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DKV-Report 2025Diese Grafiken zeigen, was die Deutschen krank macht

Bloß zwei Prozent der Bundesbürger haben einen rundum gesunden Lebensstil, zeigt eine neue Studie. Was den Übrigen zum Verhängnis wird.Anabel Schröter 04.08.2025 - 16:05 Uhr
613 Minuten pro Werktag sitzen die Deutschen. Das kann Folgen haben. Foto: imago images

Fast 15 Tage fehlte jeder Arbeitnehmer 2024 krankheitsbedingt am Arbeitsplatz. Das zeigen die Daten des Statistischen Bundesamts. Damit verweilt der Krankenstand nach dem Rekordjahr 2023 auf einem hohen Wert – für das laufende Jahr zeichnet sich ein ähnliches Bild ab.

Die häufigsten Diagnosen für Krankschreibungen waren Atemwegserkrankungen wie grippale Infekte oder Corona-Infektionen. Gefolgt von Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems, etwa Rückenschmerzen, und psychischen Erkrankungen wie Depressionen.

Der diesjährige DKV-Report kommt zudem zu alarmierenden Ergebnissen. Laut dem Bericht der Deutschen Krankenversicherung in Kooperation mit der Sporthochschule Köln und der Universität Würzburg zeigt: Bloß zwei Prozent der Deutschen erfüllen die Voraussetzungen für einen rundum gesunden Lebensstil.

2
Prozent
der Deutschen besitzen einen rundum gesunden Lebensstil.

Die Erhebung konzentriert sich auf den Gesundheitsbereich körperliche Aktivität, sowie Alkoholkonsum, Ernährungsgewohnheiten, Umgang mit Stress und Rauch- sowie Dampfverhalten.

Stress, Stress und noch einmal Stress

Ein Grund für das negative Abschneiden der Deutschen in puncto Gesundheit ist das Thema Stress. Laut der DKV haben nur ein Fünftel der befragten Personen einen gesunden Umgang mit der täglich empfundenen Belastung. Das ist das schlechteste Ergebnis, seit es die Auswertung gibt. Zuvor lag der Wert immer im hohen einstelligen Bereich. Ein Teil des schlechten Ergebnisses lässt sich auf eine Verschärfung der Kriterien zurückführen. Dennoch zeigt es auch eine zunehmende Belastung der Bevölkerung – und damit verbundene Schwierigkeiten bei der Stressbewältigung.

In den verschiedenen Altersgruppen zeigen sich erhebliche Unterschiede bei der Stressresistenz: Vor allem den 30- bis 45-Jährigen fällt ein gesunder Umgang mit Stress schwer. Nur 14 Prozent der Befragten erreichen hier den vollen Wert – 2023 waren es noch 35 Prozent. Bei der Befragung 2021 waren es 32 Prozent. Von den über 66-Jährigen hat fast jeder Dritte in der Kategorie einen guten Umgang mit Stress. In der Altersgruppe hat sich der Wert in den vergangenen Umfragen sogar gesteigert. 2021 hatten 50 Prozent der über 66-Jährigen eine gute Stressbewältigung – 2023 waren es 63 Prozent.

Woher die Unterschiede kommen könnten, erklärt die Untersuchung nicht. Es liegt aber nahe, dass viele aus der ältesten Gruppe in Rente sind und deshalb beruflicher Stress wegfällt. Hinzu kommt, dass auch privat bei vielen Ruhe einkehrt: Die Kinder sind aus dem Haus und erwachsen und das Haus ist vielleicht schon abbezahlt.

Sitzen statt Bewegung

Wichtig für ein gesundes Leben ist Bewegung. Zwar zeigt eine kürzlich veröffentlichte Studie des Fachmagazins „Lancet Public Health“, dass es nicht 10.000 Schritte pro Tag benötige. Schon 7000 genügen, um das Risiko für etliche schwerwiegende Erkrankungen zu reduzieren, gleichwohl bleibt Bewegung essenziell.

Die Befragung der DKV zeigt, dass zwar alle Altersgruppen hohe Werte bei der Kategorie Aktivität erreichen. Allerdings gibt es nach Auffassung der DKV auch 19 Prozent, die sich gar nicht sportlich betätigen. Sie gelten als inaktiv, da sie sich weniger als 150 Minuten in der Woche moderat bewegen.

Ein weiteres Problem sind die hohen Sitzzeiten. Rund zehn Stunden am Tag verbringt der Deutsche durchschnittlich im Sitzen. Die meiste Zeit sitzend verbringen die Menschen auf der Arbeit. Nahezu 3,5 Stunden Sitzzeit entfallen auf die Arbeit.

Die Studie zeigt: In den vergangenen Jahren gab es einen kontinuierlichen Anstieg bei den Sitzminuten. Während 2016 die Anzahl bei 491 Minuten pro Tag lag, stieg sie bei der diesjährigen Befragung auf 613 Minuten.

Langfristig kann sich das negativ auf den Körper auswirken – und Rückenschmerzen fördern. Da die Wirbelsäule beim Sitzen zu schwer belastet wird.

Deshalb ist es wichtig, während der Arbeitszeit mal aufzustehen. So können Arbeitnehmer etwa die Pausenzeiten für einen Spaziergang nutzen. Oder sie haben einen höhenverstellbaren Schreibtisch und können zwischendurch mal im Stehen arbeiten. Auch kleine Dehnübungen am Platz können helfen, die Wirbelsäule zu entlasten.

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Mehr Dampf, mehr Alkohol – dafür weniger gesunde Ernährung

Im Vergleich zu den Vorjahren kam es zu einer Änderung bei den Kriterien „Rauchen und Dampfen“ und „Alkoholkonsum“. Nur wer weder Alkohol trinkt noch Zigaretten oder Ähnliches konsumiert, zählt in der Kategorie als gesund lebend.

Beim Rauchen und Dampfen gibt es nur eine minimale Veränderung. Im Vergleich zu den Erhebungen aus den Vorjahren bewegt sich der Wert weiterhin auf einem hohen Niveau. 80 Prozent der Befragten sind demnach Nichtraucher.

Anders sieht es beim Alkoholkonsum aus. Während 2021 mehr als die Hälfte der Befragten gar keinen Alkohol konsumiert hat, war es bei der diesjährigen Befragung nur jeder Dritte.

Bei der Ernährung zeichnet sich ebenfalls ein negativer Trend ab: Nur noch rund ein Drittel ernährt sich nach der DKV-Auswertung gesund. Gemessen wird das anhand der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Nachdem in der letzten Umfrage noch die 40-Prozent-Marke geknackt wurde, erreicht diese Kategorie mit 34 Prozent einen neuen Tiefstwert. Warum es zu den Veränderungen gekommen ist, erklärt der Report nicht.

Für den Report hat die DKV mehr als 2800 Deutsche zu ihrem Gesundheitsverhalten telefonisch als auch per Computerfragebogen befragen lassen. Allerdings handelt es sich bei den Ergebnissen um Eigenaussagen, die sich nicht überprüfen lassen.

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