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Konflikt zwischen Alt und Jung Ein Diskurs der Generationen ist nötig

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Die Liquid Democracy bleibt auch bei der Generation Z ein Märchen

Mitsprache bedeutet letztlich auch Kommunikation. Nur möchte die Generation Z in ihrer extremen Orientierung an Gleichaltrigen am liebsten völlig unter sich bleiben. Sie sieht weder die Generation der Babyboomer noch Vertreter der Generation Y als relevante Gesprächspartner an. Kaum eine andere Generation ist so fokussiert auf sich und so wenig bereit, sich mit anderen Generationen einzulassen.

Der Grund: Aus Sicht der Generation Z entwickelt sich über ihnen eine Schicht mit ganz eigenen (Versorgungs-)Regeln, die – wiederum zum Schutz dieser Privilegien – Jugendliche öffentlichkeitswirksam gern als „Barbies und Kens“ verurteilt, wenn diese etwas vom Versorgungskuchen bekommen möchte.

Neue Managementmethoden mit flachen Hierarchien

Schließlich zur Rolle der Informationstechnologie: Ja, alles ist vernetzt und die Generation Z als eine Gruppe von Digital Natives mit Social Media auf Du und Du. Trotzdem gehört die These von demokratisierenden Prozessen, die durch das Internet ausgelöst werden, in die Welt der Märchen. Das Scheitern der Liquid Democracy bei der Piratenpartei ist vielleicht kein typisches, wohl aber ein markantes Beispiel: Technologie alleine reicht eben doch nicht.

Zudem – und das ist ebenfalls wichtig – nutzt die Generation Z die Informationstechnologie hoch selektiv: Rund um die Uhr mit privaten Kontakten, maximal acht Stunden an fünf Werktagen im beruflichen Kontext. Und das alles auf ganz klar getrennten Kanälen.

Management



Damit scheint die Rechnung nicht nur ohne den Wirt gemacht worden zu sein, sondern auch noch ohne den zu beglückenden Gast.

Gerade deshalb – also angesichts der anstehenden Herausforderungen, die viel mit den unterschiedlichen Wertesystemen und Altersgruppen zu tun haben – brauchen wir in unserer Gesellschaft, aber genauso in jedem einzelnen Unternehmen, sehr rasch einen sehr offenen Diskurs der Generationen. Er sollte bei wechselseitigem Verstehen beginnen und könnte über stark konfliktbesetzte Verhandlungspositionen zu einem hart auszuhandelnden Kompromiss über Generationen führen.

Notwendig, ja unabdingbar – und letztlich viel steiniger als huldvolle Forderungen nach Demokratie und Partizipation bei anderen.

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