Darüber solltet ihr mal schreiben: Hat Deutschland ein massives Lachgas-Problem?
Lachgas wird über Luftballons eingeatmet
Foto: imago imagesMediziner nutzen Lachgas seit fast 250 Jahren als Beruhigungs- und Betäubungsmittel. Unter Jugendlichen wird das Distickstoffmonoxid, wie die chemische Bezeichnung lautet, allerdings zunehmend als Partydroge beliebt. Eingeatmet über Luftballons, führt es zu Lachanfällen, Entspannung und Glücksgefühlen.
Nach dem Rausch können allerdings Schwindel, Ohnmacht, Krämpfe oder Lähmungserscheinungen in den Beinen auftreten. Minderjährigen soll – laut einem Gesetzentwurf von Noch-Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach – der Umgang mit Lachgas daher verboten werden. Fraglich ist allerdings, ob das Gesetz noch vor der Neuwahl durch den Bundestag kommt.
Da Besitz und Konsum bislang nicht strafrechtlich verfolgt werden, gibt es kaum verlässliche Daten über den Umfang des Missbrauchs von Lachgas. Die jüngsten Zahlen des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen deuten allerdings auf eine massive Steigerung hin: Demnach wurden dort im Jahr 2021 insgesamt 68 Fälle von Lachgasmissbrauch polizeilich erfasst. Ein Jahr später waren es 215 Fälle.
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