024 Bewerbern empfinden 50 Prozent die Formulierung des Anschreibens als den nervigsten Teil einer Bewerbung. 

74 Minuten sitzt jeder Kandidat im Schnitt an dem Anschreiben - netto. Rechnet man die Zeit hinzu, die der Einzelne über Formulierungen nachdenkt, Freunde Korrektur lesen lässt und den Computer anschreit, kommen ganz andere Zeiträume heraus.

Frustrierend: Häufig bekommen Jobsuchende trotz aller Mühe nicht einmal eine Antwort auf ihr Schreiben - oder eine Standardabsage.

Das Anschreiben gehört dazu

Doch Bewerber kommen um den Ärger mit Anschreiben, Lebenslauf und Foto nicht herum. Von den mehr als 500 Personalern, die Indeed zusätzlich befragte, sagten 69 Prozent, dass sie daran beurteilen, ob sich ein Kandidat gut ausdrücken kann. 61 Prozent vermittelt das Anschreiben einen ersten Eindruck und 45 Prozent wollen sehen, ob sich jemand Mühe gibt. Für gut ein Viertel gehört das Anschreiben einfach dazu. Punkt.

Tipps für den ersten Satz im Bewerbungsschreiben
Zuverlässigkeit
Gute Eigenschaften
Leidenschaft
Gemeinsamer Fokus
Herausforderungen meistern
Lösungen umsetzen
Worthülsen vermeiden
Oder ganz mutig

"Während Bewerber offen sind für moderne Methoden und Ansätze bei der Jobsuche, setzen HR-Verantwortliche und Unternehmen an vielen Stellen auf Bewährtes und verlieren dabei aus dem Blick, worauf es Bewerbern ankommt", sagt Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed in Deutschland. Das rächt sich: 42 Prozent der befragten Bewerber haben schon einmal einen Bewerbungsprozess abgebrochen, weil dieser zu kompliziert war.

Diese genervten Bewerber sind eine attraktive Zielgruppe - für professionelle Ghostwriter. Bei Doktor- und sonstigen wissenschaftlichen Arbeiten wie auch in der Literatur sind Auftragsschreiber ein bekanntes Phänomen. Hierbei stehen allerdings Faken im Vordergrund, bei der Bewerbung geht es zuallererst jedoch um Leidenschaft und Begeisterung. Schließlich soll eine gute Bewerbung vor allem folgendes ausdrücken: Der Bewerber will diesen Job unbedingt und das Unternehmen wäre dumm, ihn sich nicht zumindest einmal näher anzuschauen.

Kann ein völlig Fremder diese Leidenschaft imitieren? Er kann.

Diese Informationen haben im Lebenslauf nichts verloren
Familie
Religion
Kindergarten und Schulzeit
Noten
Minijobs und Praktika
Referenzen
Besondere Kenntnisse
Hobbys

Online-Unternehmen wie bewerbung-schreiber.com, die-bewerbungsschreiber.de und richtiggutbewerben.de beschäftigen ganze Teams von professionellen Textern. Die erstellen anhand von Stärkenanalysen auf den Kunden zugeschnittene Bewerbungen. "Wir beschäftigen uns intensiv mit Ihrem beruflichen Werdegang, Ihren Qualifikationen, Ihren persönlichen Stärken und gehen explizit auf die von Ihnen favorisierte Stellenausschreibung ein", verspricht die-bewerbungsschreiber.de.

Ein Designer entwickelt dann noch das optische Konzept der Bewerbung. So kommen auch zurückhaltende Typen zum perfekten Eigenmarketing.

Diesen Dienst nehmen gerade Fach- und Führungskräfte gerne in Anspruch, wie Bilal Zafar, Gründer und CEO des Start-ups richtiggutbewerben.de sagt. Das Gros der Kunden kommt aus dem kaufmännischen und dem betriebswirtschaftlichen Bereich, außerdem sind viele Ärzte und Ingenieure darunter. "Wir haben aber auch schon eine Bewerbung für eine Astronautin verfasst, die sich beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln beworben hat."

Der Anteil an Berufseinsteigern und Studenten unter den Kunden liegt bei unter fünf Prozent. "Studenten haben nicht das Geld, sich eine Bewerbung schreiben zu lassen und glauben zu wissen, wie es geht", sagt der Chef der Ghostwriter.

Führungskräfte haben keine Lust auf den Bewerbungszirkus

Die Motivation der High Potentials, einen Ghostwriter zu beauftragen, lässt sich einfach beschreiben: "Ärzte und Assistenzärzte haben keine Zeit und Ingenieure schreiben nicht gerne", sagt Zafar. Seiner Erfahrung nach haben besonders Manager keine Lust, sich neben ihrem Job mit dem ganz normalen Bewerberwahnsinn auseinanderzusetzen. "Die Hauptmotivation unserer Kunden ist Zeitersparnis", sagt er.

Der zweite Grund, sich von einem Ghostwriter die Bewerbung schreiben zu lassen, sei, dass viele Bewerber nicht mehr up to date seien: Schreibt man heute noch „Mit freundlichen Grüßen“? Oder reicht „Beste Grüße“?

Der dritte Grund sind Sprachkenntnisse. Mündlich seien die Bewerber fit, aber die schriftliche Bewerbung für eine Stelle in einem internationalen Konzern lassen viele lieber nochmal von Profis checken.

Das kosten die Angebote der Ghostwriter
richtiggutbewerben.de
die-bewerbungsschreiber.de
bewerbung-schreiber.com
tt-bewerbungsservice.de

Routine im Schreiben von Bewerbungen hat ohnehin niemand. Mit der Reife hat das nichts zu tun. Wer seine letzte Bewerbung vor 20 Jahren auf Büttenpapier gedruckt hat, ist oft genauso unsicher wie ein Berufseinsteiger.Im klassischen Sinne nötig haben es die wenigsten Kunden, sich bei der Bewerbung helfen zu lassen, wie er sagt. "Die meisten unserer Kunden sind richtig gut qualifiziert, können sich schriftlich aber nicht gut darstellen. Wenn man da an ein paar Stellschrauben dreht, reicht das meistens schon."

Dann gebe es aber auch ganz andere Fälle, wie Zafar erzählt: Entweder seien die Unterlagen in Ordnung, aber das Foto eine Katastrophe - tiefer Ausschnitt, Instagram-Bilder mit zahlreichen Filtern oder gleich ein Selfie - oder es stehe schlicht Quatsch in der Bewerbung. Eine Kandidatin habe als Fähigkeiten aufgelistet, Pferde, Hunde und Katzen zu besitzen. Wenn man sich nicht als Tierarzt oder Tierpfleger bewerben möchte, ist diese Information jedoch schlicht überflüssig

Die häufigsten Schlagwörter in deutschen Bewerbungen
Platz 10: Verantwortung
Platz 9: Kreativität
Platz 8: Innovation
Platz 7: Leidenschaft
Platz 6: Erfahrung
Platz 5: Experte
Platz 4: Fokus
Platz 3: Strategie
Platz 2: Führungsqualitäten
Platz 1: Spezialisten

Dass Unternehmen an unsicheren Bewerber verdienen, ist nicht neu. Die Bewerbungsprofis Jürgen Hesse und Christian Schrader vom Beratungsunternehmen Hesse Schrader etwa beraten seit über 30 Jahren Jobsuchende vom Azubi bis zum Konzernlenker. Ihre insgesamt 150 Sachbücher haben ein Gesamtauflage von 6,5 Millionen Exemplaren erreicht. Der Ansatz bei den Bewerbungsghostwritern aber ist ein anderer. Anstatt Tipps zu bekommen, wie die perfekte Bewerbung auszusehen hat, kann der Gestresste hier die ganze Arbeit outsourcen: Lebenslauf, Referenzen und Zeugnisse hochladen, vier Tage warten und schon ist die fertige Bewerbung da - Eilige buchen das 24-Stunden-Expresspaket.

Grundsätzlich können Bewerber bei den Ghostwritern für jede Lebenslage das richtige Paket buchen - vom Motivationsschreiben für das Masterstudium oder das rundumsorglos-Paket für Manager. Denn an den Angeboten, die über das bloße Anschreiben hinaus gehen, verdienen die Unternehmen ihr Geld. So kostet bei richtiggutbewerben.de die Optimierung einer vorhandenen Bewerbung 67 Euro, wer eine komplett neue Bewerbung inklusive Lebenslauf, Anschreiben und Deckblatt in einer anderen Sprache bestellt, legt dagegen rund 200 Euro auf den Tisch.

Neben Unternehmen wie dem von Zafar gibt es auch diverse Einzelpersonen, die ihre Dienste als Ghostwriter anbieten. Viele sind ehemalige Personaler oder Führungskräfte mit Personalverantwortung. Deren Angebote umfassen häufig noch ein persönliches Coaching oder Tipps und Tricks rund um das Bewerbungsild. Natürlich alles zum entsprechenden Aufpreis.

Testurteil: authentisch

Trotzdem: Die Ergebnisse sind täuschend echt, wie auch die alten Hasen im Bewerbungsmarkt zugeben müssen. Engagement und Leidenschaft lassen sich also sehr wohl faken, wenn der Ghostwriter Stärken, Referenzen und Anforderungsprofil kennt. Hesse hat für n-tv Bewerbungen von die-bewerbungsschreiber.de und richtiggutbewerben.de getestet und miteinander verglichen.

Sein Fazit: Alles in allem sind die Ergebnisse authentisch. Weder der Bewerbung des Berufseinsteigers Simon noch der des erfahrenen Ingenieurs Müller merkt man an, dass sich dahinter ein Team aus professionellen Auftragsschreibern verbirgt. Einzige Kritikpunkte: Mal ist ein Satz etwas zu lang, mal etwas zu verschachtelt.

Die Personaler scheinen sich daran jedoch nicht zu stören: Laut Zafar werden rund 70 Prozent seiner Kunden zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Wie viele den Job auch bekommen, kann das Unternehmen allerdings nicht nachhalten. Das liegt dann schließlich ganz allein in der Hand des Bewerbers.

Für die Start-ups lohnen sich die Unsicherheit und die Schreibblockaden der Jobsuchenden auf jeden Fall. Allein Zafars 20-köpfiges Team bekommt rund 300 Aufträge im Monat, der Umsatz bewegt sich deutlich im sechsstelligen Bereich - und das, obwohl das Unternehmen noch keine zwei Jahre alt ist.

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